Ansprache des US-Botschafters zum Tag der Deutschen Einheit

GOTHA – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede des US-Botschafters in Deutschland, Philip D. Murphy, die er anlässlich des Tages der Deutschen Einheit am 03. Oktober 2011 gehalten hat.

Frau Ministerpräsidentin,
Herr Oberbürgermeister,
Frau Landesbischöfin,
meine Damen und Herren,

es ist mir eine Freude und eine Ehre, heute mit Ihnen den Tag der deutschen Einheit zu feiern. Der Fall der Berliner Mauer und die Wiedervereinigung Deutschlands vor 21 Jahren stehen für einen unerschütterlichen Drang nach Freiheit, der zum Vorbild für Menschen überall auf der Welt geworden ist. Am 3.Oktober 1990 begannen die Menschen hier mit dem Aufbau eines geeinten Deutschlands. Kaum zwei Wochen später wurde das Bundesland Thüringen neu gebildet. Heute feiern wir diese historischen Ereignisse und auch die Errungenschaften der vergangenen 21 Jahre. Nichts davon war selbstverständlich – weder der Fall der Mauer noch die deutsche Wiedervereinigung oder die Rolle, die das geeinte und freie Deutschland in der Welt übernommen hat. Diese Errungenschaften sind ein Denkmal für all jene, die sich seit Generationen für die Verwirklichung dieser stolzen Ziele eingesetzt haben. Wie US-Außenministerin Hillary Clinton 2009 am Brandenburger Tor anlässlich des 20. Jahrestages des Mauerfalls sagte, stellen diese Leistungen einen enormen Sieg des menschlichen Herzens und der menschlichen Seele dar.

Unsere neue Botschaft in Berlin befindet sich heute am Pariser Platz, nur wenige Meter vom Brandenburger Tor entfernt. Während der langen Jahre des Kalten Krieges, gehörte der Pariser Platz zum „Niemandsland“, durch das die Mauer verlief, die die beiden deutschen Staaten in Ost und West teilte. Die Tatsache, dass wir heute im Zentrum der Hauptstadt eines geeinten Deutschlands vertreten sind, erfüllt die Herzen der Amerikaner mit Stolz.

Wir sind stolz.

Wir sind stolz, wenn wir an die Meilensteine unserer Geschichte zurückdenken. Aber wir sind auch stolz, wenn wir an das vielversprechende Potenzial unserer Zukunft denken. Im vergangenen Monat habe ich einen anderen historischen Jahrestag gefeiert, einen der Meilensteine in der gemeinsamen Geschichte der Beziehungen unserer Länder. Im September 1946 reiste der damalige US-Außenminister James Byrnes mit dem Zug quer durch Deutschland, von Berlin nach Stuttgart, wo er eine Rede hielt, die später als „Rede der Hoffnung“ bekannt wurde. Allen war bewusst, dass das Ende des Krieges eine neue Art von Tyrannei über den Osten Deutschlands gebracht hatte. Präsident Truman war es wichtig, damals die Sorgen all derer in Europa anzusprechen, die versuchten, sich nach einem der verheerendsten Kriege der Menschheitsgeschichte ein neues Leben aufzubauen. Teil dieser neuen Realität in der Nachkriegswelt war der Eiserne Vorhang, der sich über Europa legte. In Deutschland trennte er Familien voneinander, trennte Flüchtlinge von ihrer Heimat, durchtrennte jahrhundertealte Handelswege und nahm den Menschen die Märkte und der Industrie die Rohstoffe. Er war wie eine widernatürliche Barriere, die sich mitten durch Europa zog und unglaubliches persönliches Leid über die Menschen brachte. Er unterbrach den wirtschaftlichen Wiederaufbau und die kulturellen, intellektuellen und menschlichen Kontakte, die für Wohlstand und weltweiten Frieden unerlässlich sind.

Es war eindeutig, dass die Welt nach 1945 nicht dort weitermachen konnte, wie sie vor dem Zweiten Weltkrieg aufgehört hatte. Es gab keine andere Wahl: Es musste etwas Neues aufgebaut werden.

