Präsident Trump überbringt Botschaft der Freundschaft und Hoffnung

Foto: Mandel Ngan/AFP/Getty Images

RIAD – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die Rede, die US-Präsident Donald J. Trump am 21. Mai 2017 in Riad gehalten hat.

Es gilt das gesprochene Wort

Vielen Dank.

Ich danke König Salman für seine bemerkenswerten Worte und dem wunderbaren Königreich Saudi-Arabien für die Ausrichtung des heutigen Gipfels.  Es ist eine Ehre, von so liebenswürdigen Gastgebern empfangen zu werden. Ich habe schon viel über Ihr herrliches Land und seine freundlichen Bürgerinnen und Bürger gehört, aber Worte können der Pracht dieses bemerkenswerten Ortes und der unglaublichen Gastfreundschaft, die uns vom Augenblick unserer Ankunft an zuteilwurde, nicht gerecht werden.

Sie haben mich auch im prachtvollen Zuhause von König Abd al-Aziz, dem Gründer des Königreichs, der Ihr Volk einte, willkommen geheißen.  Gemeinsam mit einem anderen verehrten Staatsmann, dem amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt, formte König Abd al-Aziz die dauerhafte Partnerschaft zwischen unseren beiden Ländern.  König Salman: Ihr Vater wäre stolz zu sehen, dass Sie sein Vermächtnis fortführen. So wie er das erste Kapitel unserer Partnerschaft begonnen hat, beginnen wir jetzt ein neues Kapitel, das unseren Bürgerinnen und Bürgern dauerhafte Vorteile bringen wird.

Ich möchte nun auch jedem der ehrwürdigen Staats- und Regierungschefs meine zutiefst empfundene Dankbarkeit aussprechen, dass Sie heute den Weg hierher gefunden haben. Ihre Anwesenheit ist eine Ehre für uns, und ich überbringe herzliche Grüße aus meinem Land an die Ihren.  Ich weiß, dass sowohl Ihre als auch die Bevölkerung meines Landes von unserer gemeinsamen Zeit hier profitieren werden.

Ich stehe vor Ihnen als Vertreter des amerikanischen Volkes, um Ihnen eine Botschaft der Freundschaft und Hoffnung zu überbringen.  Deshalb führt mich meine erste Auslandsreise in das Herz der muslimischen Welt, in das Land, das Hüter der beiden heiligsten Stätten des islamischen Glaubens ist.

In meiner Amtsantrittsrede vor den Amerikanerinnen und Amerikanern habe ich versprochen, im Streben nach Frieden die ältesten Freundschaften der Vereinigten Staaten zu festigen und neue Partnerschaften aufzubauen. Ich habe auch versprochen, dass die Vereinigten Staaten niemandem ihre Lebensweise aufzwingen werden, sondern im Geiste der Zusammenarbeit und des Vertrauens anderen die Hand reichen wollen.

Unsere Vorstellung ist eine des Friedens, der Sicherheit und des Wohlstands – in dieser Region und weltweit.

Wir streben eine Koalition der Nationen an, deren gemeinsames Ziel es ist, den Extremismus auszumerzen und unseren Kindern eine Zukunft der Hoffnung zu bieten, die Gott zu Ehre gereicht.

Diese historische und beispiellose Zusammenkunft von Staats- und Regierungschefs – die in der Geschichte unserer Länder einmalig ist –, soll der Welt als Zeichen unserer gemeinsamen Entschlossenheit und unserer Achtung voreinander dienen.  Die Staats- und Regierungschefs und die Bürgerinnen und Bürger jedes Landes, das heute hier vertreten ist, möchte ich wissen lassen, dass die Vereinigten Staaten engere freundschaftliche, sicherheitspolitische, kulturelle und handelspolitische Verbindungen aufbauen möchten.

Für die Amerikanerinnen und Amerikaner sind dies aufregende Zeiten. Ein neuer Optimismus durchweht unser Land: In nur wenigen Monaten haben wir beinahe eine Millionen neue Arbeitsplätze und über drei Billionen US-Dollar Mehrwert geschaffen, die Last von der amerikanischen Industrie genommen und rekordverdächtige Investitionen in unser Militär getätigt, das die amerikanische Bevölkerung schützen und die Sicherheit unserer wunderbaren Freunde und Verbündeten – viele davon sind heute hier anwesend – stärken wird.

