Amerikanisch-japanische Partnerschaft ist Grundstein asiatischer Stabilität

TOKIO – (AD) – Japan und die Vereinigten Staaten müssen auf ihren Erfolgen aufbauen und ihre Partnerschaft stärken, um den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts begegnen zu können, erklärte Präsident Clinton in seiner Rede vor dem japanischen Parlament am 18. April 1996, die wir nachfolgend veröffentlichen.

Madam Speaker, Herr Präsident, Herr Ministerpräsident, meine Damen und Herren,

in diesem großartigen Saal der Demokratie möchte ich zunächst im Namen der amerikanischen Delegation, einschließlich meiner Frau, des Außenministers, des Wirtschaftsministers und aller anderen hier anwesenden Amerikaner dem japanischen Volk, der japanischen Regierung und natürlich dem Kaiser und der Kaiserin für ihre außerordentliche Gastfreundschaft danken, die sie uns bei unserem Besuch in ihrem Land erwiesen haben.

Danken möchte ich auch für die Gelegenheit, zu den Vertretern des japanischen Volkes und durch sie zu allen Japanern, vielleicht insbesondere den jungen Menschen, sprechen zu dürfen.

Ferner möchte ich Ihnen, Madam Speaker, für die Erwähnung der herausragenden Amerikaner danken, die aus meinem Heimatstaat stammen – General McArthur und Senator Fulbright. Ich danke für Ihre Anerkennung der unter Senator Fulbrights Namen durchgeführten Mission. Er verhalf nicht nur vielen Japanern zu einer Ausbildung, sondern verschaffte mir auch einen Job, damit ich meine Universitätsausbildung abschließen konnte. Ohne ihn wäre ich heute tatsächlich nicht hier.

Vor 160 Jahren schickte Japan seine erste diplomatische Delegation in die Vereinigten Staaten. Es war ein bemerkenswertes Jahr für unser Land. Abraham Lincoln wurde von seiner Partei zum Präsidentschaftskandidaten ernannt. Er wurde der erste Präsident seiner Partei und nach Ansicht vieler von uns auch der größte Präsident.

Das war vor langer Zeit, acht Jahre vor dem Beginn Ihrer Meijizeit. Aber manche Dinge ändern sich nicht sehr. In seinem Tagebuch schrieb einer der von Ihrem Land in die Vereinigten Staaten Entsandten über seinen Besuch in unserem Kongreß: „Man brachte uns in eine große Halle, wo die Staatsangelegenheiten besprochen wurden. Einer der Abgeordneten war aufgestanden, schrie mit lauter Stimme und gestikulierte wie wild. Nachdem er sich wieder gesetzt hatte, folgte ein weiterer Abgeordneter und dann wieder ein anderer seinem Beispiel. Als wir fragten, worum es gehe, erklärte man uns, alle Staatsangelegenheiten würden auf diese Weise öffentlich erörtert.“ Nun, heute kann ich Ihnen hoffentlich zumindest zeigen, daß wir Amerikaner einige Fortschritte bei der Art und Weise gemacht haben, in der wir unsere Staatsangelegenheiten erörtern.

Es ist kaum zu glauben, daß es erst 50 Jahre her ist, seit die Vereinigten Staaten und Japan mit dem Aufbau der weltweit wahrscheinlich bemerkenswertesten Partnerschaft für Frieden, Wohlstand und Fortschritt begannen. Heute feiern wir die Ergebnisse. Japan schrieb eine der größten Erfolgsgeschichten, die die Welt je erlebt hat. Sie verwandelten eine geschlossene Gesellschaft in eine offene, lebensfähige Demokratie. Sie gestalteten wirtschaftliche Verwüstung in mächtiges Wachstum und Chancen für Ihre Menschen um. Sie bereicherten das Leben von Millionen, indem sie Technologie für positiven Wandel einsetzten. Sie gaben ein Beispiel für alle in Asien und tatsächlich für die ganze Welt.