In seiner Rede in Stuttgart brachte Außenminister Byrnes zum Ausdruck, dass Partnerschaft und Zusammenarbeit mit Deutschland für die Vereinigten Staaten keine Option sind, sondern eine Tatsache.

Die Vereinigten Staaten waren seit den frühesten Tagen ihrer Geschichte eng mit Deutschland verbunden.

Wir sprechen vielleicht nicht mehr alle so gut Deutsch, aber mehr als 60 Millionen Amerikaner haben deutsche Vorfahren. Am 6. Oktober feiern wir jedes Jahr am Deutsch-Amerikanischen Tag eben dieses deutsche Erbe und den Beitrag, den Deutsche zu unserem Land geleistet haben.

Wenn wir auf die vergangenen 65 Jahre zurückblicken, wird klar, dass unsere Länder beide eine wichtige Rolle beim Aufbau neuer Beziehungen miteinander und mit anderen Ländern auf der Welt gespielt haben. Von den Vereinigten Staaten kamen die Vision, die Ressourcen und die Entschlossenheit, sich weiter für die neue atlantische Gemeinschaft zu engagieren, die aus den Ruinen des alten europäischen Gleichgewichts hervorgegangen war. Deutschland brachte Energie, Mut und die Vision einer Demokratie in Deutschland und Europa mit ein – eine Vision, die vor 21 Jahren verwirklicht werden konnte. Die Vereinigten Staaten haben natürlich enge, auf Zusammenarbeit gründende Verbindungen mit vielen Bündnispartnern in Europa. Aber es war Deutschland, mit dem wir die Welt nach dem Krieg neu definiert und aufgebaut haben.

Während des Kalten Krieges lehrten uns unsere Erfahrungen auf der Suche nach Antworten auf die Probleme der Konfrontation, wie wir gemeinsam Lösungen finden können. Dieser Geist der Zusammenarbeit hat alle Bereiche unserer wirtschaftlichen, politischen und kulturellen Bande beeinflusst. Die Intensität und die Tiefe dieser Verbindungen, die nach dem Zweiten Weltkrieg so gewissenhaft wiederaufgebaut wurden, waren einfach erstaunlich. Und vor 21 Jahren konnten wir auf diesem Geist der Zusammenarbeit und der Tiefe dieser Beziehungen aufbauen, als zu den elf alten Bundesländern der Bundesrepublik Deutschland fünf neue hinzukamen.

Es war damals natürlich nicht möglich, dieses neue Kapitel unserer Geschichte genauso zu schreiben. Seit 1945 sind Hunderttausende US-Soldaten in Deutschland stationiert gewesen. Sie gehörten nicht nur zur westdeutschen Verteidigung, sondern schufen Arbeitsplätze und stärkten die wirtschaftliche Grundlage der Kommunen, in denen sie lebten. Durch ihre Präsenz wurden die Bürger unserer Länder einander aber auch auf zwischenmenschlicher Ebene näher gebracht. Viele Soldaten waren in ihren Gastgemeinden aktiv und legten den Grundstein für lebenslange Freundschaften. Sie gaben den Vereinigten Staaten ein menschliches Gesicht.

Hier, in dem Teil Deutschlands, in dem wir uns heute befinden, war alles ganz anders. Obwohl die Rede von Außenminister Byrnes in allen Sektoren des besetzten Deutschlands ausgestrahlt wurde, hatte sie in der sowjetischen Zone nicht dieselbe Wirkung. Für die Menschen in Ostdeutschland war sie kein Hoffnungsschimmer. Das wurde zwei Jahre darauf sehr deutlich, als ihnen die Hilfsleistungen aus dem Marshall-Plan verwehrt wurden. Die wirtschaftliche Entwicklung unterlag strengen Kontrollen und zentralistischer Führung. Was den kulturellen, intellektuellen und menschlichen Austausch anging, so gab es in Ostdeutschland nur sehr wenige Amerikaner, denen im Allgemeinen mit Argwohn und Feindseligkeit begegnet wurde – zumindest durch das Regime.