Es gibt noch bessere Neuigkeiten, die ich Ihnen mitteilen darf.  Meine Zusammenkünfte mit König Salman, dem Kronprinzen und dem stellvertretenden Kronprinzen waren von großer Wärme, gutem Willen und außergewöhnlicher Zusammenarbeit gekennzeichnet.

Gestern haben wir historische Übereinkünfte mit dem Königreich unterzeichnet, das fast 400 Milliarden US-Dollar in unseren beiden Ländern investieren will, um in den Vereinigten Staaten und Saudi-Arabien viele Tausend Arbeitsplätze zu schaffen.

Dieses bahnbrechende Abkommen beinhaltet einen von Saudi-Arabien finanzierten Kauf von Rüstungsgütern für die Verteidigung in Höhe von 110 Milliarden US-Dollar – und wir werden dafür sorgen, dass unsere saudischen Freunde von den amerikanischen Rüstungsfirmen ein gutes Angebot erhalten.  Dank dieses Abkommens wird das saudische Militär eine größere Rolle bei Sicherheitseinsätzen übernehmen können.

Wir haben auch mit vielen der heute hier anwesenden Länder Gespräche über die Stärkung bestehender und den Aufbau neuer Partnerschaften sowie die Förderung von Sicherheit und Stabilität im Nahen Osten und darüber hinaus aufgenommen.

Im Laufe des Tages werden wir erneut Geschichte schreiben, wenn wir das neue Globale Zentrum für die Bekämpfung extremistischer Ideologie hier an diesem Ort im Herzen der islamischen Welt eröffnen.  Dieses bahnbrechende neue Zentrum steht für die klare Aussage, dass die mehrheitlich muslimischen Länder die Führung bei der Bekämpfung der Radikalisierung übernehmen müssen. In diesem Zusammenhang möchte ich König Salman unsere Dankbarkeit für diesen klaren Beweis an Führungsstärke aussprechen.

Ich hatte bereits das Vergnügen, einige der heute hier anwesenden Staats- und Regierungschefs im Weißen Haus begrüßen zu dürfen und freue mich darauf, mit Ihnen allen zusammenzuarbeiten.

Die Vereinigten Staaten sind ein souveräner Staat, und unsere oberste Priorität wird immer die Sicherheit und der Schutz unserer Bürgerinnen und Bürger sein. Wir sind nicht hier, um Ihnen einen Vortrag zu halten, wir wollen anderen nicht vorschreiben, wie sie zu leben haben, wer sie sein oder wie sie beten sollen. Stattdessen bieten wir unsere Partnerschaft an, basierend auf gemeinsamen Interessen und Werten, um eine bessere Zukunft für uns alle zu gestalten.

(Foto: Mandel Ngan/AFP/Getty)
(Foto: Mandel Ngan/AFP/Getty)

Hier auf diesem Gipfel werden wir über viele gemeinsame Interessen sprechen.  Vor allem aber müssen wir geeint das eine Ziel verfolgen, das über allen anderen Überlegungen steht. Bei diesem Ziel geht es darum, die größte Prüfung der Geschichte zu bestehen: den Extremismus zu besiegen und die Kräfte des Terrorismus zu bezwingen.

Junge muslimische Mädchen und Jungen sollten frei von Angst, Gewalt und Hass aufwachsen können.

Und junge muslimische Frauen und Männer sollten die Chance haben, für sich und ihre Mitbürger ein neues Zeitalter des Wohlstands aufzubauen.

Mit Gottes Hilfe wird dieser Gipfel für diejenigen den Anfang vom Ende bedeuten, die Terror säen und sein abscheuliches Credo verbreiten.   Gleichzeitig beten wir, dass diese besondere Zusammenkunft einst als der Beginn des Friedens im Nahen Osten – und vielleicht sogar auf der ganzen Welt – in Erinnerung bleiben wird.

Aber diese Zukunft erreichen wir nur, wenn wir den Terrorismus und die Ideologie, die ihn anheizt, besiegen.

