Historische Amtseinführungen

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir eine Bildergalerie vom Büro für internationale Informationsprogramme im US-Außenministerium über Amtseinfürhungen von US-Präsidenten. Die Fotogalerie wurde am 28. Dezember 2012 veröffentlicht.

 

„Ich gelobe (oder beteure) feierlich, dass ich das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich verwalten und die Verfassung der Vereinigten Staaten nach besten Kräften erhalten, schützen und verteidigen will.“ So lautet der Amtseid, den jeder Präsident der Vereinigten Staaten leistet.

 

 

Dieses Gemälde von Ramon de Elorriaga zeigt die Amtseinführung von George Washington als erster Präsident der Vereinigten Staaten am 30. April 1789 in der Federal Hall in New York.

 

 

 

 

 

 

 

Nach der Amtseinführung von Andrew Jackson am 4. März 1829 kamen mehr als 20.000 Gratulanten ins Weiße Haus, um ihn zu beglückwünschen.

Als William Henry Harrison am 4. März 1841 vereidigt wurde, lehnte er die Fahrt in einer geschlossenen Kutsche ab und ritt stattdessen auf einem Pferd zum Kapitol, wo er in eisiger Kälte mit über einer Stunde die längste Amtseinführungsrede der US-Geschichte hielt. Er kehrte, wieder hoch zu Ross, ins Weiße Haus zurück und bekam der umstrittenen Legende zufolge eine Erkältung, die zu einer Lungenentzündung wurde. Unumstritten ist jedoch, dass er einen Monat später, am 4. April, nach der kürzesten Präsidentschaft in der Geschichte des Landes, verstarb.

 

 

 

 

 

 

 

 

Vor der Ostseite des Kapitols, von der aus hier die Bauarbeiten an der Kuppel zu sehen sind, versammelten sich am 4. März 1861 anlässlich der Amtseinführung von Abraham Lincoln zahlreiche Menschen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Calvin Coolidge wird als 30. Präsident der Vereinigten Staaten vom Präsidenten des Obersten Gerichtshofs, William H. Taft, vereidigt. Dies ist das einzige Mal in der Geschichte der Vereinigten Staaten, dass ein ehemaliger Präsident einem neuen Präsidenten den Amtseid abnimmt.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der  scheidende Präsident Herbert Hoover schüttelt dem designierten Präsidenten Franklin Delano Roosevelt vor dem Weißen Haus am 4. März 1933 die Hand. Dies war die letzte Amtseinführung, die im März stattfand. Seit 1937 werden sie am 20. Januar abgehalten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Präsident John F. Kennedy am 20. Januar 1961 während seiner Rede bei der Amtseinführung, nachdem er seinen Amtseid am Kapitol in Washington abgelegt hat. In seiner berühmten Rede forderte er die Amerikaner dazu auf „nicht zu fragen, was Ihr Land für Sie tun kann, sondern zu fragen, was Sie für Ihr Land tun können.“

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach der Ermordung John F. Kennedys in Dallas am 22. November 1963 legte Vizepräsident Lyndon B. Johnson den Amtseid im Flugzeug des Präsidenten auf dem Rückweg nach Washington ab. Die Frau im Vordergrund ist Richterin Sarah T. Hughes, die einzige Frau, die bisher einen Amtseid abgenommen hat. Johnsons Frau, Lady Bird, steht links, Kennedys Witwe, Jacqueline, rechts.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der soeben vereidigte Präsident Jimmy Carter und First Lady Rosalynn Carter schrieben Geschichte, als sie zu Fuß vom Kapitol zum Weißen Haus gingen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Da der 20. Januar 1985 auf einen Sonntag fiel, legte Präsident Ronald Reagan den Eid für seine zweite Amtszeit in einer privaten Zeremonie im Weißen Haus ab, die vom Präsidenten des Obersten Gerichtshofs, Warren Burger, durchgeführt wurde. First Lady Nancy Reagan hielt dabei die Bibel. Die öffentliche Zeremonie am folgenden Tag wurde in der Rotunde des Kapitols abgehalten, da rekordverdächtige Minusgrade eine Veranstaltung draußen unmöglich machten.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Trotz eines der konfliktreichsten und zeitlich aufwändigsten Präsidentschaftswahlkämpfe in der Geschichte der Vereinigten Staaten kamen der scheidende Demokrat Bill Clinton und der designierte Präsident und Republikaner George W. Bush am 20. Januar 2001 zu einer friedlichen Übergabe der Macht zusammen.  In den Wochen nach dem Wahltag im Jahr 2000 wurde das knappe Rennen zwischen Bush und dem demokratischen Kandidaten, Vizepräsident Al Gore, vor Gericht gebracht, da das Ergebnis der Abstimmung im Wahlmännergremium von einer hauchdünnen Mehrheit im US-Bundesstaat Florida abhing. Der Oberste Gerichtshof entschied im Fall Bush vs. Gore, dass die Methode der Neuauszählung der Stimmen des Gerichtshofs in Florida eine Verletzung der Klausel über Gleichbehandlung des 14. Verfassungszusatzes der US-Verfassung (Equal Protection Clause of the U.S. Constitution) darstellte und genehmigte die Bestätigung George W. Bushs als Wahlsieger der 25 Wahlmännerstimmen des Staates Florida.

 

 

 

 

 

 

 

 

Am 20. Januar 2009 wurde Barack Obama als erster afroamerikanischer Präsident der Vereinigten Staaten vereidigt. Er leistete seinen Amtseid, mit dem er Geschichte schrieb, mit der Hand auf der Bibel, die einst Abraham Lincoln gehört hatte, dem Präsidenten, der die Sklaverei in den Vereinigten Staaten abgeschafft hatte.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Alle vier Jahre kommen zahlreiche Besucher nach Washington, die mit eigenen Augen die friedliche Übergabe der Exekutive erleben wollen, die ein Merkmal der amerikanischen Demokratie ist. Obwohl die Zuschauer der Amtseinführung 2013 sicherlich nicht so zahlreich erscheinen werden wie 2009 auf der National Mall auf diesem Bild, wird durch Berichterstattung in Rundfunk und Fernsehen sichergestellt werden, dass Millionen Menschen zuhören werden, wenn Präsident Obama sein Versprechen erneuert, dass er „das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten getreulich verwalten und die Verfassung der Vereinigten Staaten […] erhalten, schützen und verteidigen will.“

 

 

 

 

 

 

Originaltext: Historic Inaugurations