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100. Jahrestag des Massakers von Tulsa
Rede von Präsident Biden
30 MINUTE READ
June 22, 2021

Am 01. Juni reiste US-Präsident Biden nach Tulsa (Oklahoma), um dort anlässlich des 100. Jahrestages des Massakers von Tulsa der Gewalttaten vom 31. Mai und 01. Juni 1921 zu gedenken. Wir haben seine Rede vom 2. Juni 2021, die er im Greenwood Cultural Center in Tulsa hielt, in unwesentlich gekürzter Fassung übersetzt.

Vielen Dank.

Lauren, vielen Dank für Ihre freundliche Einführung. Falls Sie sich das mal gefragt haben: Delaware ist ein kleiner Bundesstaat, hat aber den achtgrößten afroamerikanischen Bevölkerungsanteil in den Vereinigten Staaten und eine der fähigsten Kongressabgeordneten – Lisa Blunt Rochester.

Es sind heute viele ganz besondere Menschen unter uns und ich möchte Lauren dafür danken, dass sie über diese so beeindruckende Geschichte gesprochen hat und dem ganzen Land dabei hilft zu verstehen, was hier geschehen ist.

Und allen Nachkommen die heute hier sind, der Gemeinde, den Bürgerrechtsaktivisten und der Fraktion Afroamerikanischer Abgeordneter im Kongress (Congressional Black Caucus) möchte ich sagen: Ich danke Ihnen dafür, dass Sie die Erinnerung an die Geschehnisse wachhalten, damit wir sie niemals vergessen.

Im 1. Korintherbrief gibt es einen Vers, der lautet: „Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Bild; dann aber von Angesicht zu Angesicht. Jetzt erkenne ich stückweise; dann aber werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.“

Ich komme gerade von einem Besuch der Gedenkstätte für die Überlebenden hier im Greenwood Cultural Center und möchte allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern danken, dass Sie uns hier willkommen heißen. Vielen Dank.
Bei meinem Besuch traf ich auch Mother Randle, die gerade mal 56 [107] Jahre alt ist. (Lachen) Und Mother Fletcher, mit ihren 67 [106] Jahren. (Lachen) Und ihr Bruder, Van Ellis, der 100 Jahre alt ist. (Lachen) Er sieht aus wie 60. Vielen Dank, dass Sie mir so viel Zeit geschenkt haben. Es war mir wirklich eine große Ehre.

Sie sind die einzigen drei noch lebenden Zeitzeugen der bekannten Überlebenden dieser Begebenheit, von der viele nur eine sehr vage Vorstellung haben. Aber das wird sich ändern. Ihre Geschichte wird künftig für alle sichtbar sein.

Die Ereignisse, von denen wir heute sprechen, liegen 100 Jahre zurück. Und dennoch bin ich der erste US-Präsident, der in diesen 100 Jahren nach Tulsa gereist ist. Das sage ich nicht, um mich selbst zu loben, sondern weil es nachdenklich macht – 100 Jahre, und in dieser ganzen Zeit bin ich der erste Präsident, der diesen Ort, diesen Boden besucht und anerkennt, was hier geschehen ist.

Viel zu lange wurde die Geschichte dieser Ereignisse verschwiegen und in Dunkelheit gehüllt. Aber nur, weil Geschichte verschwiegen wird, bedeutet das nicht, dass sie nicht geschehen ist. Und auch wenn die Dunkelheit viel verbergen kann, so löscht sie doch nichts aus. Sie macht nichts ungeschehen. Es gibt Ungerechtigkeiten, die so abscheulich, so schrecklich, so schmerzhaft sind, dass sie nicht ausgelöscht werden können, so sehr es manche auch versuchen mögen.

Genau so ist es auch hier. Nur durch die Wahrheit kann Heilung, Gerechtigkeit und Wiedergutmachung geschehen. Nur durch die Wahrheit, der man ins Auge sieht. Aber das reicht nicht.

Wir müssen zuerst Mother Randle, Mother Fletcher und Herrn Van Ellis sehen, hören und ihnen Respekt entgegenbringen. Wir sind hier für all jene, die wir damals verloren haben, für die Nachkommen derer, die gelitten haben, für diese Gemeinde hier, um Licht ins Dunkel zu bringen und sicherzustellen, dass Amerika die ganze Geschichte erfährt.

Mai 1921: Schwarze, ehemalige Sklaven, und ihre Nachkommen leben hier in Tulsa, einer florierenden Stadt des Öls, und neuer Möglichkeiten und Chancen.

Im Norden, jenseits der Bahngleise, welche die schon per Gesetz in Schwarz und Weiß geteilte Stadt nochmals durchtrennten, schufen sie etwas, das ihnen gehörte und das ihren Fähigkeiten und Ambitionen gerecht wurde: Greenwood – eine Gemeinschaft, eine Lebensweise –, in der afroamerikanische Ärzte, Rechtsanwälte, Pfarrer und Lehrer Krankenhäuser, Kanzleien, Bibliotheken, Kirchen und Schulen leiten.

