Ausstellung „Auf den Spuren der Irokesen“ im Martin-Gropius-Bau

Kimberly Emerson at the Exhibit Opening

Gefürchtete Krieger und begnadete Diplomaten – die Irokesen, ursprünglich beheimatet im heutigen US-Staat New York, hielten im 17. und 18. Jahrhundert die kolonialen Armeen Europas in Atem. Gleichzeitig inspirierte ihr Zusammenschluss zu einer einflussreichen Stammesliga die europäische Geistesgeschichte. Die gesellschaftliche Gleichstellung ihrer Frauen gab der Frauenbewegung des 19. Jahrhunderts wichtige Impulse, im 20. Jahrhundert wurde ihre Haartracht zum Symbol der Punk-Kultur. Mit einzigartigen Leihgaben aus den USA, Kanada sowie zahlreichen Museen Europas begibt sich die Ausstellung zum ersten Mal auf eine umfassende Spurensuche durch die Jahrhunderte. Historische Gemälde und Zeichnungen, kostbare ethnografische Stücke und herausragende Beispiele irokesischer Gegenwartskunst erzählen ihre wechselvolle Geschichte, geprägt von Krieg, Handel, christlicher Missionierung, Landverlust, Isolation auf Reservationen, aber auch vom Widererstarken ihrer kulturellen Identität im 20. und 21. Jahrhundert.

Kimberly Marteau Emerson, die Frau von Botschafter Emerson, beteiligte sich als Rednerin an der Ausstellungseröffnung von „Auf den Spuren der Irokesen“ – ein gemeinsames Projekt zwischen der Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland und dem Martin-Gropius-Bau. Diese großflächige Ausstellung zeigt die Anpassungsfähigkeit der Irokesen an sich ständig verändernde Lebensbedingungen über die Zeiten hinweg. Sie präsentiert ungefähr 500 Objekte auf circa 1600 Quadratmetern Ausstellungsfläche.