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August 1, 2022

Die USA vor den Kongresswahlen– Eine Richtungswahl mit innen- und außenpolitischen Konsequenzen

TRANSATLANTISCHE DISKUSSIONEN

Podiumsdiskussion mit CLAUDIA BUCKENMAIER, FRANK FISCHER, MARY SAROTTE, LORA ANNE VIOLA

Moderation: THOMAS GREVEN

Eine Kooperation der Urania e.V. und der US-Botschaft Berlin mit Unterstützung der American Academy Berlin

Donnerstag, 20.10.2022, 19:30 Urania Berlin e.V., An der Urania 17, 10787 Berlin

TICKETS KAUFEN

Für Schulgruppen und Studierende gibt es eine begrenzte Anzahl an Freikarten. Bitte registrieren Sie sich hier: USEmbassyCultureRSVP@state.gov

Bei den sogenannten Zwischenwahlen (Midterms) am 8. November 2022 entscheiden amerikanische Bürgerinnen und Bürger, welche Partei die Mehrheit im Kongress haben wird. Sie wählen das gesamte Repräsentantenhaus mit 435 Abgeordneten neu. Sie entscheiden auch über ein Drittel der Sitze im Senat. In einigen Bundesstaaten stehen zudem richtungsweisende Gouverneurswahlen an. Die Midterms werden häufig als Referendum über die erste Hälfte der Regierungszeit des amtierenden Präsidenten interpretiert und gelten als Bühne für die 2024 anstehenden Präsidentschaftswahlen.

Eventuelle Mehrheitsverschiebungen haben Auswirkungen auf die amerikanische Außen- wie auch Innenpolitik. Die gesellschaftliche Polarisierung hat sich nach dem Sturm auf das Kapitol am 6. Januar 2021 weiter verstärkt. Demokratische Normen sind unter Druck. Die russische Aggression in der Ukraine führt weltweit zu Inflation und Lieferengpässen. Die Pandemie ist nicht überstanden. Wird sich die konservative Wertepolitik der Republikanischen Partei durchsetzen, oder wird es den Demokraten gelingen, ihre progressive Agenda weiter zu verfolgen?

Es diskutieren

Claudia Buckenmaier, Korrespondentin im ARD-Hauptstadtstudio. Sie studierte Politikwissenschaft und Germanistik in Tübingen und Frankfurt a. M. und absolvierte ein Volontariat beim Norddeutschen Rundfunk (NDR). Ab 1993 war sie dort freie Mitarbeiterin im Programmbereich Zeitgeschehen/Fernsehen. 1997 wurde sie beim NDR Korrespondentin in der Auslandsredaktion und moderierte die Sendung Weltbilder. Ab 1999 war sie Redakteurin des NDR im ARD-Hauptstadtstudio Berlin. Sie begann ihre Auslandslaufbahn als Vertretung der ARD-Korrespondentin in London, war dann von 2007 bis 2012 Leiterin des Studios Stockholm und berichtete für die ARD aus Skandinavien und dem Baltikum. 2012 übernahm sie die Leitung der Auslandsredaktion des NDR in

Hamburg, 2017 wurde sie ARD-Korrespondentin in Washington. Bis Juni 2022 leitete Buckenmaier das Studio in Washington. Ihr Buch Wer rettet Amerika? Bericht aus einem verwundeten Land wird 2022 bei Rowohlt erscheinen.

Dr. Frank Fischer, Distinguished Professor of Politics and Global Affairs an der Rutgers University (emerit.) und ehemals assoziiertes Mitglied der Fakultät der Edward J. Bloustein School of Planning and Public Policy. Seit den frühen 2000er-Jahren ist er Fellow des Fachbereichs Globalisierung und Politik an der Universität Kassel. Zurzeit ist er am Albrecht Daniel Thaer-Institut der Humboldt-Universität zu Berlin tätig. Fischers Forschungsinteresse und seine Lehre fokussieren sich primär auf die Prozesse der öffentlichen Gesetzgebung, mit speziellem Schwerpunkt auf vergleichende und globale Umweltpolitik und -gesetzgebung, der US-amerikanischen Politik und deutscher Umweltpolitik. Weitere Felder umfassen die Analyse öffentlicher Verwaltung, Expertise im Bereich der Policy-Analyse und Wissenssoziologie. Dr. Fischers neuestes Buch wurde unter dem Titel Truth and Post-Truth in Public Policy 2021 bei der Cambridge University Press verlegt.

Dr. Mary Sarotte, Axel Springer Fellow an der American Academy Berlin. Sie ist Inhaberin des Lehrstuhls Marie-Josée and Henry R. Kravis Distinguished Professorship of Historical Studies an der School of Advanced Studies an der Johns Hopkins Universität. Sie ist research associate am Center for European Studies der Harvard Universität. Nach ihrem Studienabschluss war Dr. Sarotte zunächt White House Fellow, wechselte dann an die University of Cambridge und schließlich an die University of Southern California. Sie ist ehemalige Humboldt Stipendiatin und war Mitglied des Institute for Advanced Study in Princeton und des Council on Foreign Relations. Ihre Publikation Not One Inch: America, Russia, and the Making of Post-Cold War Stalemate (2021) wurde als Foreign Affairs’ Best Books of 2021 und Financial Times’s Best Books to Read in 2022 ausgewählt.

Dr. Lora Anne Viola, Professorin für Außen- und Sicherheitspolitik am John F. Kennedy Institut der Freien Universität Berlin. Sie war Jean-Monnet-Stipendiatin am European University Institute und Senior Researcher am Wissenschaftszentrum Berlin (WZB). Ihre Forschungen konzentrieren sich auf internationale Institutionen und globale Ordnung, oft mit einem besonderen Fokus auf die hegemoniale Macht der USA. Ihr Artikel “Putting Path Dependence in Its Place” (Journal of Theoretical Politics, zusammen mit T. Rixen) wurde mit dem Alexander L. George Award 2016 der American Political Science Association ausgezeichnet. Zusammen mit Pawel Laidler ist sie Herausgeberin der Studie Trust and Transparency in an Age of Surveillance (Routledge 2022).

Moderator

Dr. Thomas Greven, Privatdozent für Politikwissenschaft am John F. Kennedy-Institut für Nordamerikastudien der Freien Universität Berlin. Greven war Mitarbeiter von Bernie Sanders im US-Kongress und als Berater von transnationalen Kampagnen tätig.