Schwarze Kriegsveteranen, so wie der Mann, dem ich die Command Coin verleihen durfte, der in den Kampf gezogen war, sich freiwillig gemeldet und gekämpft hatte und sich dann, als er nach Hause zurückkehrte, immer noch mit diesen Vorurteilen konfrontiert sah. Die Veteranen waren einige Jahre zuvor, nach ihrem Beitrag zum Sieg im Ersten Weltkrieg, zurückgekehrt, um sich nun mit Stolz und Selbstvertrauen ein neues Leben aufzubauen – sie betrieben afroamerikanische Familienunternehmen wie Restaurants, Lebensmittelgeschäfte, Barber Shops, Schneidereien – all jene Dinge, die eine Gemeinschaft ausmachen.

Im Dreamland Theatre hält ein junges afroamerikanisches Pärchen verliebt Händchen. Freunde hören zusammen in Klubs Musik oder spielen Billiard, oder treffen sich zum Rollschuhlaufen auf der Rollschuhbahn der Familie Monroe. Besucher übernachten in Hotels wie dem Stradford.

So weit das Auge reichte, lebten stolze Afroamerikanerinnen und -amerikaner, Akademiker und Arbeiter Seite an Seite in diesem Viertel.

Mother Randle war damals gerade erst sechs – sechs – Jahre alt und lebte bei ihrer Großmutter. Sie sagte, sie habe sich glücklich schätzen können, ohne Angst in einem Zuhause mit Spielsachen leben zu dürfen.

Mother Fletcher war damals sieben Jahre alt, die zweitälteste von sieben Geschwistern. Der jüngste, Hughes Van Ellis, war damals gerade ein paar Monate alt. Als Kinder ehemaliger Landpächter gingen sie abends in Greenwood ins Bett und fühlten sich reich – kein materieller Reichtum, eine andere Art Reichtum – ein Reichtum an Kultur, Gemeinschaft und Tradition.

Aber eine Nacht veränderte alles. In nur einer Nacht wurde alles anders. Greenwood war zwar eine eigene Gemeinschaft, aber nicht von der Außenwelt abgetrennt.

Es ging nicht von allen aus, aber es gab doch genug Hass, Groll und Rachsucht in der Stadt. Genug Menschen waren überzeugt, dass Amerika nicht allen gehörte und nicht alle – amerikanische Ureinwohner, Amerikaner asiatischer und lateinamerikanischer Abstammung, Afroamerikaner – mit den gleichen Rechten geboren werden. Eine Überzeugung, die mithilfe des Gesetzes, der Polizei, der Kapuzen und der Schlinge durchgesetzt wurde.

Das ist es, woran sich die Lunte entzündete. Der Funke, der die Lunte der Wut entzündete, war ein unschuldiges Zusammentreffen, aus dem die furchtbare Anschuldigung wurde, ein Schwarzer Jugendlicher habe eine weiße Jugendliche angegriffen.

Ein Mob aus eintausend Weißen versammelte sich vor dem Gerichtsgebäude, in dem der Schwarze Jugendliche festgehalten wurde, bereit, das zu tun, was damals noch immer vorkam: diesen jungen Mann in jener Nacht zu lynchen. Aber 75 afroamerikanische Männer, unter ihnen Veteranen, kamen, um Wache zu stehen.

Es gab einen Wortwechsel. Dann ein Handgemenge. Dann fielen Schüsse. Die Hölle brach los. Es brach buchstäblich die Hölle los.

Die ganze Nacht bis in die Morgenstunden terrorisierte der Mob Greenwood. Mit Fackeln und Waffen. Schüsse flogen umher. Ein Mob band einen Schwarzen an der Taille an einen Lastwagen und fuhr los, sodass sein Kopf auf die Straße schlug. Eine afroamerikanische Familie wurde ermordet und die Leichen über den Gartenzaun vor ihrem Haus gehängt. Ein älteres Ehepaar kniete vor dem Bett und betete inbrünstig zu Gott, als ihnen von hinten in den Kopf geschossen wurde.

Privatflugzeuge warfen Sprengstoff ab – der erste und einzige inländische Luftangriff dieser Art auf eine amerikanische Stadt, hier in Tulsa.

Acht der beinahe zwei Dutzend Kirchen in Greenwood wurden angezündet, wie die Mt. Vernon A.M.E Zion Church hier gegenüber.

Für Mother Randle fühlte es sich an wie Krieg. Mother Fletcher sagt, dass sie auch heute noch, so viele Jahre danach, überall die Leichen von Schwarzen vor Augen hat.

Der Herausgeber einer Zeitung aus Greenwood, A. J. Smitherman, hat das, was er in dieser Nacht hörte und fühlte, in einem Gedicht ausgedrückt: „Bringt sie um, verbrennt sie, gebt den Takt vor…zeigt ihnen, wo ihr rechter Platz ist. Die Herrschaft des Mordens, Stehlens und Plünderns bestimmte die Nacht.“ Dies sind die Erinnerungen, die er in seinem Gedicht festgehalten hat.