Nach dem Zweiten Weltkrieg streckte eine kluge Generation von Amerikanern die Hand der Versöhnung aus, um Ihre außergewöhnliche Evolution zu unterstützen: Zuerst mit einer Sicherheitsgarantie, die Ihnen die Konzentration auf den Wiederaufbau gestattete sowie mit Hilfe, die das Fundament für Wirtschaftswachstum legte. Jetzt sind Japan und die Vereinigten Staaten vollwertige Partner, die durch gemeinsame Werte und eine gemeinsame Vision verbunden sind. Auf der ganzen Welt verdanken wir die Ausbreitung von Demokratie und größere Aussichten auf Frieden und Wohlstand großenteils der Arbeit, die unsere beiden Nationen zusammen leisten.

Heute bitte ich Sie, mit mir auf die nächsten 50 Jahre unserer Partnerschaft zu blicken. Was wird sie bringen, und wie werden wir sie gestalten? Als die beiden größten Volkswirtschaften der Welt und zwei ihrer stärksten Demokratien müssen Japan und die Vereinigten Staaten ein Bündnis für das 21. Jahrhundert schmieden. Ich bin sicher, daß wir durch Zusammenarbeit und die gemeinsame Übernahme einer Führungsrolle die Möglichkeiten nutzen und die Herausforderungen von heute und morgen bewältigen können, unseren eigenen Völkern noch mehr Sicherheit und Wohlstand zu bieten und den Menschen auf der ganzen Welt die Segnungen des Friedens und Fortschritts zukommen zu lassen.

Die Schaffung eines solchen Bündnisses ist nicht einfach und erfolgt nicht automatisch. Ich bin mir der Tatsache bewußt, daß es sowohl in den Vereinigten Staaten als auch in Japan Menschen gibt, die der Ansicht sind, da der Kalte Krieg vorüber und gewonnen sei und da die Vereinigten Staaten und Japan im eigenen Land mit Herausforderungen konfrontiert würden, sollten wir uns von der Welt und voneinander zurückziehen. Bei allem Respekt möchte ich doch sagen, daß diese Ansichten falsch sind.

Denken Sie über die Welt nach, in der wir leben – die Revolution im Informations- und Technologiebereich, von Laptops zu Lasern, von Mikrochirurgie zu Mega-bytes. Diese Revolution hat das menschliche Wissen vergrößert und uns alle einander näher gebracht. Jetzt bewegen sich Informationen und Ideen mit dem Druck einer Taste am Computer über den gesamten Planeten. Sie beinhalten außerordentliche Chancen, Wohlstand zu schaffen, die Umwelt zu schützen, Krankheiten zu verhüten und zu besiegen, sowie die Verständigung zwischen Menschen aus unterschiedlichen Kulturen zu fördern.

Wir wissen aber auch, daß diese größere Offenheit und dieser beschleunigte Wandel ebenfalls bedeuten, daß jenseits unserer Grenzen entstandene Probleme schnell unsere Grenzen durchdringen können – die Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen, die Bedrohung durch organisiertes Verbrechen, Drogenhandel und Terrorismus, Umweltzerstörung und schwere wirtschaftliche Erschütterungen. Und in offenen und flexiblen Gesellschaften wie den unseren können die einheimischen Kräfte der Zerstörung die Freiheiten ausnutzen, die wir alle hochschätzen. Nach dem Saringasanschlag in der Tokioter U-Bahn und dem Bombenanschlag von Oklahoma City wissen die Menschen in Japan und in den Vereinigten Staaten dies nur allzu gut.

Niemand kann sich von diesen Problemen absondern, und keine Nation kann diese Probleme im Alleingang lösen. Um die Chancen des 21. Jahrhunderts zu ergreifen und seine Herausforderungen zu bewältigen, müssen Japan und die Vereinigten Staaten weiterhin Partner sein. Wir müssen unsere Kräfte bündeln und uns denjenigen anschließen, die unsere Überzeugungen teilen.

