César Chávez und sein Platz im Weißen Haus

Mit der Büste von César Chávez im Hintergrund unterzeichnet US-Präsident Biden am Tag seiner Amtseinführung in Washington mehrere Präsidialerlasse (Foto: Chip Somodevilla / Getty Images)

Dieser Artikel von Lenore T. Adkins wirft einen Blick auf den Mann, dessen Büste das Oval Office von US-Präsident Biden ziert. Er erschien am 17. Februar 2021 auf ShareAmerica, einer Website des US-Außenministeriums.

Im Zuge der Umgestaltung des Oval Office im Weißen Haus stellte US-Präsident Biden die Büste des Gewerkschaftsaktivisten César Chávez an seinem Arbeitsplatz auf.

Umgeben von Familienfotos ziert Chávez Konterfei den Tisch hinter dem Schreibtisch des Präsidenten und versinnbildlicht die Überzeugung Bidens, dass alle Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer ein Recht auf eine würdevolle Behandlung haben.

Chávez, der 1993 verstarb, widmete einen Großteil seines Lebens dem Kampf für die Rechte von Arbeitern. In den Sechziger- und Siebzigerjahren des 20. Jahrhunderts machte er auf die unterdurchschnittliche Bezahlung und die schlechten Arbeitsbedingungen insbesondere in der Landwirtschaft aufmerksam, wo viele Arbeitskräfte aus Lateinamerika kamen.

Er setzte sich für gewaltlose Formen des Engagements ein. Besonders hervorzuheben ist seine Unterstützung für Amerikanerinnen und Amerikaner philippinischer Abstammung im fünf Jahre dauernden Delano-Grape-Streik, an dessen Ende die Landarbeiterinnen und Landarbeiter höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen – von Mittagspausen über den Zugang zu sanitären Anlagen bis hin zu sauberem Wasser – erstritten hatten.

„Dass sich nun eine Büste mit dem Abbild meines Vaters im Oval Office befindet, symbolisiert den hoffnungsvollen neuen Tag, der für unsere Nation anbricht“, sagt Paul Chávez, Sohn von César Chávez. „Sie steht für den Glauben und die Stärkung der Rechte eines ganzen Volkes, für das er sich eingesetzt und Opfer gebracht hat.“

Originaltext: César Chávez’s place at the White House