Am 1. Juni vor 100 Jahren verdunkelte um diese Uhrzeit dichter Rauch den Himmel über Tulsa. Rauch, der aus den 35 Häuserblöcken in Greenwood emporstieg, die zuvor in Schutt und Asche gelegt worden waren.

In weniger als 24 Stunden wurden 1.100 Wohnhäuser und Geschäfte der afroamerikanischen Einwohner zerstört. Die Versicherungsunternehmen – viele waren versichert – weigerten sich, die Versicherungsansprüche anzuerkennen. Zehntausend Menschen waren dadurch mittel- und obdachlos und wurden in Internierungslagern untergebracht.

Wie ich heute erfahren habe, wurde ihnen gesagt: „Erzählt bloß niemandem, dass ihr in einem Lager untergebracht wart, sonst kommen wir euch holen.“ Das haben mir die Überlebenden geschildert.

Dennoch wurde niemand aus dem Mob verhaftet. Niemand. Auch die Toten wurden nicht erfasst. Die Behörden vor Ort gingen offiziell von 36 Todesopfern aus. Mehr nicht. 36 Menschen.

Schaut man jedoch auf die Studien, die Akten und Schilderungen, muss man von einer viel höheren Zahl ausgehen, von mehreren Hundert. Unzählige Leichen wurden in Massengräbern verscharrt. Die Familien, die damals über Stunden und Tage um das Schicksal ihrer Lieben bangen mussten, sind nun die Nachkommen, für die es auch nach 100 Jahren keinen Abschluss gibt.

Aber während wir hier miteinander sprechen, wird bereits mit der Exhumierung der namenlosen Gräber begonnen. Und jetzt bitte ich um eine Schweigeminute, im Gedenken an die Väter, Mütter, Schwestern, Söhne und Töchter sowie die Freunde Gottes und Greenwoods. Sie verdienen unsere Anerkennung und unseren Respekt. Mögen ihre Seelen in Frieden ruhen.

[Schweigeminute]

Liebe amerikanische Mitbürgerinnen und Mitbürger, das waren keine Krawalle oder Unruhen. Es war ein Massaker. Eines der furchtbarsten unserer Geschichte, aber nicht das einzige. Viel zu lange wurde es beim Blick in unsere Geschichte vergessen.

Gleich nach dem Massaker gab es Versuche, es aus unserem Gedächtnis zu streichen, aus unserer kollektiven Erinnerung, aus den Nachrichten und aus den Gesprächen im Alltag. Lange Zeit wurde in Tulsa nicht einmal im Schulunterricht darüber gesprochen, geschweige denn in Schulen in anderen Teilen unseres Landes.

Die meisten Menschen wussten nicht, dass vor einem Jahrhundert ein zweiter Ku-Klux-Klan gegründet worden war.

Ich hatte einem Freund von mir, Jon Meacham, geschrieben, als ich mich entschieden hatte, als Präsident die Seele unseres Landes zu heilen. Und er schrieb ganz unabhängig davon ein Buch mit dem Titel „Die Seele Amerikas“. Auf Seite 160 seines Buches gibt es ein Foto, auf dem 30.000 Mitglieder des Ku-Klux-Klans mit ihren vollen Insignien, mit ihren spitzen Kapuzen und Gewändern, zu sehen sind, wie sie entlang der Pennsylvania Avenue in Washington marschieren. Wenn ich mich recht erinnere, gab es damals 37 Abgeordnete des Repräsentantenhauses, die sich offen als Mitglieder des Klans zu erkennen gaben. Im US-Senat gab es, wenn ich mich nicht irre, fünf oder eventuell sieben, ich denke es waren fünf, Senatoren, die ebenfalls ganz offen Mitglieder des Klans waren. Mehrere Gouverneure waren bekanntermaßen Mitglieder des Klans.

Vor 100 Jahren wussten die meisten Menschen nicht, dass der Klan gerade einmal sechs Jahre vor den furchtbaren Verwüstungen hier in Tulsa gegründet worden war. Und Männer wie ich, die katholisch waren, waren einer der Gründe für seine Entstehung. Es ging damals nicht um Afroamerikaner. Es ging darum zu verhindern, dass all die polnischen, irischen, italienischen und osteuropäischen Katholiken, die nach dem Ersten Weltkrieg in die Vereinigten Staaten einwanderten, zu einer Verunreinigung des Christentums führen würden.

Die Flammen der brennenden Kreuze setzten alle Teile unseres Landes in Brand. Millionen weißer Amerikanerinnen und Amerikaner waren Mitglieder im Klan, und sie schämten sich noch nicht einmal dafür, sie waren vielmehr stolz darauf.