In den nächsten Jahren werden wir hierzu ausgiebig Gelegenheit haben. In den letzten Jahren haben wir einen guten Anfang gemacht. Natürlich gab es einige Meinungsverschiedenheiten. Welche zwei großen, komplexen Nationen hätten wohl keine Meinungsverschiedenheiten? Das Wichtigste ist, daß wir sie mit Respekt, Geduld und Pragmatismus angegangen sind. Und wir haben so vieles gemeinsam erledigt, daß wir heute mit absolutem Vertrauen sagen können: Die Grundlage für die Zusammenarbeit zwischen den Vereinigten Staaten und Japan ist stärker denn je.

Das Sicherheitsbündnis zwischen unseren beiden Nationen ist der Grundstein der Stabilität in Asien. Wir haben gerade eine erneute Überprüfung unserer Sicherheit abgeschlossen – das Produkt von mehr als einem Jahr harter Arbeit und Studien. Die gestern von Ministerpräsident Hashimoto und mir unterzeichnete gemeinsame Sicherheitserklärung bekräftigt unsere Verpflichtung, die Stärke dieses Bündnisses zu erhalten und es an die Herausforderungen eines neuen Zeitalters anzupassen.

In unserer Erklärung bekräftigt Japan sein grundlegendes Engagement für den japanisch-amerikanischen Sicherheitsrahmen sowie zur Unterstützung moderner Selbstverteidigungskräfte. Um die Sicherheit und Stabilität der Region zu gewährleisten, werden die Vereinigten Staaten mit Unterstützung Ihrer Nation 100.000 Soldaten in Ostasien stationiert lassen, einschließlich einer starken Präsenz in Japan ungefähr auf dem derzeitigen Niveau. Und wir werden unsere Bestrebungen zur Bewältigung neuer Sicherheitsherausforderungen stärker koordinieren – von der Eindämmung der Weiterverbreitung von Massenvernichtungswaffen bis zur Stärkung regionaler und internationaler Sicherheitszusammenarbeit, von der Eindämmung des Terrorismus bis zur Förderung des Friedens.

Kürzlich wurde die Gastfreundschaft des japanischen Volkes gegenüber unseren Truppen in Okinawa auf eine schreckliche Probe gestellt. Das amerikanische Volk bedauert zutiefst den entsetzlichen Gewaltakt gegenüber einem japanischen Schulmädchen. Wir fühlen mit ihr, ihrer Familie und ihren Lieben sowie mit der gesamten Gemeinde von Okinawa. Wir sind dankbar, daß der Gerechtigkeit Genüge getan wurde.

In den Monaten nach diesem Vorfall haben wir mit der japanischen Regierung zusammengearbeitet, um die Belastung für das japanische Volk durch unsere militärische Präsenz so gering wie möglich zu halten. Der diese Woche bekanntgegebene gemeinsame Aktionsplan fordert die Konsolidierung unserer Militärstützpunkte in Okinawa sowie die Beseitigung der Unannehmlichkeiten wie Lärm, Ausbildungstätigkeit und Manöver für die dort lebenden Menschen. Diese Schritte werden die durch unsere Militärstützpunkte entstehende Last verringern, ohne unsere gegenseitige Verteidigungsfähigkeit oder unser Engagement für die Wahrung des Friedens im pazifischen Raum zu schmälern.

Ich möchte nochmals betonen, wie sehr ich den Ministerpräsidenten und seine Regierung zu schätzen weiß sowie die Chance, die den Vereinigten Staaten geboten wurde, etwas zu tun, was sie wahrscheinlich schon vor einiger Zeit hätten tun sollen. Ich danke Ihnen dafür.

Unsere beiden Nationen sind sich bewußt, daß der Frieden seinen Preis hat. Dieser Preis ist jedoch sehr viel niedriger als die Kosten dafür, den Frieden aufs Spiel zu setzen. Überlegen Sie, was geschehen könnte, wenn sich die Vereinigten Staaten vollständig aus dieser Region zurückziehen würden. Das könnte ein kostenintensives Wettrüsten auslösen, das Nordostasien destabilisieren würde. Es könnte uns daran hindern, bei der Aufrechterhaltung der Sicherheit in einem Teil der Welt zusammenzuarbeiten, der im 20. Jahrhundert genug durch Weltkriege und regionale Konflikte gelitten hat, und der sich jetzt inmitten eines tiefgreifenden Wandels befindet. Es könnte unsere Macht zur Abschreckung von Staaten wie Nordkorea schwächen, die immer noch den Frieden bedrohen sowie zur Inangriffnahme drängender Probleme wie Terrorismus, organisiertes Verbrechen und Drogenhandel.

