Erklärung von US-Außenminister John Kerry zum Tod von Guido Westerwelle

German Foreign Minister Guido Westerwelle welcomes United States Secretary of State John Kerry, right, for a meeting at the Foreign Ministry in Berlin, Tuesday, Feb. 26, 2013. Berlin is the second stop in Kerryís first trip overseas as secretary. (AP Photo/Markus Schreiber)

Presseerklärung
John Kerry
Secretary of State
Washington, DC
18. März 2016

Teresa und ich waren sehr betroffen, vom Tod des ehemaligen deutschen Außenministers und Vizekanzlers Guido Westerwelle zu hören. Mein tiefes Beileid gilt seinem Ehemann, Michael Mronz, seiner gesamten Familie, seinen Freunden und der deutschen Bevölkerung.

Ich hatte die Ehre, mit Guido in seinem vierten Jahr als Außenminister zusammenzuarbeiten, und bei meinem ersten Besuch als US-Außenminister hieß er mich herzlich in Berlin willkommen.

Unsere enge und kollegiale Zusammenarbeit bei einigen der größten Herausforderungen weltweit wusste ich sehr zu schätzen. Dazu zählten unsere Bestrebungen zur Stabilisierung Afghanistans, zur Auseinandersetzung mit den Umwälzungen des Arabischen Frühlings sowie zur Bewältigung der Krise in Darfur.

Guido war ein starker Verfechter der Demokratie und der Menschenrechte, er sprach sich gegen ungesetzliche Festnahmen aus, besuchte syrische Flüchtlinge im Flüchtlingslager Zaatari und traf sich mit ukrainischen Demonstranten auf dem Maidan in Kiew.

Nach seiner Amtszeit setze Guido sein Engagement auf andere Weise fort. Er gründete die Westerwelle Foundation – Stiftung für internationale Verständigung zur Förderung von demokratischer Entwicklung und wirtschaftlicher Teilhabe in Entwicklungsländern.

Guido setzte sich außerdem nachdrücklich für die Rechte von LGBTI ein, insbesondere für die Gleichberechtigung homosexueller Angehöriger der Streitkräfte und des öffentlichen Dienstes.

Seine Stimme, die er für diese und andere Themen erhob, werden wir sehr vermissen.

Quelle: Amerika Dienst

Originaltext: On the Passing of Guido Westerwelle