Dieser Hass wurde systematisch zu strukturellem Hass und Teil unserer Gesetze und unserer Kultur. Wir tun uns selbst keinen Gefallen damit, wenn wir so tun, als wäre nichts davon geschehen oder als hätte es heute keine Auswirkungen mehr, denn es beeinflusst uns noch immer.

Wir können nicht einfach entscheiden, nur das zu lernen, was wir wissen wollen statt das, was wir wissen sollten. Wir sollten um das Gute, das Schlechte, um alles wissen. Das tun großartige Nationen: Sie setzen sich mit ihren dunklen Seiten auseinander. Und wir sind eine großartige Nation.

Eine gemeinsame Basis können wir nur dann schaffen, wenn wir wirklich wiedergutmachen und wieder aufbauen. Ich bin heute hier, um das Schweigen zu brechen, denn durch Schweigen werden die Wunden nur noch tiefer. Und nur durch Erinnern, so schmerzhaft es auch sein mag, können Wunden heilen. Wir müssen uns nur dazu entscheiden, uns zu erinnern.

Wir erinnern an das, was hier in Tulsa geschehen ist, damit es nicht ausgelöscht werden kann. An diesem geheiligten Ort wissen wir, dass wir den Schmerz und das Trauma nicht ewig unterdrücken können.

Der Zeitpunkt, an dem Rechenschaft abgelegt werden muss, ein Wendepunkt wie der, den wir als Nation gerade erleben, wird kommen.

Was viele Menschen bisher nicht erkannt haben oder erkennen wollten, kann nicht länger ignoriert werden. Es begegnet uns an so vielen Orten.

Und es gibt eine größere Akzeptanz für die Tatsache, dass wir zugelassen haben, dass sich eine verengte, engstirnige Vorstellung vom Versprechen unserer Nation verfestigt – die Vorstellung, dass Amerika ein Nullsummenspiel ist, in dem es nur einen Gewinner geben kann. „Wenn du gewinnst, dann verliere ich. Wenn du vorne liegst, gerate ich ins Hintertreffen. Wenn du eine neue Arbeit findest, dann verliere ich meine.“ Und vielleicht am schlimmsten von allen: „Wenn ich dich klein halte, dann werde ich größer.“, anstatt „Wenn du erfolgreich bist, sind wir alle erfolgreich.“ Wir erleben das hier in Greenwood.

Es geht hier nicht um den Verlust von Leben, sondern einen Verlust von Lebensqualität, Reichtum, Wohlstand und Chancen, der auch heute noch nachhallt.

Mother Flechter sprach davon, dass sie die Schule nur bis zur 4. Klasse besuchen konnte und danach als Dienstmädchen Arbeit auf Werften fand.

Herr Van Ellis hat uns erzählt, dass er sich, auch nachdem er zum Militärdienst eingezogen worden war und für unser Land im Zweiten Weltkrieg gekämpft hatte, bei seiner Heimkehr in einem Amerika der Rassentrennung wiederfand.

Stellen Sie sich vor, wie viele Hotels, Restaurants und Familienunternehmen in den letzten 100 Jahren an zukünftige Generationen hätten weitergegeben werden können. Stellen Sie sich vor, was dies für afroamerikanische Familien in Greenwood bedeutet hätte: finanzielle Sicherheit und Wohlstand für Generationen.

Wenn man wie ich aus einer Arbeiterfamilie der Mittelschicht kommt, dann steht zur Schaffung von Wohlstand meist nur der Weg über ein Eigenheim offen. Stellen Sie sich vor, was die Menschen hier damals geleistet haben und was sie über all die Jahre hätten leisten können. Stellen Sie sich vor, was es für Tulsa insgesamt, einschließlich der weißen Viertel, bedeutet hätte, wenn Greenwood im Norden von Tulsa die letzten einhundert Jahre ein florierendes Viertel gewesen wäre.

Die Menschen in Greenwood haben in den Jahren nach dem Massaker das Viertel zwar wieder aufgebaut, aber es war nicht von Dauer. Letztendlich wurden einige Viertel ausgegrenzt und den Menschen in afroamerikanischen Vierteln in Tulsa dadurch der Weg zum Eigenheim verwehrt. Mitten durch das Herz der Gemeinde wurde ein Highway gebaut. Lisa, ich sprach davon, wie sich der Westen unserer Stadt durch die Interstate 95 entwickelt hat, nachdem wir nach der Ermordung von Dr. King vom Militär besetzt worden waren. Die Gemeinschaft – afroamerikanische Familien und Geschäfte wurden von Arbeitsplätzen und Chancen abgeschnitten. Dauerhaft ungenügende Investitionen durch die Regierung und den Bundesstaat führten dazu, dass Greenwood nicht einmal eine Chance auf Wiederaufbau hatte.

Wir müssen den Mut aufbringen, die Dinge zu ändern, von denen wir wissen, dass wir sie ändern können. Vizepräsidentin Harris und ich konzentrieren uns genau darauf, zusammen mit der gesamten Regierung, einschließlich Marcia Fudge, Ministerin für Wohnungsbau und Stadtentwicklung, die heute ebenfalls hier ist.

