Nach dem Amoklauf an einer Schule in Parkland

Anlässlich des Amoklaufs an einer High School in Parkland (Florida), gab Präsident Trump am 15. Februar 2018 folgende Erklärung ab:

Meine lieben amerikanischen Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich spreche heute zu einer Nation in Trauer. Gestern wurde eine Schule mit unschuldigen Kindern und liebevollen Lehrerinnen und Lehrern zum Schauplatz von schrecklicher Gewalt, unvorstellbarem Hass und furchtbarer Grausamkeit.

Gegen 14.30 Uhr gestern Nachmittag erreichten die Polizei Berichte über Schüsse an der Marjory Stoneman Douglas High School in Parkland (Florida) – eine großartige und sichere Gemeinde. Der Schütze, der sich inzwischen in Gewahrsam befindet, eröffnete dort das Feuer auf wehrlose Schüler und Lehrer. Er tötete 17 Menschen und verletzte mindestens 14 weitere schwer.

Mit schwerem Herzen betet unsere gesamte Nation für die Opfer und ihre Angehörigen. Allen Eltern, Lehrern und Kindern, die zutiefst getroffen sind, sagen wir: Wir sind für euch da. Was ihr auch benötigt, wir werden alles in unserer Macht Stehende tun, um Ihren Schmerz zu lindern. Wir kommen als eine amerikanische Familie zusammen, und Ihr Leid ist auch unser Leid.

Kein Kind, kein Lehrer sollte je in einer amerikanischen Schule in Gefahr sein. Eltern sollten niemals Angst um ihre Söhne und Töchter haben, wenn sie sie morgens mit einem Kuss in die Schule verabschieden.

Jeder Einzelne, der uns gestern genommen wurde, hatte ein ganzes Leben vor sich – ein Leben voll außerordentlicher Schönheit, grenzenlosem Potenzial und unbegrenzten Verheißungen. Sie alle hatten Träume, die sie verwirklichen wollten, Liebe, die sie anderen geben und Fähigkeiten, die sie mit anderen teilen wollten. Sie alle hatten eine Familie, der sie alles auf der Welt bedeuteten.

Heute trauern wir um all jene, die ihr Leben verloren haben. Wir spenden den Trauernden und Verletzten Trost. Und wir fühlen mit der gesamten Gemeinde in Parkland, die unter Schock steht, die leidet und nach Antworten sucht.

Der Polizei, den Ersthelfern und den Lehrerinnen und Lehrern, die angesichts der Gefahr so mutig reagierten, möchte ich sagen: Wir danken Ihnen für Ihre Tapferkeit. Kurz nach dem Amoklauf habe ich mit Gouverneur Scott gesprochen, um den Menschen in Florida unser tiefstes Mitgefühl auszusprechen und anzubieten, überall zu helfen, wo wir können. Ich habe ebenfalls mit der Justizministerin Floridas, Pam Bondi, und dem County Sheriff von Broward, Scott Israel, gesprochen.

Ich werde nach Parkland reisen, um die Familien und Vertreter der Gemeinde zu treffen und die Maßnahmen auf Bundesebene weiterhin zu koordinieren.

In diesen Momenten des Schmerzes und der Dunkelheit halten wir uns an Gottes Worte in der Bibel: „Ich habe dein Gebet gehört und deine Tränen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen.“

Wir vertrauen auf dieses Versprechen und stützen unsere Mitbürgerinnen und Mitbürger in dieser Zeit der Trauer.

Ich möchte mich nun direkt an die Kinder in unserem Land wenden, besonders an diejenigen, die sich verloren, allein gelassen, durcheinander oder sogar verängstigt fühlen. Ich möchte, dass ihr wisst, dass ihr nie allein seid und es nie sein werdet. Es gibt Menschen in eurer Nähe, die sich um euch sorgen, die euch lieben und die alles tun werden, um euch zu beschützen. Wenn ihr Hilfe braucht, wendet euch an einen Lehrer, ein Familienmitglied, einen Polizisten oder einen Geistlichen. Begegnet Hass mit Liebe. Begegnet Grausamkeit mit Freundlichkeit.

Wir müssen auch zusammenarbeiten, um in unserem Land eine Kultur zu schaffen, die die Würde des Lebens achtet, die tiefe und bedeutsame persönliche Verbindungen schafft, so dass aus Klassenkameraden und Kollegen Freunde und Nachbarn werden.

Unsere Regierung arbeitet eng mit den örtlichen Behörden zusammen, um diesen Amoklauf genau zu untersuchen und im Rahmen unserer Möglichkeiten alles zu ermitteln. Wir sind entschlossen, auf lokaler und auf Bundesebene mit den Behörden zusammenzuarbeiten, um unsere Schulen sicherer zu machen und das schwierige Thema psychischer Erkrankungen anzugehen.

Ende des Monats werde ich mich mit den Gouverneuren und Justizministern aller Bundesstaaten zu Gesprächen treffen, bei denen es vordringlich um die Sicherheit an unseren Schulen und die Sicherheit unserer Kinder gehen wird. Es reicht nicht, einfach Maßnahmen zu ergreifen, die uns das Gefühl geben, etwas bewirkt zu haben. Wir müssen auch wirklich etwas bewegen.

Der Zusammenhalt in der Familie, im Glauben, in der Gemeinschaft und in unserem Land gibt uns in tragischen Zeiten Halt. Dieser Zusammenhalt ist stärker als die Macht des Hasses und des Bösen, und dieser Zusammenhalt wird noch stärker, wenn wir ihn am meisten brauchen.

Und deshalb umarmen wir unsere Lieben immer, aber besonders am heutigen Tage, und beten für Genesung und Frieden. Lassen Sie uns als eine Nation zusammenkommen, die Tränen trocknen und eine viel bessere Zukunft schaffen.

Danke. Möge Gott Sie alle segnen. Vielen herzlichen Dank.

Originaltext: President Trump on the Shooting in Parkland, Florida