Martin J. Walsh

Martin J. Walsh bei seiner Vereidigung als Arbeitsminister (Foto: US-Arbeitsministerium)

Bei der vorliegenden Biografie des US-Arbeitsministers handelt es sich um eine Übersetzung der englischen Originalfassung, die auf der Website des US-Arbeitsministeriums veröffentlicht wurde.

Martin J. Walsh wurde am 23. März 2021 als 29. Arbeitsminister der Vereinigten Staaten vereidigt. Walsh, ein stolzer Sohn der Stadt Boston, setzt sich schon sein Leben lang für Gleichberechtigung und Gerechtigkeit ein. Als Leiter des US-Arbeitsministeriums will er eine enge Verbindung zur arbeitenden Bevölkerung schaffen und ist entschlossen, die Wirtschaft so zu gestalten, dass alle davon profitieren.

1997 wurde er als Vertreter eines der vielfältigsten Wahlbezirke von Massachusetts ins Repräsentantenhaus gewählt. Dort konzentrierte er sich auf die Schaffung guter Arbeitsplätze, den Schutz von Arbeitnehmerrechten, den Ausbau der Behandlungsmöglichkeiten für psychische Krankheiten und Investitionen in öffentliche Verkehrsmittel.

In den letzten sieben Jahren, nach seiner Zeit als Abgeordneter des Bundesstaates, war Walsh Bürgermeister der Stadt Boston. Als Bürgermeister war er federführend an der Schaffung von beinahe 140.000 Arbeitsplätzen beteiligt und trug dazu bei, im gesamten Bundesstaat einen Mindestlohn von 15 US-Dollar pro Stunde sowie bezahlte Krankheitstage und eine bezahlte Elternzeit einzuführen. Er baute eine allgemeine, hochklassige Vorschule für alle Kinder sowie ein kostenloses Community College für Studierende mit niedrigem Einkommen auf.

Walsh setzte landesweit Maßstäbe, als es darum ging, auf die Corona-Pandemie zu reagieren: Er versorgte Ersthelfer und Pflegeheime mit Schutzausrüstung, stellte Gelder für die Notfallbetreuung der Kinder der im Gesundheitsbereich und an vorderster Front der Pandemie Tätigen zur Verfügung, stoppte Zwangsräumungen, ermöglichte Mietzuschüsse und schuf zahlreiche Fonds zur Unterstützung kleiner Unternehmen. Sein schon früh in der Pandemie gewählter Ansatz, Baumaßnahmen zu stoppen und Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, wurde von Gewerkschaften und Arbeitgebern gleichermaßen als vorbildlich hervorgehoben.

Als Bürgermeister von Boston war Walsh auch ein wichtiger Arbeiterführer. Nachdem er in der Gewerkschaft Laborers Local 223 in Boston in die Fußstapfen seines Vaters getreten war, stieg er zum Leiter des Baugewerberates Building and Construction Trades Council auf, den er von 2011 bis 2013 leitete. Er arbeitete mit Wirtschaftsführern und führenden Gemeindevertretern zusammen, um qualitativ hochwertige Projekte zu fördern, und er initiierte ein Programm namens Building Pathways, das inzwischen als Vorbild für die Schaffung von mehr Vielfalt am Arbeitsplatz und guter Karrierechancen für Frauen und People of Color gilt.

Walsh wurde im Stadtteil Dorchester geboren; seine Eltern waren Einwanderer. Seine Motivation ist es, dafür zu sorgen, dass die Wirtschaftsleistung unseres Landes allen Menschen zugutekommt. Walsh war am Burkitt-Lymphom erkrankt und ist davon genesen. Darüber hinaus ist er stolz, eine Suchterkrankung überwunden zu haben, und setzt sich seit Beginn seiner beruflichen Laufbahn dafür ein, die Therapie von Suchterkrankungen zu verbessern. Neben seiner Vollzeitbeschäftigung als Abgeordneter machte er am Boston College einen Abschluss in Politikwissenschaften.

Originaltext: Secretary of Labor Martin J. Walsh