Denn wir kündigen heute eine Verstärkung unseres Engagements in zwei Bereichen an, die die Schaffung von Wohlstand für Schwarze unterstützen und der ganzen Gemeinde zugutekommen wird. Erstens: Meine Regierung geht konsequent gegen rassistische Diskriminierung auf dem Wohnungsmarkt vor. Das umfasst die ganze Bandbreite, von der Benachteiligung ganzer Viertel bis zu der traurigen Tatsache, dass Eigenheime, die Afroamerikanern gehören, viel zu oft niedriger bewertet werden als vergleichbare Wohnungen oder Häuser von weißen Familien.

Und ich muss sagen, ich kann das einfach nicht nachvollziehen, Kongressabgeordneter Horsford, sagen Sie es mir gerne, wenn Sie eine Erklärung haben. Wenn man in einem Schwarzen Viertel wohnt und eine bessere Fahrbilanz hat als der Typ auf der anderen Seite der Autobahn in dem vom gleichen Bauunternehmen errichteten weißen Viertel, kann es trotzdem sein, dass man mehr für seine Autoversicherung zahlt.

Es ist erschreckend, dass der Anteil der Afroamerikanerinnen und -amerikaner, die ein Eigenheim besitzen, heute niedriger ist als vor mehr als 50 Jahren, als das Fair Housing Act verabschiedet wurde. Er ist heute niedriger. Das ist unrecht. Und wir sind fest entschlossen, das zu ändern.

Stellen Sie sich nur vor, wie es wäre, wenn Millionen Amerikanerinnen und Amerikanern ein Hauskauf nicht verwehrt bliebe und sie den Wohlstand über Generationen weitergeben könnten, und wir es wären, die ihnen den Kauf eines Eigenheims, den Aufbau von Eigenkapital und die Versorgung ihrer Familien ermöglichten.

Zweitens: Kleine Unternehmen und Geschäfte sind der Motor unserer Volkswirtschaft und der Kitt, der unsere Gemeinden zusammenhält. Ich stehe als Präsident einer Regierung vor, die hunderte Milliarden US-Dollar an Staatsaufträgen vergibt. Aufträge für alles mögliche, von der Sanierung der Flugdecks von Flugzeugträgern über das Anbringen von Geländern in Bundesgebäuden bis zu Dienstleistungen von Fachleuten.

Ich kann das hier nicht im Detail ausführen, denn dafür fehlt uns die Zeit. Ich bin aber fest entschlossen sicherzustellen, dass jeder US-Dollar Steuergeld, den wir ausgeben, an amerikanische Unternehmen und amerikanische Arbeiterinnen und Arbeiter fließt, die amerikanische Produkte herstellen. Und deshalb werde ich den Anteil der Bundesausgaben erhöhen, der an kleinere, benachteiligte Unternehmen und Geschäfte fließt, einschließlich derjenigen, die im Besitz von People of Color sind.

Momentan sind das 10 Prozent, die ich auf 15 Prozent eines jeden von uns ausgegebenen US-Dollars erhöhen werde. Ich habe die Befugnis dazu.

Stellen Sie sich einmal vor, wie es wäre, wenn Millionen Unternehmerinnen und Unternehmern der Zugang zu Kapital und Aufträgen nicht mehr verwehrt würde, und wir ihnen stattdessen die Möglichkeit gäben, ihre wirtschaftlichen Träume zu verwirklichen, Arbeitsplätze zu schaffen und in unsere Gemeinden zu investieren.

Wir wissen, dass junge Schwarze Unternehmerinnen und Unternehmer genauso erfolgreich sein können, wie weiße, wenn sie denn die Gelegenheit dazu bekommen. Aber sie haben keine Anwälte. Sie haben keine Buchhalter. Aber sie haben großartige Ideen.

Zweifelt denn irgendjemand daran, dass unser ganzes Land von den Investitionen dieser Menschen profitieren würde? Das verspreche ich Ihnen, und deshalb habe ich das nationale Programm für kleine Unternehmen und Geschäfte breiter aufgestellt. Sie werden ihre Kredite bekommen.

Anstatt Millionen amerikanischer Kinder auf schlecht ausgestattete Schulen zu schicken, ermöglichen wir es jedem drei oder vierjährigen Kind in die Schule zu gehen. Nicht in die Kita, in die Schule.

In den vergangenen zehn Jahren haben alle großen Universitäten Studien dazu durchgeführt. Sie kommen zu dem Ergebnis, dass sich unabhängig von der Herkunft des Kindes die Wahrscheinlichkeit einer erfolgreichen zwölfjährigen Schullaufbahn, guter Leistungen, einer Chance zu lernen und in der Schule und im Leben zu wachsen, auf 56 Prozent erhöht, wenn das Kind bereits mit drei Jahren eingeschult wird.