Insbesondere an die jungen Menschen hier in Japan und zu Hause in Amerika gewandt, die die Leitung der Geschicke unserer Nationen erben werden, möchte ich sagen: Einige in meinem Land glauben, vornehmlich Japan profitiere von unserem Sicherheitsbündnis, und einige in Japan glauben zweifelsohne, hauptsächlich die Vereinigten Staaten profitierten von unserem Sicherheitsbündnis. Die Wahrheit ist, unsere beiden Länder, die gesamte Region und die Welt profitieren von unserem Sicherheitsbündnis.

An die jungen Menschen gewandt sage ich daher: Dieses Bündnis ist unsere Verpflichtung zu Eurer Freiheit und Eurer Zukunft. Und was für eine außergewöhnliche Zukunft das sein kann. Die Volkswirtschaften der asiatisch-pazifischen Region sind die dynamischsten der Welt und machen bereits ein Viertel der Weltproduktion aus. Sie wachsen jeden Tag, verbessern das Leben Ihrer Völker und schaffen immer weiter expandierende Märkte für andere, die wettbewerbsfähige Produkte herstellen und Dienstleistungen anbieten.

Viele dieser Produkte und Dienstleistungen sind natürlich amerikanisch. Über 50 Prozent des Handels der Vereinigten Staaten wird bereits mit den Nationen am Pazifik abgewickelt, wodurch drei Millionen guter amerikanischer Arbeitsplätze gesichert sind. Die Wirtschaft und der Tourismus expandieren rasch und werden dies auch in Zukunft tun. Und um nur ein Beispiel des außergewöhnlichen Potentials der Region für das nächste Jahrzehnt zu nennen: Ostasien beabsichtigt, allein für Infrastrukturprojekte 1 Billion US-Dollar auszugeben.

In meinem Land gibt es mehr als 7 Millionen Einwohner, die ihre Wurzeln nach Asien und fünf an den Pazifischen Ozean angrenzende Staaten zurückverfolgen. Sie möchten an diesen vielversprechenden Aussichten teilhaben und sie weiter verbessern. Aus diesem Grund haben wir vor drei Jahren das Gipfeltreffen des Forums für asiatisch-pazifische wirtschaftliche Zusammenarbeit (Asia-Pacific Economic Cooperation – APEC) in Seattle anberaumt.

Unter der Führung Japans haben wir dort begonnen, einer außerordentlich vielfältigen Region eine gemeinsame Identität und eine Zielsetzung zu geben – einer Staatengemeinschaft, die sich freiem Handel und Investitionen, dem Abbau von Handelsschranken und dem Bau stärkerer Brücken der Zusammenarbeit zwischen unseren Völkern verpflichtet hat.

Als die führenden Wirtschaftsmächte der Welt müssen Japan und die Vereinigten Staaten von ihrem gemeinsamen Engagement, freien Handel in die asiatisch-pazifische Region zu bringen, bis zu unseren Bestrebungen zur Verbesserung unserer Wirtschaftsbeziehungen mit gutem Beispiel vorangehen – was wir auch tun.

Vor drei Jahren verabschiedeten unsere beiden Nationen ein Rahmenabkommen, um unseren wirtschaftlichen Dialog besser zu strukturieren und Märkte hier in Japan zu öffnen. Seit damals haben wir 21 separate Handelsabkommen abgeschlossen, die für die Menschen auf beiden Seiten des Pazifiks etwas bewirken. Die von diesen Abkommen abgedeckten Sektoren – von Autoteilen bis zu medizinischen Gütern – konnten einen Zuwachs ihrer Verkäufe nach Japan um rund 85 Prozent beobachten, was einer mehr als doppelt so schnellen Steigerung als bei Exporten in anderen Sektoren entspricht.

