Internationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust

Anlässlich des Internationalen Tags des Gedenkens an die Opfer des Holocaust veröffentlichte das Weiße Haus am 26. Januar 2018 folgende Erklärung des Präsidenten.

Am morgigen 73. Jahrestag der Befreiung des nationalsozialistischen Vernichtungs- und Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau im besetzten Polen gedenken wir der systematischen und grausamen Ermordung von sechs Millionen Juden durch die Nationalsozialisten. In ihren Vernichtungslagern und unter ihrer unmenschlichen Herrschaft versklavten und töteten die Nationalsozialisten auch Millionen Slawen, Roma, LGBTI-Personen, Menschen mit Behinderungen, Geistliche, Religionsvertreter und andere, die sich mutig gegen ihr brutales Regime stellten.

Wir stehen in der Schuld der Holocaust-Überlebenden, die trotz ihrer Traumata ihre Erfahrungen, ihre Kraft, ihre Weisheit und ihren Großmut an uns weitergeben, um die Achtung der Menschenrechte zu fördern. Obwohl es immer weniger Überlebende gibt, sind ihre Geschichten unvergessen, und sie geben uns die Kraft, Intoleranz zu bekämpfen, darunter Antisemitismus und alle anderen Formen von Fanatismus und Diskriminierung.

Jede Generation muss aus dem Holocaust lernen und diese Lehren anwenden, damit nie wieder solche Gräueltaten gegen die Menschlichkeit begangen werden können. Wie ich schon einmal sagte: „Wir werden Vorurteile ausrotten. Wir werden den Hass verurteilen. Wir werden Zeugen sein, und wir werden handeln.“ In diesem Sinne müssen wir uns über Ländergrenzen hinweg mit engagierten Menschen zusammentun, um Vorurteile zu beseitigen und gerechtere Gesellschaften zu schaffen. Wir müssen wachsam bleiben und die Grundrechte und die inhärente Würde jedes einzelnen Menschen schützen.

Am Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust werden wir uns dieses dunklen Schandflecks in der Menschheitsgeschichte bewusst und geloben, so etwas nie wieder geschehen zu lassen.

Originaltext: Presidential Message on International Holocaust Remembrance Day