Ein Tag als Diplomat

Vom 13. bis 17. November 2017 wird in den Vereinigten Staaten die Internationale Bildungswoche (International Education Week – IEW) begangen. In diesem Artikel vom 13. November 2017 auf DipNote, dem offiziellen Blog des US-Außenministeriums, beschreibt Lauren Fischer die Möglichkeit, dort einen Tag lang in die Rolle eines Diplomaten zu schlüpfen. Fisher ist für das Bildungsprogramm am United States Diplomacy Center des US-Außenministeriums zuständig. Ihr Beitrag erschien zunächst auf Medium.com.

Die Internationale Bildungswoche, die in den Vereinigen Staaten in diesem Jahr vom 13. bis 17. November begangen wird, bietet eine gute Gelegenheit, die Vorteile einer internationalen Ausbildung und eines Auslandsstudiums hervorzuheben und gleichzeitig über das zunehmend globale Umfeld nachzudenken, in dem wir leben. Aus diesem Grund sollten auch die Jugendlichen und jungen Erwachsenen in den Vereinigten Staaten darauf vorbereitet werden, in dieser globalen Arena zu leben, zu arbeiten und erfolgreich zu sein. Das United States Diplomacy Center, das sich als erstes Museum und erste Bildungseinrichtung unseres Landes der Praxis und den Errungenschaften der Diplomatie widmet, versucht mit seiner Diplomatie-Simulation genau das zu tun. Online kann inzwischen aus acht verschiedenen Simulationsszenarien gewählt werden. Sie stehen Lehrenden zur Verfügung, die ihrem Unterricht eine globale Dimension verleihen wollen.

Die Simulationen sollen Highschool-Schüler und College-Studenten vor reale Herausforderungen stellen, wie beispielsweise die Auflösung von Zielkonflikten, um Gemeinsamkeiten zu finden, und die Förderung nationaler Interessen. Die Teilnehmer erwerben im Rahmen der Simulation Problemlösungs- und Verhandlungsfertigkeiten; gleichzeitig wird die Arbeit der US-Diplomaten und ihre Wirkung im In- und Ausland vorgestellt.

Drei Studierende sehen sich eine Broschüre an.
Studierende des Montgomery College nehmen am U.S. Diplomacy Center an der Simulation einer internationalen Atomkrise teil. (Foto: US-Außenministerium)

Das Online-Angebot steht am Ende eines einjährigen Projekts, das durch einen Zuschuss der Bechtel Foundation finanziert und gemeinsam mit dem Center for History and New Media der George Mason Universität umgesetzt wurde. Im Rahmen des Projekts wurden zwei Simulationsszenarien entworfen, und das Angebot wurde online mit Highschool-Schülern und College-Lehrkräften getestet. Pädagogen finden auf der Website des Centers jetzt eine Anleitung für Lehrende mit Links zu Lehrvideos und acht unterschiedlichen realen oder hypothetischen (aber sehr realitätsnahen) Szenarien sowie Hintergrundinformationen. Einige der Simulationen beinhalten Links zu kurzen Videos mit Experten aus diesem Fachbereich. Die Simulationen behandeln unter anderem Themen wie internationale Migration, Nichtverbreitungskrisen, Handel mit gefälschten Waren, HIV/AIDS, Friedensförderung und illegaler Handel mit Wildtieren. Hier finden Sie die Übersicht über alle vorhanden Szenarien. Bei der Ausarbeitung der Szenarien hat das Ausbildungsteam des Diplomacy Center mit den jeweiligen Fachexperten im US-Außenministerium zusammengearbeitet. Wir freuen uns bereits darauf, weitere Unterrichtsmaterialien zu entwickeln, um die Bandbreite der Themen zu präsentieren, mit der sich amerikanische Diplomatinnen und Diplomaten im Auftrag der Vereinigten Staaten befassen.

Das Diplomacy Center macht Lehrende und Studierende mit einer E-Mail- und Social-Media-Kampagne auf diese leicht zugänglichen Ressourcen aufmerksam. Mit ihrer Hilfe kann Schülerinnen und Schülern die Vielschichtigkeit globaler Sachverhalte auf unterhaltsame Art und Weise vermittelt werden. Das Bildungsteam bietet außerdem Schulungen für Lehrende an, damit die Bildungsprogramme des Diplomacy Center mehr Menschen erreichen. Unsere Mitarbeiter haben im Virginia Council for the Social Studies die Online-Ressourcen vorgestellt und Pädagogen geschult und werden dies beim National Council for the Social Studies im nächsten Monat wiederholen.

Schülerinnen und Schüler stehen und sitzen um einen Tisch und sehen sich Unterlagen an.
Schüler der Roosevelt High School und Teilnehmer eines Austauschprogramms mit Georgien und Aserbaidschan nehmen an einer Simulation des U.S. Diplomacy Center teil. (Foto: US-Außenministerium, lizenzfrei)

Wir sind stolz darauf, dass das Diplomatie-Simulationsprogramm zu einem wichtigen Instrument für die Vermittlung globaler Themen und zur Information über den Einsatz von Diplomatie für die Belange unterschiedlicher Akteure geworden ist. In diesem Jahr hat das Programm bereits mehr als 6.000 Teilnehmer erreicht. Im Hinblick auf unser Ziel, die nächste Generation globaler Führungskräfte auszubilden, wollen wir die Reichweite des Programms noch erhöhen.

Weitere Informationen zu diesem Thema sowie online Unterrichtsmaterialien finden Sie hier:
U.S. Diplomacy Center
Übersicht über alle Simulationsszenarien des U.S. Diplomacy Center
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Originaltext: Diplomat For a Day: U.S. Diplomacy Center Launches Online Diplomacy Simulation Teaching Materials