Für die Amerikaner bedeuten diese Exporte natürlich mehr Arbeitsplätze und bessere Bezahlung. Für die Japaner bedeutet die Tatsache, daß diese amerikanischen Waren und Dienstleistungen zugunsten der japanischen Verbraucher Wettbewerb schaffen, eine größere Auswahl zu niedrigeren Preisen. Ihr Keidanren prognostiziert, daß die Verbraucherpreise dank der Deregulierung bis zum Jahr 2000 um 20 Prozent fallen werden. Um ein Beispiel anzuführen: Da die Zellularfunkgesellschaften hier jetzt freien Wettbewerb haben, sind die Einrichtungs- und weiteren Gebühren in der Region Tokio bereits um ein Drittel gesunken.

Natürlich sind unsere Handelsbeziehungen nicht völlig frei von Spannungen. Es muß mehr Arbeit geleistet werden, um die von uns erzielten Abkommen vollständig umzusetzen und uns mit anderen Fragen zu befassen. Der wichtige Teil ist jedoch, daß wir nach Jahren der Frustration auf beiden Seiten zum ersten Mal tatsächlich einen Weg zur Beilegung unserer Meinungsverschiedenheiten gefunden haben.

Über die Bewahrung der Sicherheit und den Aufbau einer Zukunft mit freien Märkten hinaus gibt es weitere Aufgaben, zu deren Übernahme sich Japan und die Vereinigten Staaten aufgrund ihrer Position in der Welt von heute entschlossen haben: Aufgaben, die wir auf eine gemeinsame Tagesordnung gesetzt haben, die die Segnungen des Friedens, der Demokratie und der Rechte für andere mit sich bringen, unsere gemeinsame Umwelt schützen sowie die Früchte von Wissenschaft und Technologie zum Nutzen aller ernten.

Gemeinsam haben unsere Nationen eine einzigartige Chance, den Menschen auf der ganzen Welt behilflich zu sein, zu lernen, ihre Arbeitsweise zu ändern und in der Tat ihren Lebensstil umzugestalten. Wir müssen diese Chance ergreifen, weil es auch unsere Verantwortung ist. Die Vereinigten Staaten sind sehr dankbar, daß Japan zunehmend die Verantwortung einer Führungsrolle übernimmt, die sich aus seinem Stand als großartige Nation ergibt.

Von Friedenssicherern in Kambodscha bis zu Minenräumern am Persischen Golf – Japan ist dabei. Von finanzieller und politischer Unterstützung für den Nahostfriedensprozeß bis zu dem Wiederaufbaupaket in Höhe von 500 Millionen Dollar, das Sie gerade für Bosnien bekanntgegeben haben – Japan ist dabei.

Die Menschen in Bosnien und die gesamte internationale Staatengemeinschaft sind dankbar für diese außerordentlichen Anstrengungen Ihrerseits. Von dem Ziel, Polio bis zum Jahr 2000 auszurotten, bis zum Sondieren besserer Reaktionsmöglichkeiten auf Naturkatastrophen wie Erdbeben – auch hier führt Japan den Weg bereits an. Vom Umweltschutz bis zur Erforschung des Alls – Japan ist dabei. Dank Ihres Engagements für diese Art von Führungsrolle geht es uns allen besser.

An das japanische Volk gewandt, dessen in der Vergangenheit bewiesener Stolz ebenso groß ist wie seine Konzentration auf die Zukunft, sage ich: Stehen Sie zu dieser Verpflichtung zu einer Führungsrolle – machen Sie sie noch stärker. Wir sind in den vergangenen 50 Jahren so weit gekommen. Von der Verschwendung des Krieges zum Wohlstand des Friedens, von Konflikt zu Zusammenarbeit und Wettbewerb, von Mißtrauen zu Partnerschaft.

Unsere Generation hat die heilige Pflicht, die nächsten 50 Jahre noch besser für alle unsere Menschen zu machen. In dieser Zeit bemerkenswerter Chancen bin ich absolut zuversichtlich, daß wir Erfolg haben werden, wenn wir weiterhin eine Führungsrolle übernehmen und als Verbündete, Partner und Freunde zusammenarbeiten.

Ich danke Ihnen.