In den Achtzigerjahren haben einige meiner Kollegen ihre diplomatische Laufbahn in unserer Botschaft in Ostberlin begonnen. Ein wichtiger Bestandteil der Arbeit dort war es, herauszugehen, den Kontakt mit den Menschen zu suchen und den Zweifeln und Ängsten zu begegnen, die sie – aus welchen Gründen auch immer – hatten. Mitte der Achtzigerjahre wurde ein offizielles akademisches Fulbright-Austauschprogramm ins Leben gerufen. Unsere Mitarbeiter nahmen auch an Zusammenkünften in Kirchen, an Aufführungen in Theatern und an anderen Orten teil. Sie spürten, dass sich etwas änderte. Es wäre aber dennoch eher unwahrscheinlich gewesen, dass der letzte US-Botschafter in der DDR, Richard Barkley, eingeladen worden wäre, eine Rede bei einer großen, öffentlichen Veranstaltung wie heute zu halten. Aber er reiste so viel wie möglich und verstand – so gut, wie es unter den Umständen damals möglich war –, was vor sich ging. Er und seine Mitarbeiter bereiteten den Weg für die Wiedereröffnung unseres Generalkonsulats in Leipzig am 30. Juni 1992, das von den Nationalsozialisten im Juli 1941 geschlossen worden war.

Botschafter Barkley war überzeugt, dass Ostdeutschland genauso wie Westdeutschland eines Tages zu einem wirtschaftlichen Motor werden könnte. Zusätzlich zu den vielen kulturellen, bildungspolitischen, politischen und wirtschaftlichen Programmen, an denen unser Konsulat in Leipzig beteiligt ist – derzeit unter Leitung von Generalkonsul Mark Powell, der im vergangenen Monat seine Amtsgeschäfte aufnahm – zeigen US-Unternehmen auch in den neuen Bundesländern eine starke Präsenz. Auf der Suche nach wirtschaftlichen Chancen, von denen beide Volkswirtschaften profitieren würden, haben sie nach der Wiedervereinigung schnell auf diese Regionen gesetzt. In Thüringen schaffen US-Unternehmen wie Opel, Truck-Lite, Avery Dennison und Borg Warner Tausende Arbeitsplätze. Heute wird jeder zehnte Arbeitsplatz in diesem Bundesland von einem amerikanischen Unternehmen bereitgestellt. Mit 66 vertretenen Firmen und Investitionen von über 1,6 Milliarden Euro sind die Vereinigten Staaten der größte ausländische Investor in Thüringen. Sie sind darüber hinaus auch der größte Handelspartner Thüringens außerhalb der EU. Dies sind beeindruckende Statistiken, aber wir können uns keinen Stillstand leisten.

Ministerpräsidentin Lieberknecht, ich weiß, dass Thüringen nicht stillsteht. Wie ich gehört habe, waren Sie kürzlich in den Vereinigten Staaten, um die Bedeutung unserer gegenseitigen Handelsbeziehungen, unserer Investitionen und unserer Zukunftschancen hervorzuheben. Ich war erfreut zu hören, dass Ihre Delegation aus Vertretern unterschiedlicher Bereiche bestand – Politiker, Unternehmer und Vertreter der Kirche. Ein derartiger Austausch fördert Innovation. Ob man nun in Thüringen oder in New Jersey lebt, wo ich in den Vereinigten Staaten zuhause bin: Innovationen sind nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance. Wie aber können wir unsere Bürger auf Arbeitsplätze vorbereiten, die noch gar nicht geschaffen sind, um mit Technologien zu arbeiten, die es noch gar nicht gibt, damit Probleme gelöst werden können, die für uns jetzt noch gar keine Probleme darstellen. Wir können es uns also auch nicht leisten, in anderen Bereichen stillzustehen.

Der Fall der Berliner Mauer und die deutsche Wiedervereinigung haben die Landschaft in Europa und den Lauf der Dinge in der Welt verändert. Deutschland befindet sich nun im Herzen eines freien, friedlichen, erfolgreichen und geeinten Europas.