Nur wenige Länder sind von seiner Gewalt verschont geblieben.

Die Vereinigten Staaten sind wiederholt Ziel barbarischer Angriffe geworden – von den Gräueltaten des 11. Septembers über den Bombenanschlag in Boston bis hin zu den schrecklichen Morden in San Bernardino und Orlando.

Auch die Länder Europas haben unaussprechliches Grauen erlebt. Ebenso wie die Länder Afrikas und sogar Südamerikas. Indien, Russland, China und Australien zählen ebenfalls zu den Opfern.

Aber in schieren Zahlen gemessen, wurde der tödlichste Tribut von den unschuldigen Menschen aus den arabischen und muslimischen und den Ländern im Nahen Osten gefordert. Sie sind die Hauptleidtragenden der Anschläge und der Zerstörung infolge dieser Welle fanatischer Gewalt.

Einigen Schätzungen zufolge sind 95 Prozent der Opfer von Terrorismus selbst Muslime.

Wir stehen in dieser Region jetzt vor einer humanitären und sicherheitspolitischen Katastrophe, die sich auf der ganze Welt ausbreitet. Es ist eine Tragödie epischen Ausmaßes. Keine Beschreibung des Leids und der Verdorbenheit kann auch nur ansatzweise das volle Ausmaß erfassen.

Der wahre Tribut, den die IS-Terrormiliz, Al Kaida, Hisbollah, Hamas und so viele andere fordern, kann nicht nur an der Zahl der Toten gemessen werden.  Sie muss auch an den Generationen gemessen werden, deren Träume sich in Nichts aufgelöst haben.

Der Nahe Osten ist reich an natürlicher Schönheit, lebendiger Kultur und einer gewaltigen Zahl historischer Schätze. Er sollte zunehmend zu einem der großen globalen Zentren für Handel und Chancen werden.

Aus dieser Region sollte man nicht fliehen, sie sollte Neuankömmlinge anlocken.

Saudi-Arabien ist Heimat einer der heiligsten Stätten einer der großen Weltreligionen. Jedes Jahr kommen Millionen Muslime aus der gesamten Welt zum Hadsch nach Saudi-Arabien. Zusätzlich zu den antiken Wundern gibt es in diesem Land auch moderne Wunder, darunter die emporstrebenden architektonischen Errungenschaften.

Ägypten war schon Tausende Jahre vor anderen Ländern ein blühendes Zentrum des Lernens und der Errungenschaften. Die Wunder von Gizeh, Luxor und Alexandria sind stolze Denkmäler dieses uralten Erbes.

Auf der ganzen Welt träumen Menschen davon, die Ruinen von Petra in Jordanien zu besuchen. Der Irak war die Wiege der Menschheit und ist ein Land natürlicher Schönheit. Die Vereinigten Arabischen Emirate haben mit Glas und Stahl unglaubliche Höhen erreicht und Erde und Wasser in spektakuläre Kunstwerke verwandelt.

Die gesamte Region liegt im Zentrum der großen Schifffahrtsrouten des Suezkanals, des Roten Meeres und der Straße von Hormus.

Nie war das Potenzial dieser Region größer. 65 Prozent der Bevölkerung ist jünger als 30 Jahre.  Wie alle jungen Männer und Frauen wollen sie eine großartige Zukunft aufbauen, an großen nationalen Projekten mitarbeiten und für sich und ihre Familien einen Ort finden, den sie Heimat nennen können.

Aber dieses ungenutzte Potenzial, dieser sagenhafte Grund für Optimismus, wird von Blutvergießen und Terror eingeschränkt. Es kann keine Koexistenz mit dieser Gewalt geben.

Sie kann weder toleriert, noch akzeptiert, entschuldigt oder ignoriert werden.

Jedes Mal, wenn ein Terrorist einen Unschuldigen tötet und sich fälschlicherweise auf Gott beruft, sollte sich jeder gläubige Mensch beleidigt fühlen.

Terroristen beten nicht zu Gott, sie beten den Tod an.