Lassen sie uns noch mehr freisetzen – die unglaubliche Kreativität und Innovationskraft, die die traditionell von Schwarzen besuchten Colleges und Universitäten hervorbringen werden. Wir verfügen über ein Programm, das mit fünf Milliarden US-Dollar ausgestattet ist, mit dem sie in Forschungseinrichtungen, Labore und besonders nachgefragte Bereiche investieren können, um in zukunftsträchtigen Branchen wie der Cybersicherheit um gut bezahlte Arbeitsplätze konkurrieren zu können.

Die Studierenden dort sind genauso in der Lage, einen gut bezahlten Arbeitsplatz mit einem Einstiegsgehalt von 90.000 – 100.000 US-Dollar zu finden. Aber es fehlt ihnen an finanziellen Mitteln für diese Labore. Und jetzt raten Sie mal, was wir tun werden? Sie bekommen das Geld für diese Labore.

Sprechen wir also nicht nur über Infrastruktur – darüber, Straßen, Highways und Bürgersteige zu sanieren und Schlaglöcher zu füllen, Straßenlaternen aufzustellen, schnelles Internet zu installieren und Raum zu schaffen, um sicher zu leben, zu arbeiten und zu spielen.

Lassen Sie uns auch für Zugang zum Gesundheitssystem, zu sauberem Wasser, sauberer Luft, zu Supermärkten in der direkten Umgebung – mit frischem Gemüse und Lebensmitteln – sorgen. Das alles liegt in unserer Macht. Gibt es denn irgendeinen Zweifel, dass es unserem ganzen Land mit diesen Investitionen besser ginge? Die Reichen werden auch weiter reich bleiben. Der Mittelschicht wird es besser gehen, allen wird es besser gehen. Es geht um gut bezahlte Arbeitsplätze, finanzielle Stabilität und darum, generationenübergreifend Wohlstand zu schaffen. Es geht um Wirtschaftswachstum in unserem Land, darum, im Wettbewerb gegen die übrige Welt zu bestehen, die uns derzeit den Rang abläuft.

Aber genauso wichtig wie all die Investitionen, die ich angesprochen habe, ja vielleicht sogar am wichtigsten ist das Wahlrecht. Das Recht zu wählen.

Viele Mitglieder des Black Caucus kannten John Lewis besser als ich, aber auch ich kannte ihn. Wie viele andere habe ich ihn auf seinem Sterbebett angerufen, um mit ihm zu sprechen. Aber John wollte viel lieber darüber sprechen, wie es mir ging. Er verstarb etwa 25 Stunden nach unserem Telefonat.
Aber wissen Sie, was er gesagt hat? Er nannte das Recht zu wählen „kostbar“, „nahezu heilig“. Er sagte: „Es ist das mächtigste, gewaltfreie Instrument, das wir in einer demokratischen Gesellschaft haben.“

Dieses heilige Recht wird mit einer so unglaublichen Energie angegriffen, wie ich es noch nicht erlebt habe – obwohl ich meine Laufbahn als Pflichtverteidiger und Anwalt für Bürgerrechte begonnen habe. Es wird mit einer Energie und Aggressivität angegangen, wie wir es schon seit sehr langer Zeit nicht mehr erlebt haben.

Das ist ganz einfach unamerikanisch. Aber es ist leider nichts Neues. Der Glaube daran, dass „wir es überwinden werden“ ist schon lange ein Grundsatz der Bürgerrechtsbewegung. Das kann Ihnen Jesse Jackson besser erklären als jeder andere.

Die Hindernisse, die sich dem Fortschritt in den Weg stellen, sind eine ständige Herausforderung. Wir haben es schon in den Sechzigerjahren des 20. Jahrhunderts erlebt, wobei der momentane Angriff kein bloßes Echo einer längst vergangenen Zeit ist.

Im Jahr 2020 haben wir einen unablässigen Angriff auf das Wahlrecht erlebt: einschränkende Gesetze, Klagen, Drohungen und Einschüchterungen, die Streichung von Wählerinnen und Wählern aus den Registern und mehr. Wir waren fest entschlossen, das alles zu überwinden und das haben wir getan. Bei der letzten Wahl haben – mitten in einer Pandemie – mehr Amerikanerinnen und Amerikaner ihre Stimme abgegeben als je zuvor in der Geschichte der Vereinigten Staaten.

Sie haben Wählerinnen und Wähler registriert. Sie haben sie in die Wahllokale gebracht. Der Rechtsstaat hielt stand. Die Demokratie hat gesiegt. Wir haben es überwunden.

Aber lassen Sie mich heute ganz deutlich werden: Ich habe mich während meiner gesamten beruflichen Laufbahn dafür eingesetzt, und wir werden unsere Anstrengungen steigern, um die Hindernisse erneut zu überwinden.