Aber wie ich bereits sagte: Diese zwei enormen Errungenschaften waren nicht selbstverständlich. Im Januar 1989 war die kommunistische Führung Ostdeutschlands davon überzeugt, dass die Mauer noch in 50 oder sogar 100 Jahren stehen würde. Die Geschichte hätte auch einen anderen Lauf nehmen können. Und in einigen Teilen der Welt tat sie das auch.

21 Jahre später erinnern wir uns an diese beiden Errungenschaften und feiern sie. Es sind Errungenschaften, die mit einer ungeheuren Verantwortung und dem Aufruf zum Handeln einhergehen, die Prinzipien voranzubringen, die hier in Deutschland verteidigt wurden. Noch immer werden Millionen Menschen auf der ganzen Welt unterdrückt, die nicht in der Lage sind, ihr Schicksal in die eigenen Hände zu nehmen.

Es gibt Millionen Menschen, denen es so ging, wie Bundeskanzlerin Angela Merkel: „Ich habe gelitten darunter,” sagte sie, „dass man niemals an die Grenzen seiner Möglichkeiten gehen konnte, weil immer der Staat davor war.”

Die Frage, die wir also niemals vergessen sollten, lautet: Wie setzen wir dieses Geschenk der Freiheit, diese Allianz der Werte, dieses Bekenntnis zu einer besseren Zukunft so um, dass es den heutigen Angriffen auf die Freiheit standhält?

Zusammen mit ihren anderen Verbündeten in der transatlantischen Gemeinschaft gehen die Vereinigten Staaten und Deutschland diese Herausforderungen gemeinsam an. Wir sind nicht nur durch die Geschichte miteinander verbunden, sondern auch durch unsere Interessen und Werte. In anderen Teilen der Welt gibt es Menschen, die Veränderung durch Diskussionen, durch Debatten, durch friedliche Proteste und praktische Politik erreichen wollen. Was haben wir aus der „friedlichen Revolution“ in der DDR für den arabischen Frühling gelernt? Wie können die Vereinigten Staaten, Deutschland und ihre Partner diese Bestrebungen unterstützen? Und wie können wir allgemein, als Einzelne und als Nationen, den Respekt füreinander fördern und uns gegen Engstirnigkeit, Intoleranz und Vorurteile stellen?

Ministerpräsidentin Lieberknecht, Papst Benedikt XVI. hat während seines historischen Besuches hier in Ihrem Bundesland im vergangenen Monat noch einmal an diesen Aufruf zum Handeln erinnert. “Wir alle sind davon überzeugt,” sagte er, “daß die neue Freiheit geholfen hat, dem Menschen größere Würde und vielfältige neue Möglichkeiten zu eröffnen.”

Es war mir eine Ehre, im vergangenen Monat am Gottesdienst des Papstes in Erfurt teilzunehmen. Diese Erfahrung hat mich in meiner Überzeugung bestärkt, dass es in der Tat die Aufgabe eines jeden Menschen mit Gewissen ist, aufzustehen und sich zu äußern, wenn er glaubt, dass eine Religion pervertiert, missbraucht oder ausgenutzt wird. Wir tragen als Einzelne die Verantwortung für unsere Taten und Worte. Als Nation tragen wir die gleiche Verantwortung. Damit mehr Menschen in Freiheit leben können, dürfen wir nicht hinnehmen, dass sie, die Freiheit, nicht für alle Menschen gilt.  Wir dürfen nicht zulassen, dass Unterdrückung diese Denkweise ersetzt.

Wie auch in der Vergangenheit wissen wir jetzt, dass die Arbeit, die vor uns liegt, nicht schnell erledigt und sicherlich nicht einfach sein wird. In der Vergangenheit gab es Zeiten – und es wird sie auch in Zukunft geben –, in denen wir uns nicht über die zu ergreifenden Schritte einig waren, um die vor uns liegenden Herausforderungen anzugehen. Aber wir dürfen unsere Zukunft nicht aus den Händen geben. Wir dürfen niemals aufhören, die Prinzipien und die Opfer jener zu bekräftigen, die uns geholfen haben den Meilenstein zu erreichen, dessen wir heute gedenken.