Wenn wir nichts gegen diesen organisierten Terror unternehmen, wissen wir, was geschehen wird. Der Terrorismus wird sich weiter ausbreiten und Leben zerstören. Friedliche Gesellschaften werden von Gewalt vereinnahmt werden. Und die Zukunft vieler Generationen wird schmerzlich verschwendet werden.

Wenn wir dieses Morden nicht geschlossen verurteilen, dann werden nicht nur unsere Bevölkerung und die Geschichte über uns urteilen, sondern Gott selbst.

Dies ist keine Schlacht zwischen unterschiedlichen Religionen, Glaubensrichtungen oder Kulturen.

Dies ist eine Schlacht zwischen barbarischen Verbrechern, die das menschliche Leben auslöschen wollen, und anständigen Menschen aller Religionen, die es schützen wollen.

Dies ist ein Krieg zwischen Gut und Böse.

Wenn wir die Szenen der Zerstörung sehen, die der Terror hinterlässt, dann sehen wir nicht, ob die Ermordeten Juden, Christen, Schiiten oder Sunniten waren. Wenn wir sehen, wie das Blut von Unschuldigen, das in Strömen vergossen wurde, den uralten Boden tränkt, dann erkennen wir nicht, welcher Religion, welcher Glaubensrichtung oder welchem Stamm die Opfer angehört haben. Wir erkennen lediglich, dass sie Kinder Gottes waren, deren Tod eine Beleidigung für alles ist, was uns heilig ist.

Wir können dieses Böse jedoch nur besiegen, wenn die Kräfte des Guten geeint und stark sind und jeder hier im Raum seinen gerechten Anteil der Last trägt.

Der Terrorismus hat sich auf der ganzen Welt ausgebreitet. Der Weg zum Frieden aber beginnt genau hier, auf diesem uralten Boden, in diesem heiligen Land.

Die Vereinigten Staaten sind bereit, zur Verfolgung gemeinsamer Interessen und einer gemeinsamen Sicherheitspolitik an Ihrer Seite zu stehen.

Die Nationen im Nahen Osten können aber nicht darauf warten, dass die amerikanische Großmacht diesen Feind für sie zerstört. Die Nationen im Nahen Osten werden sich entscheiden müssen, welche Zukunft sie für sich selbst, für ihre Länder und für ihre Kinder wünschen.

Es ist die Wahl zwischen zwei Zukunftsszenarien – eine Wahl, die die Vereinigten Staaten nicht für Sie treffen können.

Eine bessere Zukunft ist nur möglich, wenn Ihre Nationen die Terroristen und Extremisten vertreiben. Vertreiben Sie die Terroristen. Vertreiben Sie die Terroristen aus den Gebetshäusern. Vertreiben Sie die Terroristen aus den Gemeinden. Vertreiben Sie die Terroristen aus dem heiligen Land, vertreiben Sie die Terroristen von dieser Erde.

Die Vereinigten Staaten ihrerseits verpflichten sich, ihre Strategie an neu entstehende Bedrohungen und Gegebenheiten anzupassen. Wir werden Strategien, die nicht funktionieren, über Bord werfen und neue Vorgehensweisen anwenden, die sich auf Erfahrungen und Urteilsvermögen stützen. Wir wenden einen von hohen Prinzipien geleiteten Realismus an, der auf gemeinsamen Werten und Interessen fußt.

Unsere Freunde werden unsere Unterstützung niemals infrage stellen, und unsere Feinde werden niemals an unserer Entschlossenheit zweifeln. Unsere Partnerschaften werden Sicherheit durch Stabilität fördern, nicht durch radikalen Umbruch. Wir werden Entscheidungen basierend auf praktischen Ergebnissen treffen, nicht aufgrund starrer Ideologie. Wir werden uns von unseren Erfahrungen leiten lassen, nicht einer starren Denkweise. Wo auch immer möglich werden wir schrittweise Reformen anstreben, keine plötzlichen Interventionen.

Wir müssen uns auf die Suche nach Partnern begeben, nicht nach Perfektion, und wir müssen alle zu unseren Verbündeten machen, die die gleichen Ziele haben wie wir.

Vor allem streben die Vereinigten Staaten nach Frieden – nicht nach Krieg.