Ich werde zu einem späteren Zeitpunkt noch genauer auf diesen wirklich beispiellosen Angriff auf unsere Demokratie eingehen, diesen Versuch, unparteiische Wahlleiterinnen und Wahlleiter auszutauschen und diejenigen einzuschüchtern, die mit der Auszählung der Stimmen und der Bekanntgabe der Wahlergebnisse betraut sind.

Aber bezüglich des Wählens selbst möchte ich heute an alle appellieren, die sich in unserem Land dafür stark machen, ihre Anstrengungen zu verdoppeln, Wählerinnen und Wähler zu registrieren und zu informieren.

Der Juni sollte im Kongress zum Monat des Handelns werden. Ich vernehme die vielen Stimmen im Fernsehen, die fragen „Warum packt Biden das nicht an?“. Nun, weil Biden letztendlich über eine Mehrheit von nur vier Stimmen im Repräsentantenhaus und eine Stimmengleichheit im Senat verfügt, wobei zwei Senatsmitglieder häufiger zusammen mit meinen republikanischen Freunden abstimmen.

Aber wir geben nicht auf. Anfang des Jahres hat das Repräsentantenhaus das For the People Act verabschiedet, um unsere Demokratie zu schützen. Der Senat wird sich im Laufe des Monats mit diesem Gesetz befassen, und ich werde unbedingt und mit allen mir zur Verfügung stehenden Mitteln für die Verabschiedung dieses Gesetzes kämpfen.

Das Repräsentantenhaus befasst sich zudem mit dem John Lewis Voting Rights Act, das entscheidend dazu beitragen wird, neue rechtliche Instrumente zu schaffen, um diesen Angriff auf das Wahlrecht abzuwehren.

Um zu verdeutlichen, wie wichtig diese Anstrengungen sind, habe ich Vizepräsidentin Harris gebeten, sie zusätzlich zu ihren vielen anderen Aufgaben zu unterstützen und eine Führungsrolle dabei zu übernehmen.

Mit ihrer Führungskompetenz und Ihrer Unterstützung werden wir auch dies überwinden, das verspreche ich Ihnen. Aber es wird verdammt viel Arbeit werden.

Und zu guter Letzt müssen wir uns dem annehmen, was nach wie vor ein Schandfleck auf der Seele Amerikas ist. Was hier in Greenwood geschah, war ein Akt des Hasses und des inländischen Terrorismus, der sich wie ein roter Faden bis in die Gegenwart zieht.

Sie müssen nur die Augen schließen und an das denken, was Sie vor vier Jahren in Charlottesville gesehen haben. Neonazis, weiße Rassisten, der KKK, der nachts von den Feldern her mit brennenden Fackeln in Virginia aufmarschierte, mit hervorstehenden Adern brüllend. Erinnern Sie sich? Schließen Sie einfach die Augen, und stellen Sie es sich vor.

Mother Flechter sagte, dass es ihr das Herz gebrochen habe, die Bilder der Erstürmung des Kapitols vom 6. Januar zu sehen – dieser Mob aus gewalttätigen weißen Extremisten und Verbrechern. Sie sagte, es habe sie an das erinnert, was vor 100 Jahren hier in Greenwood geschah.

Denken Sie an die vielen Hassverbrechen gegen Amerikanerinnen und Amerikaner asiatischer Abstammung oder jüdischen Glaubens. Das ist Hass, der niemals verschwindet. Das ist Hass, der sich nur versteckt.

Jesse, ich glaube, wir haben darüber gesprochen. Ich dachte, dass wir Fortschritte gemacht hatten, nachdem Sie mit Dr. King das Voting Rights Act und das Civil Rights Act durchgesetzt hatten. Ich dachte, wir hätten enorme Fortschritte gemacht, ich war so stolz darauf, ein kleiner Teil davon gewesen zu sein.

Aber wissen Sie was, Reverend? Mir war nicht bewusst, dass der Hass nie besiegt wird; er versteckt sich nur. Er versteckt sich. Und sobald ihm diejenigen an der Spitze wieder etwas Sauerstoff zuführen, nur ein klein wenig, kriecht er plötzlich unter dem Stein hervor, als würde es wieder passieren, als wäre er nie weg gewesen.

Und deshalb dürfen wir dem Hass keinen Raum geben.

In meiner Rede vor dem US-Kongress habe ich gesagt: Angaben der US-Geheimdienste zufolge geht die größte Terrorgefahr auf amerikanischem Boden von jenen aus, die eine Vorherrschaft der Weißen anstreben. Nicht von der IS-Terrormiliz, nicht von Al Kaida, sondern von weißen Rassisten. Und das sage nicht ich, das sagten die US-Geheimdienste schon unter der Regierung Trump und das sagen sie auch jetzt.

Vor zwei Wochen habe ich das COVID-19 Hate Crimes Act unterzeichnet, das sowohl vom Repräsentantenhaus als auch vom Senat verabschiedet wurde. Meine Regierung wird zudem zeitnah ihre umfassende Strategie zur Bekämpfung von inländischem Terrorismus und Gewalt durch die abscheulichsten Hassverbrechen und andere Arten des Fanatismus veröffentlichen.