Die Werte und Ziele, die unsere beiden Länder einen, basieren letztendlich alle auf der Achtung für die Demokratie und den menschlichen Geist – auch wenn die Wege der Geschichte, die uns zu diesen gemeinsamen Werten geführt haben, sehr unterschiedlich waren. Die Geschichte der Vereinigten Staaten kreist seit jeher um das Versprechen von Freiheit und Gleichheit. Wie ich schon zuvor gesagt habe: Amerikanische Bürger mit deutschen Wurzeln haben in dieser Geschichte eine wichtige Rolle gespielt.

Ich möchte mit der Geschichte eines dieser Deutsch-Amerikaner schließen, der zufälligerweise ein Sohn Thüringens war. Seine Geschichte schließt viele der Aspekte, die ich heute Abend angesprochen habe, mit ein – persönliche Verantwortlichkeit, Innovationen, Eigeninitiative und Engagement.

John Röbling kam 1806 als Johann August Röbling in Mühlhausen zur Welt. Trotz einer erstklassigen preußischen Ingenieursausbildung entschied sich Röbling, das Ingenieurwesen aufzugeben und in die Vereinigten Staaten auszuwandern. Damals gab es in Deutschland einen „richtigen“ und einen „falschen“ Weg, mit technischen und anderen Problemen umzugehen.

Innovationen wurden – im Gegensatz zur heutigen Zeit in Thüringen – nicht gefördert und Röbling fühlte sich eingeengt. 1831 machte er sich auf den Weg nach Amerika. Er und sein Bruder Karl kauften nördlich von Pittsburgh ein Stück Brachland. In Briefen an seine Familie und Freunde in Mühlhausen beschrieb Röbling den Landstrich als wahrhaftes Paradies, aber das wichtigste war für ihn das emotionale Klima im Land. Ich zitiere aus einem seiner Briefe: „Jeder Amerikaner, auch wenn er arm ist und anderen dienen muss, spürt seine ihm eigenen Rechte als Mensch.“

John Röbling gab die Landwirtschaft schließlich auf und wandte sich wieder der Ingenieurskunst zu. Er bekam einen Arbeitsplatz beim Bau des Pennsylvania Mainline Canal. Er suchte sofort nach besseren Wegen für den Bau und Betrieb von Kanälen. Er entwickelte eine neue Art Drahtseil, das schnell zu einem wertvollen technischen Werkstoff wurde. Es wurde für den Bau von Hängebrücken eingesetzt, wie beispielsweise der Golden Gate Bridge in San Francisco und einer Brücke über dem Niagara-Fluss nördlich der berühmten Wasserfälle. Aber John Röbling, geboren Johann August Röbling aus Mühlhausen, ging nicht wegen seines Drahtseils oder des Unternehmens, das er in Trenton in New Jersey – meinem Heimatstaat – gründete, in die Geschichte ein. John Röbling ging in die Geschichte ein als der Erbauer der Brooklyn Bridge. Als sie 1883 eröffnet wurde, wurde sie als „achtes Weltwunder“ bezeichnet.

Die Brooklyn Bridge ist ein Symbol für den Optimismus und den Unternehmergeist des späten 19. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten. Sie bringt aber auch Röbling’s Kreativität und Vorstellungskraft zum Ausdruck. Um diese Brücke bauen zu können, brauchte es Hartnäckigkeit und Aufopferungsbereitschaft. Von seiner Geschichte können wir viel lernen. Diese Qualitäten – Optimismus, Unternehmergeist, Kreativität, Vorstellungskraft, Hartnäckigkeit und Aufopferungsbereitschaft– verbunden mit einem angeborenen Respekt für die Rechte und Würde von Frauen und Männern auf der ganzen Welt sind auch heute noch genauso wichtig. Die Geschichte der Partnerschaft zwischen unseren beiden Ländern ist reich an Episoden wie dieser. Setzen wir uns also zusammen dafür ein, dass wir in der Zukunft noch viele weitere solche Geschichten erzählen können.

Vielen Dank, dass Sie mich eingeladen haben, mit Ihnen heute den Tag der Deutschen Einheit zu feiern. Herzlichen Glückwunsch, Deutschland!

 

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit!

 

Originaltext: German Unity Day