Drei beeindruckende Start-ups

Anlässlich des Global Entrepreneurship Summit in Hyderabad vom 28. – 30. November 2017 stellt Christopher Connell auf ShareAmerica, einer Website des US-Außenministeriums, drei vielversprechende Start-up-Unternehmen vor.

Überall träumen potenzielle Unternehmer von einer zündenden Idee, mit der sie vielleicht sogar die Welt verbessern können.

Beim Global Entrepreneurship Summit 2017 in Hyderabad in Indien werden viele Träumende auf potenzielle Investoren, Mentoren und Innovatoren treffen, die aus Zukunftsträumen erfolgreiche Unternehmen machen.

Am Gipfel werden auch drei junge amerikanische Unternehmerinnen und Unternehmer teilnehmen, die sich großen Herausforderungen stellen: Sie wollen Straßenhändlern das Leben erleichtern, die Welt von krankheitsverseuchten Erdfußböden befreien und Hochrisikopatienten davon überzeugen, Medikamente zur HIV-Prävention einzunehmen. Hier sind ihre Geschichten:

Global denken
Christine Souffrant Ntim ist mehrfache Unternehmerin, die zudem Tochter und Enkelin haitianischer Straßenhändler ist. Sie gründete Vendedy, ein digitales Verzeichnis von Straßenmärkten für Touristen.

Später, nachdem sie ihre Stelle bei einer Bank gegen die Tech-Szene in Dubai getauscht hatte, kam sie über ehrenamtliche Arbeit schnell dazu, große Tech-Events zu organisieren. Es dauerte nicht lange, bis sie zur Mitbegründerin von Global Startup Ecosystem wurde, einem Netzwerk und Konferenzveranstalter.

Ntim, die zu Vorträgen im Ausland ihre anderthalbjährige Tochter mitnimmt, erklärt: „In der Tech-Industrie gibt es nicht viele Mütter, die Anerkennung für wirklich coole, innovative Unternehmen erhalten. Meine Botschaft lautet deshalb: Man muss daran glauben, dass man Mutter, Ehefrau und eine Unternehmerin sein kann, die auf internationaler Ebene großartige Dinge bewirkt.“

Eine Frau und ein Junge streichen den Boden glatt (Foto: EarthEnable) Bildunterschrift
Gayatri Datar streicht in Musenyi (Ruanda) einen Boden glatt. (Foto: EarthEnable)

Den eigenen Weg finden
Gayatri Datar ist Mitbegründerin und Geschäftsführerin von EarthEnable, einer Firma, die in Ruanda, wo 80 Prozent der Menschen in Häusern mit Erdfußböden leben, erschwingliche Naturböden verkauft. Das Unternehmen ging aus einem Seminar der Stanford Business School hervor, in dem Studierende Projekte zur Bekämpfung extremer Armut entwickelten.

„Ich hatte mir das so nicht vorgestellt“, sagte Datar, die ursprünglich zurück in die internationale Unternehmensberatung wollte. „Aber Erdfußböden machen krank, und wir waren besessen davon, etwas Preiswerteres als Beton zu finden.“

EarthEnable versiegelt den zusammengepressten Sand und Lehm mittels eines Öls, die sich zu Harz verfestigt. Die Böden kosten 60 US-Dollar. „Wir müssen unglaublich effizient arbeiten, um die Preise niedrig zu halten, und wir müssen ein Unternehmensmodell finden“, das in Ruanda und in anderen Ländern funktioniert.

Ich bin da so hineingeraten. Ich hatte keine Ahnung von unternehmerischem Denken“, erzählt Datar. „Mein Rat lautet: Was hat man zu verlieren, wenn man [seiner Idee] eine Chance gibt? Die Vorteile überwiegen allemal. Ohne Erdfußböden geht es mehr als einer Milliarde Menschen besser.“

Patienten überzeugen
Giffin Daughtridge ist Mitbegründer und Geschäftsführer von UrSure Inc., einem Unternehmen, das Urintests vertreibt, mit denen man überwachen kann, ob Patienten Medikamente zur HIV-Prävention einnehmen. Er betreibt UrSure vom Harvard Innovation Lab aus, nachdem er an der University of Pennsylvania einen Abschluss in Medizin und an der  Kennedy School of Government der Harvard University einen Master gemacht hat.

„Wer von einer Idee begeistert ist, sollte direkt loslegen und die Möglichkeiten sondieren. Es gibt eine erstaunliche Bereitschaft, Start-ups finanziell oder anderweitig zu unterstützen. Sie werden sicher nicht für alles eine Lösung parat haben, aber es gibt da draußen jemanden, der sie hat.“ ~ Giffin Daughtridge.

Im Laufe seiner schulischen und frühen beruflichen Laufbahn entdeckte Daughtridge sein Interesse dafür, Risikopatienten zu helfen und Ansteckung und Krankheiten zu verhindern. Als er im Rahmen eines Fulbright-Programms in Bogota (Kolumbien) war, half er, Sexarbeiter gegen Hepatitis B zu impfen. Später, noch als Medizinstudent, gründete Daughtridge mit anderen eine HIV-Klinik in Philadelphia, die sich darauf konzentrierte, Patienten zu überzeugen, zur Vermeidung einer Infektion täglich die Medikamente für die Präexpositionsprophylaxe einzunehmen.

Seine Firma geht noch einen Schritt weiter. Mit UrSure können die behandelnden Ärzte testen, ob die Patienten die Medikamente eingenommen haben. Als nächstes muss das Unternehmen die Krankenversicherungen davon überzeugen, den schmerzfreien, regelmäßigen Test zu bezahlen

Originaltext: Check out these 3 inspiring startups