Mark Esper begrüßt Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer in Washington

US-Verteidigungsminister Dr. Mark T. Esper mit Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (Foto: US-Verteidigungsministerium, Lisa Ferdinando)

Mit der folgenden Ansprache begrüßte US-Verteidigungsminister Dr. Mark T. Esper Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer am 23. September 2019 bei einer Pressekonferenz im Pentagon in Washington.

Guten Morgen, Frau Ministerin. Ich freue mich sehr, Sie hier im Pentagon begrüßen zu dürfen.

Soweit ich weiß, ist dies Ihr erster bilateraler Besuch in Ihrer neuen Funktion, und wir freuen uns sehr, dass Sie Washington als Ziel Ihrer ersten Reise gewählt haben. Wir meinen, das ist ein Zeichen für die Stärke und den Wert der Beziehungen zwischen den Vereinigten Staaten und Deutschland.

Die Vereinigten Staaten und Deutschland verbindet eine lange Geschichte der Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheit und Verteidigung, und wir schätzen es, dass Ihr Land seit Jahrzehnten amerikanische Soldaten beherbergt.

Ich möchte noch etwas Persönliches hinzufügen. Wie Sie vielleicht wissen, war ich vor vielen Jahren in Europa stationiert und habe mehrere Ausbildungsjahre in Deutschland verbracht, von Hohenfels über Grafenwöhr bis Vilseck und Wildflecken. Ich habe die Deutschen kennengelernt und habe diese Erfahrung sehr genossen.

Als größtes Geberland bei NATO-Einsätzen neben den Vereinigten Staaten ist Deutschland bei vielen Missionen auf der ganzen Welt ein wichtiger Bündnispartner. Dazu zählen auch unser gemeinsames Engagement in Afghanistan, um der Regierung im Kampf gegen die sinnlose Gewalt der Taliban zu helfen, und der Einsatz der Internationalen Allianz gegen den Islamischen Staat im Irak und in Syrien.

Hinsichtlich dieses Zieles begrüßen wir es, dass Ihre Regierung kürzlich eine Verlängerung des deutschen Mandates dort bewilligt hat, und hoffen nun auf die Zustimmung des Bundestages zu dieser Verlängerung.

Deutschland ist ebenfalls ein wichtiger Partner dabei, nachhaltig Druck aufzubauen und Sanktionen aufrechtzuerhalten, um gegen die russische Aggression in der Ukraine vorzugehen. Nochmals vielen Dank.

In dieser Zeit großer Machtkämpfe ist es wichtiger denn je, dass Deutschland eine Führungsrolle übernimmt. Ein Deutschland, das stärker und bereiter ist als jemals zuvor. Und das fängt natürlich mit sehr viel höheren Verteidigungsausgaben an.

Als größte Volkswirtschaft in Europa ist Deutschland unserer Ansicht nach in einer starken Position, um notwendige Investitionen zur Stärkung der Fähigkeiten des Bündnisses vorzunehmen und es mit zu führen.

Ich freue mich auf unser heutiges Gespräch, bei dem es darum gehen wird, in welche Bereiche diese Investitionen fließen könnten, wie eine bessere Lastenverteilung, die Stärkung und eine höhere Bereitschaft des Bündnisses erzielt werden können und wie wir uns wieder verstärkt der Verteidigung einer regelbasierten internationalen Ordnung widmen können.

Frau Ministerin, ich danke Ihnen noch einmal, dass Sie gekommen sind, und übergebe Ihnen jetzt das Wort, damit auch Sie zur Presse sprechen können.

Originaltext: Remarks by Secretary Esper at an Enhanced Honor Cordon and Meeting Welcoming German Defense Minister Kramp-Karrenbauer to the Pentagon