James Jay Carafano, Vizepräsident der Heritage Foundation, besucht Berlin

James Jay Carafano

Am 12. Oktober traf sich Dr. James Jay Carafano, Vizepräsident der Heritage Foundation, einer in Washington beheimateten Denkfabrik, mit einer Gruppe Journalisten zu einem Pressegespräch über die Außen-und Sicherheitspolitik der Trump-Administration. Dr. Carafano erläuterte die Veränderungen in der Außen- und Sicherheitspolitik der jetzigen Administration und betonte, dass Frieden und Stabilität in Europa nach wie vor von größter Bedeutung für die Trump-Administration seien. Auf die Frage, warum der Eindruck entstanden sei, dass es eine starke Veränderung in der Außen – und Sicherheitspolitik gebe, erklärte Dr. Carafano , dass dies mit der unkonventionellen Form der Kommunikation zusammenhänge. Er sagte, dass zu keinem Zeitpunkt nach dem zweiten Weltkrieg ein größeres Interesse an einem guten transatlantischen Verhältnis und einem friedlichen und stabilen Europa geherrscht habe.

Neben dem Pressegespräch nahm Dr. Carafano auch an einer interaktiven Diskussionsveranstaltung mit dem Grassroots-Thinktank Polis 180 teil. Während der Veranstaltung wurden aktuelle außen- und sicherheitspolitische Herausforderungen aufgenommen und in kleinen Diskussionsgruppen innovative Lösungsansätze erarbeitet. Im Blickpunkt standen Fragen wie: „Welche besonderen Herausforderungen ergeben sich durch die stärkere Vernetzung der Welt für die US-amerikanische Außenpolitik? Welche Rolle spielt dabei die Digitalisierung in Diplomatie und Sicherheitspolitik? Welche Lösungsansätze und Chancen können wir daraus wiederum ableiten?“ Ziel des Workshops war es, die Herausforderungen US-amerikanischer Außenpolitik im 21. Jahrhundert besser einordnen und bewerten zu können.

Des Weiteren sprach Dr. Carafano auf einer Veranstaltung der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik zur Außenpolitik der US-Regierung. Nach seiner Einschätzung fallen die außenpolitischen Entscheidungen Präsident Trumps bei aller Rhetorik „sehr traditionell“ aus. Dr. Carafano plädierte dafür, weniger auf die Twitter-Seite des Präsidenten zu schauen – und mehr auf das, was die Regierung tatsächlich unternehme.