Die muslimischen Länder müssen bereit sein, ihren Teil der Last zu tragen, wenn wir den Terrorismus besiegen und seine gottlose Ideologie in die Vergessenheit verbannen wollen.

Die erste Aufgabe in diesem gemeinsamen Bestreben ist, dass Ihre Nationen den Fußsoldaten des Bösen kein Gebiet überlassen. Jedes Land in der Region hat die unbedingte Pflicht sicherzustellen, dass Terroristen auf seinem Boden keinen Unterschlupf finden.

Viele leisten bereits einen beträchtlichen Beitrag zur regionalen Sicherheit: Jordanische Piloten sind wichtige Partner im Kampf gegen die IS-Terrormiliz in Syrien und im Irak. Saudi-Arabien und ein regionales Bündnis ergreifen umfassende Maßnahmen gegen die Huthi-Rebellen im Jemen. Die libanesische Armee jagt IS-Terroristen, die versuchen, in ihr Gebiet einzudringen. Truppen der Vereinigten Arabischen Emirate unterstützen unsere afghanischen Partner. In Mosul unterstützen die amerikanischen Soldatinnen und Soldaten die Kurden, Sunniten und Shiiten im Kampf um ihre Heimat. Katar, Standort des U.S. Central Command, ist ein unerlässlicher strategischer Partner. Unsere langfristigen Partnerschaften mit Kuwait und Bahrain erhöhen weiterhin die Sicherheit in der Region. Und mutige afghanische Soldaten bringen im Kampf um ihr Land und gegen die Taliban und andere enorme Opfer.

Wir müssen den Terrororganisationen nicht nur die Kontrolle über Gebiete und dort lebende Menschen streitig machen, sondern sie auch von ihren Finanzquellen abschneiden. Wir müssen die Finanzierungskanäle schließen, über die die IS-Terrormiliz Öl verkaufen konnte, Extremisten ihre Kämpfer bezahlen konnten und die den Terroristen geholfen haben, Verstärkung einzuschmuggeln.

Ich bin stolz, ankündigen zu können, dass die heute hier versammelten Nationen ein Abkommen unterzeichnen werden, um die Finanzierung von Terrorismus zu verhindern. Dem sogenannten Terrorist Financing Targeting Center, dem die Vereinigten Staaten gemeinsam mit Saudi-Arabien vorsitzen werden, werden alle Mitglieder des Golf-Kooperationsrates angehören. Das ist ein weiterer historischer Schritt an einem Tag, an den man sich noch lange erinnern wird.

Ich möchte dem Golf-Kooperationsrat außerdem meine Anerkennung dafür aussprechen, dass er Geldgeber daran gehindert hat, ihre Länder als Finanzbasis für Terrorismus zu nutzen und dass er die Hisbollah im vergangenen Jahr zur Terrororganisation erklärt hat. Saudi-Arabien beteiligt sich seit dieser Woche ebenfalls an Sanktionen gegen einen der hochrangigsten Anführer der Hisbollah.

Natürlich bleibt noch viel zu tun.

Beispielsweise müssen wir der Krise durch den islamistischen Extremismus sowie den islamistischen Terrorgruppen, die durch ihn inspiriert werden, ernsthaft entgegentreten. Wir müssen uns gemeinsam gegen die Ermordung unschuldiger Muslime, die Unterdrückung von Frauen, die Verfolgung von Juden und das Abschlachten von Christen stellen.

Die führenden Religionsvertreter müssen Folgendes uneingeschränkt deutlich machen: Barbarei bringt keinen Ruhm, die Verehrung des Bösen verleiht keine Würde. Wer den Pfad des Terrorismus einschlägt, dessen Leben wird leer und kurz sein und dessen Seele wird verdammt sein.

Die führenden Politiker müssen sich außerdem für dies aussprechen: Helden töten keine Unschuldigen, sie retten sie. Viele der heute hier vertretenen Nationen haben wichtige Schritte unternommen, um diese Botschaft zu verbreiten. Die Vision Saudi-Arabiens für 2030 ist eine bedeutende und ermutigende Erklärung für Toleranz, Respekt, die Stärkung der Rechte von Frauen sowie wirtschaftliche Entwicklung.

