Wo die Straßen seinen Namen tragen: Martin Luther King

Foto: US-Außenministerium/D. Thompson

Auf der ganzen Welt sind Straßen nach Martin Luther King benannt. Warum und wo das der Fall ist, beschreibt Lenore T. Adkins in ihrem Text vom 14. Januar 2020, der in anderer Fassung bereits im Februar 2019 auf ShareAmerica, einer Website des US-Außenministeriums, erschien.

In fast jedem Teil der Welt findet man Tausende von Straßen, die nach Martin Luther King jr. benannt sind. Sie belegen, dass sein Einfluss und sein Vermächtnis des gewaltlosen Widerstands auch heute noch nachwirken.

Zu den Ländern mit Straßen, die nach King benannt sind, gehören laut OpenStreetMap, einer von Freiwilligen erstellten Open-Source-Weltkarte, Argentinien, Belgien, Brasilien, Dänemark, Deutschland, Frankreich, Haiti, Indien, Israel, Kamerun, Madagaskar, Mexiko, Niger, Österreich, Panama, Peru, Portugal, Rumänien, Südafrika, Spanien, Suriname, Togo, Tansania und Zypern.

„Das sagt wirklich eine ganze Menge über den weltweiten Einfluss Kings und seiner Lehren über Bürgerrechte aus“, sagt Derek Alderman, Professor für Geografie an der University of Tennessee in Knoxville.

In den Vereinigten Staaten ist Kings Geburtstag ein landesweiter Feiertag: der Martin Luther King Jr. Day wird am dritten Montag im Januar begangen. Martin Luther King wurde am 15. Januar 1929 geboren.

Nahaufnahme von Straßenschildern, im Hintergrund Häuser. (Foto: Michael S. Williamson/The Washington Post/Getty Images)
Blick auf die Martin-Luther-King-Jr.-Avenue in Southeast Washington am 16. Januar 2009. (Foto: Michael S. Williamson/The Washington Post/Getty Images)

 

Haarlem in den Niederlanden war eine der ersten Städte außerhalb der Vereinigten Staaten, die eine Straße nach King benannte, so Alderman. Weniger als einen Monat nach Kings Ermordung 1968 stimmten die Stadtoberhäupter dafür, eine Allee nach ihm zu benennen: die Martin-Luther-Kinglaan. In Gelderland in den Niederlanden sind die nach Martin Luther King und Mahatma Gandhi benannten Straßen miteinander verbunden – die Lehren Gandhis beeinflussten King, der 1959 Indien besuchte.

King ist dafür bekannt, im Kampf für die Bürgerrechte von Afroamerikanern, auch bei Boykotten und Märschen, auf Gewalt verzichtet zu haben. Die Bürgerrechtsbewegung in den Vereinigten Staaten war ein Wendepunkt, und die Lehren Kings fanden weltweit Widerhall, so Alderman.

Der Friedensnobelpreis, mit dem King 1964 für seine Arbeit ausgezeichnet wurde, festigte seinen internationalen Ruf. Später kämpfte King für die Rechte von Arbeitnehmern und gegen Armut.

„Sein Vermächtnis, wer King war und was er den Menschen bedeutete, ist von großer historischer Relevanz“, so Alderman.

Originaltext: Where streets have one name: Martin Luther King Jr.