125 Jahre Labor Day

Bauarbeiter sitzen 1932 auf einem Tragbalken eines Hochhauses in New York City, des heutigen Rockefeller Plaza. (Foto: Granger)

Anlässlich des Labor Day, der am Montag in den USA begangen wird, blickt dieser Artikel auf die Geschichte der Arbeiterbewegung in den Vereinigten Staaten zurück. Der Artikel erschien am 28. August 2019 auf ShareAmerica, einer Website des US-Außenministeriums.

Der Labor Day am ersten Montag im September läutet in den USA das Ende des Sommers ein, aber in erster Linie werden damit die sozialen und wirtschaftlichen Errungenschaften US-amerikanischer Arbeiterinnen und Arbeiter gewürdigt.

Seit der damalige US-Präsident Grover Cleveland den Labor Day, den amerikanischen Tag der Arbeit, 1894 offiziell zum Feiertag erklärte, ist die amerikanische Arbeitnehmerschaft stärker und vielfältiger geworden. Anlässlich des 125. Jahrestags dieses Feiertags blicken wir auf einige der wichtigsten Momente in seiner Geschichte zurück, die es sich zu feiern lohnt.

Poster mit Streikaufruf (Foto: Universal History Archive/Universal Images Group/Getty Images)
Woolworth-Einzelhandelsmitarbeiterinnen streiken 1937 für bessere Arbeitsbedingungen. (Foto: Universal History Archive/Universal Images Group/Getty Images)

Frauen stehen für Arbeiterrechte ein

Seit dem 19. Jahrhundert sind Frauen eine treibende Kraft im Kampf für bessere Arbeitsbedingungen. 1844 protestierte eine der ersten Frauengewerkschaften, die Lowell Female Labor Reform Association, in Massachusetts gegen lange Arbeitstage in Fabriken.

Schon kurze Zeit später wurde das benachbarte New Hampshire der erste Bundesstaat, in dem der Zehnstundentag als Höchstgrenze für Frauen und Männer gesetzlich festgeschrieben wurde.

Heute umfasst die Arbeitnehmerschaft in den Vereinigten Staaten 76 Millionen Frauen.  Frauen sind in ebenso vielen verschiedenen Berufen wie Männer tätig, von Ärztinnen über Ingenieurinnen bis hin zu Feuerwehrfrauen. Dieses Jahr machen Frauen außerdem erstmals mehr als die Hälfte der Arbeitnehmer mit College-Abschluss aus.

 

Vielfalt, die die Vereinigten Staaten stärkt

A. Philip Randolph vor einer Statue (Foto: AP Images)
A. Philip Randolph, einer der Anführer der US-Arbeiterbewegung, 1963 vor einer Statue Abraham Lincolns im Lincoln Memorial in Washington. (Foto: AP Images)

Einer der ersten, der sich für mehr Vielfalt am Arbeitsplatz einsetzte, war A. Philip Randolph, ein afroamerikanischer Aktivist der Arbeiterbewegung. 1941 kritisierten er und andere, dass so wenige Afroamerikaner bei der US-Regierung und in der amerikanischen Verteidigungsindustrie tätig waren. Das führte dazu, dass Präsident Franklin D. Roosevelt ethnische Diskriminierung in diesen Bereichen per Präsidialerlass verbot.

Heute ist die amerikanische Arbeitnehmerschaft so vielfältig wie nie zuvor. Das ist auch den zahlreichen Regelungen zum Schutz von Arbeitnehmern und des Arbeitsrechts im Allgemeinen zu verdanken. Die Zahl der Afroamerikaner, Amerikaner asiatischer Abstammung und Hispano-Amerikaner unter den Arbeitnehmern soll in den kommenden zehn Jahren weiter beständig ansteigen.

Die harte Arbeit hat sich gelohnt: In den Vereinigten Staaten ist die Arbeitslosenzahl momentan so niedrig wie seit 50 Jahren nicht mehr. „Dank des anhaltenden Zuwachses von Arbeitsplätzen, langfristig niedrigen Arbeitslosenzahlen und steigenden Reallöhnen floriert die Wirtschaft auch weiterhin“, heißt es in einer Erklärung des Weißen Hauses. Da die Vereinigten Staaten die größte Volkswirtschaft der Welt sind, bedeutet eine Stärkung der US-Wirtschaft eine Stärkung von Volkswirtschaften weltweit, wovon kleine und große Länder profitieren.

Originaltext: Labor Day: Honoring the U.S. worker for 125 years