Die Vereinigten Arabischen Emirate engagieren sich ebenfalls im Kampf um die Herzen und Seelen – und haben gemeinsam mit den Vereinigten Staaten ein Zentrum ins Leben gerufen, das die Verbreitung von Hassbotschaften im Internet bekämpft. Auch Bahrain arbeitet daran, die Anwerbung und Radikalisierung zu verhindern.

Ich danke außerdem Jordanien, der Türkei und dem Libanon für ihre Rolle bei der Aufnahme von Flüchtlingen. Die Welle von Migranten und Flüchtlingen aus dem Nahen Osten führt zu einer Abwanderung von Humankapital, das benötigt wird, um stabile Gesellschaften und Volkswirtschaften aufzubauen. Anstatt der Region so viel menschliches Potenzial zu nehmen, sollten die Länder des Nahen Ostens jungen Menschen Hoffnung auf eine bessere Zukunft in ihren Heimatländern und -regionen geben.

Das bedeutet, dass die Hoffnungen und Träume aller Bürger unterstützt werden müssen, die ein besseres Leben anstreben – auch die von Frauen, Kindern und Anhängern aller Glaubensrichtungen. Zahlreiche arabische und islamische Gelehrte haben wortgewandt argumentiert, dass es die arabischen und muslimischen Gemeinden stärkt, wenn die Gleichberechtigung gewährleistet wird.

Über viele Jahrhunderte war der Nahe Osten Heimat für Christen, Muslime und Juden, die Seite an Seite lebten. Wir müssen wieder Toleranz und Respekt füreinander aufbringen – und diese Region zu einem Ort machen, an dem jede Frau und jeder Mann, unabhängig von Glaube oder Ethnie, ein Leben in Würde und Hoffnung führen kann.

In diesem Sinne werde ich nach meinem Besuch in Riad weiter nach Jerusalem und Bethlehem sowie im Anschluss daran in den Vatikan reisen und dabei viele der heiligsten Stätten der drei abrahamitischen Religionen besuchen. Wenn diese drei Religionen zusammenkommen und kooperieren können, ist Frieden auf der Welt möglich, auch zwischen Israelis und Palästinensern. Ich werde mich sowohl mit dem israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu als auch mit dem palästinensischen Präsidenten Mahmud Abbas treffen.

Terroristen ihre Rückzugsorte und den falschen Zauber ihrer feigen Ideologie zu nehmen, wird die Grundlage für den Sieg über die Terroristen sein.

Um diese Bedrohung jedoch endgültig zu beseitigen, muss auch über die Regierung gesprochen werden, die den Terroristen alle drei Dinge ermöglicht – einen sicheren Rückzugsort, finanzielle Unterstützung und soziales Ansehen, das für die Rekrutierung erforderlich ist. Es ist ein Regime, das für so viel Instabilität in der Region verantwortlich ist. Ich spreche natürlich von Iran.

Vom Libanon über den Irak bis zum Jemen: Iran finanziert, bewaffnet und bildet Terroristen, Milizen und andere extremistische Gruppen aus, die Zerstörung und Chaos in der Region verbreiten. Über Jahrzehnte hat Iran das Feuer religiös motivierter Konflikte und den Terrorismus angeheizt.

Es ist eine Regierung, die offen über Massenmord spricht, die die Zerstörung Israels und den Tod der Vereinigten Staaten sowie den Untergang vieler führender Politiker und hier vertretener Nationen beschwört.

Zu den tragischsten und destabilisierendsten Eingriffen Irans gehört wohl sein Vorgehen in Syrien. Unterstützt von Iran hat Assad unaussprechliche Verbrechen begangen, und die Vereinigten Staaten haben als Reaktion auf den Einsatz verbotener chemischer Waffen durch das Assad-Regime strikte Maßnahmen ergriffen: Es wurden 59 Tomahawk-Marschflugkörper auf den syrischen Luftwaffenstützpunkt abgeschossen, von dem aus dieser tödliche Angriff gestartet worden war.

Verantwortungsbewusste Länder müssen zusammenarbeiten, um die humanitäre Krise in Syrien zu beenden, die IS-Terrormiliz auszurotten und die Stabilität in der Region wiederherzustellen.

