Lernen Sie die neue US-Handelsbeauftragte kennen

Katherine C. Tai (links) leistet ihren Amtseid als US-Handelsbeauftragte. In dieser Funktion will sie Bündnisse neu aufbauen, Ungerechtigkeiten thematisieren, den Klimawandel anpacken und vieles mehr (Foto: Alex Brandon/AP Images)

In diesem Artikel, der am 6. Mai 2021 auf ShareAmerica, einer Website des US-Außenministeriums, erschien, stellt Lenore T. Adkins die neue US-Handelsbeauftragte, Katherine C. Tai, vor.

Katherine C. Tai, die neue US-Handelsbeauftragte, bringt viel Erfahrung mit, unter anderem als Chefjustiziarin für die Durchsetzung von Handelsregeln gegenüber China.

Tai ist die 19. US-Handelsbeauftragte, seit das Amt im Jahr 1962 durch ein Bundesgesetz geschaffen wurde. Davor fiel die US-Handels- und Investitionsdiplomatie in den Zuständigkeitsbereich des US-Außenministeriums. Das Büro des US-Handelsbeauftragten wurde 13 Jahre später geschaffen. Heute beschäftigt die Behörde weltweit 200 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit fachspezifischer Erfahrung in Handelsangelegenheiten. In ihrer Funktion ist Tai Chefhandelsberaterin des Präsidenten, Unterhändlerin und Sprecherin in Handelsfragen.

In ihrer ersten Ansprache an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sagte Tai, ihr Team habe von Präsident Biden einen klaren Auftrag erhalten. Von der Umsetzung und Durchsetzung des neuen Handelsabkommens zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada und dem Wiederaufbau von Bündnissen über die Prüfung der Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf den Handel bis hin zur Gleichstellung der Ethnien und Geschlechter und dem Klimawandel – ihr Team hat eine Menge Arbeit vor sich.

„Wir werden gleichzeitig laufen und dabei Kaugummi kauen und Schach spielen müssen“, sagte Tai. „Ich weiß, wie viel Fachwissen, Talent und Engagement Sie alle in Ihre Arbeit einbringen. Ich bin zuversichtlich, dass wir diese Herausforderung gemeinsam meistern werden.“

Katherine C. Tai bei ihrer Anhörung vor dem US-Senat (Foto: Bill O’Leary/The Washington Post/AP Images)
Katherine C. Tai bei ihrer Anhörung vor dem US-Senat (Foto: Bill O’Leary/The Washington Post/AP Images)

Bevor sie Bidens Kabinett beitrat, beriet Tai als Chefjustiziarin für Handel den Ausschussvorsitzenden und die demokratischen Mitglieder im Finanz- und Steuerausschuss des Repräsentantenhauses in internationalen Handelsfragen. So half sie dem Ausschuss beispielsweise, das Handelsabkommen zwischen den Vereinigten Staaten, Mexiko und Kanada zu verbessern und die nötige Unterstützung für dessen Verabschiedung zu sichern.

Von 2007 bis 2014 arbeitete sie im Büro des Chefjustiziars des US-Handelsbeauftragten. Dort stieg sie vom Associate General Counsel zur Chefjustiziarin für die Durchsetzung von Handelsregeln gegenüber China auf. Vor der Welthandelsorganisation hat Sie die Vereinigten Staaten in zahlreichen Klagen gegen Chinas Handelspraktiken erfolgreich vertreten.

Tai, deren Eltern aus China stammen, wurde in Connecticut geboren und wuchs in Washington auf. Sie studierte in Yale und erwarb an der Harvard Law School einen Abschluss in Rechtswissenschaften.

Den Amtseid legte Tai vor Vizepräsidentin Harris am 18. März ab, einen Tag nachdem ihre Nominierung mit 98:0 Stimmen einstimmig vom US-Senat bestätigt worden war. Sie ist die erste Amerikanerin asiatischer Abstammung, die die Vereinigten Staaten bei internationalen Handelsverhandlungen vertreten wird, ein Amt, in dem sie, wie sie den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern versprach, „beispiellosen Einsatz“ zeigen werde.

Originaltext: Meet the woman who represents the United States in trade