Martin Luther King: lebenslanges Engagement für Menschenrechte

Mit dieser Statue an der Gedenkstätte für Martin Luther King in Washington wird der amerikanische Baptistenpfarrer, soziale Aktivist und Träger des Friedensnobelpreises gewürdigt. (Foto: US-Außenministerium)

Am 3. Montag im Januar würdigen die Amerikanerinnen und Amerikaner Leben und Werk von Dr. Martin Luther King (1929-1968). Dem Friedensnobelpreisträger werden die größten Errungenschaften der afroamerikanischen Bürgerrechtsbewegung während der Fünfziger- und Sechzigerjahre des letzten Jahrhunderts zugeschrieben. Als politischer Aktivist, sprachgewaltiger Redner und Verfechter des gewaltfreien Widerstands war King entscheidend daran beteiligt, seine amerikanischen Mitbürgerinnen und Mitbürger zum Kampf für die Aufhebung der Rassentrennung im Süden des Landes und in Teilen anderer Regionen und die Unterstützung für die Bürgerrechtsbewegung zu bewegen, die den rechtlichen Rahmen für die Gleichberechtigung der Ethnien in den Vereinigten Staaten schuf. 1994 erklärte der US-Kongress den Feiertag zu Ehren Martin Luther Kings zu einem National Day of Service und rief alle Amerikanerinnen und Amerikaner dazu auf, an diesem Tag ihre Zeit und Arbeitskraft der Vision Kings von einer „liebevollen Gemeinschaft“ zu widmen. In diesem Artikel von ShareAmerica, einer Website des US-Außenministeriums, geht Stephan Kaufman auf das internationale Vermächtnis von Dr. King ein.

Martin Luther King jr. wurde durch seinen heldenhaften Einsatz für das Ende der Rassendiskriminierung und die Bürgerrechte in den Vereinigten Staaten bekannt, für den er mit dem Leben bezahlte. Sein Einfluss wirkte weit über seine Heimat hinaus; er inspirierte Menschen auf der ganzen Welt.

Überall auf der Welt findet man nach King benannte Straßen und Boulevards – von Niger bis Australien, von Brasilien bis Deutschland. In Paris wurde ein Park nach ihm benannt, in Debrecen (Ungarn) gibt es eine Martin-Luther-King-Kirche, im kamerunischen Jaunde eine Martin-Luther-King-Schule und in Ouagadougou in Burkina Faso sogar eine Brücke, die seinen Namen trägt.

King hat seinen Kampf für Gleichberechtigung im Inland sein Leben lang bewusst mit internationalen Belangen verknüpft. Er war ein freimütiger Kritiker des südafrikanischen Apartheid-Regimes und des europäischen Kolonialismus in Afrika. Er unterstützte die Landreformen für die Bauern in Lateinamerika und betrachtete Armut als eine internationale Menschenrechtsfrage.

King und die amerikanische Bürgerrechtsbewegung trugen zur Verabschiedung des Internationalen Übereinkommens zur Beseitigung jeder Form von Rassendiskriminierung im Jahr 1965 bei, dem ersten Menschenrechtsvertrag seit dem Übereinkommen zur Verhütung und Bestrafung von Völkermord von 1948.

Am deutlichsten aber wird das Vermächtnis von Martin Luther King vielleicht in seiner Weltanschauung: Inspiriert von Mahatma Gandhis gewaltlosem Widerstand gegen die britische Herrschaft in Indien trat er für Gewaltfreiheit und Menschenwürde ein. King selbst hat viele Menschen dazu inspiriert, ihre Gesellschaft friedlich zu verändern – von der Solidarnosc, die sich gegen die sowjetische Besatzung in Polen richtete, bis zu Nelson Mandelas Kampf für ein Ende der Apartheid in Südafrika.

Heute, fast 50 Jahre nach seiner Ermordung, handeln immer noch viele Menschen nach der weltweit gültigen Aussage von Dr. King, dass „Ungerechtigkeit an einem Ort eine Bedrohung für die Gerechtigkeit an jedem Ort ist“

Originaltext: Martin Luther King Jr.: Global beacon for human rights