Hauptleidtragende des iranischen Regimes ist die Bevölkerung des Landes selbst. Der Iran verfügt über eine reiche Geschichte und Kultur, aber die Menschen im Iran haben unter dem rücksichtslosen Streben ihrer Führung nach Konflikten und Terror Leid und Verzweiflung erfahren.

Solange das iranische Regime nicht bereit ist, ein Partner für den Frieden zu sein, müssen alle Nationen, die über ein Gewissen verfügen, zusammenarbeiten, um den Iran zu isolieren, die Finanzierung von Terrorismus zu verhindern und für den Tag beten, an dem die Menschen im Iran die gerechte und rechtschaffene Regierung erhalten, die sie verdienen.

Die Entscheidungen, die wir treffen, haben Einfluss auf das Leben zahlloser Menschen.

König Salman, ich danke Ihnen für diesen großartigen historischen Augenblick und Ihre enormen Investitionen in die Vereinigten Staaten, die US-Industrie und in Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten. Ich möchte Ihnen auch für Ihre Investitionen in die Zukunft dieser Region danken.

Diese fruchtbare Region verfügt über alle Zutaten für einen außergewöhnlichen Erfolg – eine reiche Geschichte und Kultur, eine junge und dynamische Bevölkerung, einen aufstrebenden Unternehmergeist. Diese Zukunft können Sie aber nur erlangen, wenn die Bürger des Nahen Ostens von Extremismus, Terrorismus und Gewalt befreit werden.

Wir, die wir hier in diesem Raum versammelt sind, sind die führenden Politiker unserer Länder. Unsere Mitbürger fordern Antworten von uns, sie fordern, dass wir handeln. Und wenn wir in ihre Gesichter blicken, sehen wir hinter jedem Augenpaar eine Seele, die sich nach Gerechtigkeit sehnt.

Heute blicken uns Milliarden Gesichter an und warten darauf, dass wir in der großen Frage unserer Zeit handeln.

Werden wir angesichts des Bösen gleichgültig sein? Werden wir unsere Mitbürger vor seiner gewalttätigen Ideologie schützen? Werden wir zulassen, dass es sein Gift in unseren Gesellschaften verbreitet? Werden wir zulassen, dass es die heiligsten Stätten auf dieser Erde zerstört?

Wenn wir uns diesem tödlichen Terror nicht entgegenstellen, wissen wir, was die Zukunft bringen wird – mehr Leid und Verzweiflung.

Wenn wir aber handeln – wenn wir diesen großartigen Raum geeint und entschlossen verlassen, um das zu tun, was erforderlich ist, um den Terrorismus zu zerstören, der die Welt bedroht –, dann sind der großartigen Zukunft unserer Bürgerinnen und Bürger keine Grenzen gesetzt.

Der Geburtsort unserer Zivilisation wartet auf seine erneute Renaissance. Stellen Sie sich nur vor, was die Zukunft bringen könnte.

Triumphale Errungenschaften in Wissenschaft, Kunst, Medizin und im Handel, die die Menschheit inspirieren. Großartige Städte gebaut auf den Ruinen zerstörter Orte. Neue Arbeitsplätze und Industrien, die das Leben von Millionen von Menschen verbessern. Eltern, die sich nicht mehr um die Zukunft ihrer Kinder sorgen, Familien, die nicht mehr um ihre Angehörigen trauern und Gläubige, die endlich ohne Angst zu Gott beten können.

Das sind die Verheißungen von Wohlstand und Frieden. Das ist die rechtschaffene Flamme der Hoffnung, die in jedem menschlichen Herzen brennt. Und dies sind die Forderungen unserer geliebten Bürgerinnen und Bürger.

Ich fordere Sie auf, mich zu unterstützen, sich zusammenzuschließen, zusammenzuarbeiten und gemeinsam zu kämpfen. Gemeinsam werden wir nicht scheitern.

Vielen Dank. Möge Gott Sie segnen. Möge Gott Ihre Länder segnen. Und möge Gott die Vereinigten Staaten von Amerika segnen.

Originaltext: President Trump’s Speech to the Arab Islamic American Summit