Aber ich komme wieder auf das zurück, was ich zu Beginn gesagt habe. Ich möchte Mother Randle, Mother Fletcher, Herrn Van Ellis, den Nachkommen und allen Überlebenden danken. Ich danke Ihnen, dass ich heute etwas Zeit mit Ihnen verbringen durfte. Es war mir eine Ehre. Ich danke Ihnen für Ihren Mut. Ich danke Ihnen für Ihr Engagement. Und ich danke Ihren Kindern, Ihren Enkelkindern, Ihren Nichten und Neffen.

Sie kennenzulernen und von Ihnen zu lernen, ist ein echtes Geschenk. Dr. John Hope Franklin, einer der größten Historiker der Vereinigten Staaten und selbst ein Sohn der Stadt Tulsa – sein Vater hat das Massaker von Greenwood überlebt – sagte einmal: „Was auch immer du tust, tue es mit guten Absichten und in gegenseitigem Respekt und ja, mit Liebe. Wie könnten wir sonst die Vergangenheit überwinden, uns unserer Vorfahren würdig erweisen und mit Zuversicht und Hoffnung in die Zukunft blicken?“

An diesem heiligen und feierlichen Tag begegnet uns diese für Greenwood so typische Mentalität, die auch unsere Nation ausmacht – diese Mentalität gibt mir große Zuversicht und Hoffnung für unsere Zukunft, sie hilft uns dabei, uns von Angesicht zu Angesicht zu erblicken. Diese Mentalität erlaubt es uns, zu erkennen, wer wir sind und wer wir als Menschen und als Nation sein können.

Noch nie habe ich so zuversichtlich in die Zukunft geblickt wie heute. Das meine ich ernst. Und der Grund dafür liegt in der neuen Generation junger Menschen. Es ist die am besten ausgebildete, offenste Generation mit den wenigsten Vorurteilen in der Geschichte unseres Landes.

Und obwohl ich das nicht wissenschaftlich belegen kann, möchte ich doch diejenigen unter Ihnen, die 50 Jahre und älter sind, fragen: Wie oft haben Sie früher Fernsehwerbung mit Paaren gesehen, in denen ein Partner Schwarz und einer weiß war? Das ist kein Witz.

Ich wette mit Ihnen, schalten Sie heute den Fernseher ein und sehen Sie zwei Stunden zu. In dieser Zeit wird es vermutlich um die fünf Werbespots geben, in denen zwei bis drei ein Pärchen zeigen, bei dem ein Partner Schwarz und einer weiß ist. Das ist kein Zufall. Die verkaufen Seife! Das ist kein Witz.

Erinnern Sie sich an den guten alten Pat Caddell? Er pflegte immer zu sagen: „Sie wollen wissen, was in der amerikanischen Kultur vor sich geht? Dann schauen Sie sich Werbung an, denn die wollen verkaufen, was sie haben.“

Ich meine es ganz im Ernst. Wir haben Hoffnung. Aber wir müssen sie unterstützen. Wir müssen ihnen den Rücken stärken, damit sie tun können, was getan werden muss. Denn ich bin mir sicher, niemand von Ihnen wäre heute hier, wenn Ihnen dieses Thema nicht sehr am Herzen liegen würde. Sie sind ganz sicher nicht hier, nur um meiner Rede zuzuhören.

Wirklich. Es ist mir vollkommen ernst. Lassen Sie uns nicht aufgeben. Lassen Sie uns nicht aufgeben.

Wie uns das Sprichwort lehrt: „Die Hoffnung währet ewiglich.“ Ich weiß, wir haben viel über sehr bekannte Menschen gesprochen, aber meine Kolleginnen und Kollegen im Senat haben immer Witze gemacht, weil ich so oft irische Dichter zitiert habe. Sie haben gedacht, ich tue das, weil ich irische Vorfahren habe. Sie dachten, wir hätten Komplexe. Vielleicht ab und zu ein bisschen.

Aber ich habe sie nicht deshalb zitiert, sondern weil sie die besten Dichter der Welt sind. Sie können ruhig lachen, das ist in Ordnung. Aber es stimmt.

In dem Gedicht „The Cure at Troy“ von dem berühmten Dichter Seamus Heaney gibt es eine Strophe, die mir gut zu beschreiben scheint, welchen Aufruf wir an die jungen Menschen heute richten sollten.

Sie lautet: „Die Geschichte lehrt uns, nicht schon im Leben zu hoffen, aber dann, einmal im Laufe eines Lebens, erhebt sich die ersehnte Flutwelle der Gerechtigkeit, und die Hoffnung und der Lauf der Geschichte bewegen sich im Gleichtakt.“

Lassen Sie uns diesen Gleichtakt anstreben. Vielen Dank. 

Originaltext: Remarks by President Biden Commemorating the 100th Anniversary of the Tulsa Race Massacre