Naturwunder im Mittleren Westen

Spektakulärer Nachthimmel in den Badlands in South Dakota. (Foto: Daniel Regner/Getty Images)

Dieser Artikel von Sadie Goering über den amerikanischen Mittelwesten erschien am 27. Juli 2018 auf ShareAmerica, einer Website des US-Außenministeriums.

Der Mittlere Westen, der auch als Brotkorb der Vereinigten Staaten bezeichnet wird, ist für seine verarbeitende Industrie und Landwirtschaft, seine fruchtbaren Böden und die freundlichen Menschen bekannt. Weniger bekannt sind die Naturwunder in den weiten Ebenen des Mittleren Westen. In den Ebenen und versteckten Tälern der Region befinden sich einige der schönsten Wahrzeichen der Vereinigten Staaten.

Alte Postkarte der Badlands (Foto: Found Image Holdings/Corbis/Getty Images)
Alte Postkarte (Foto: Found Image Holdings/Corbis/Getty Images)

Badlands National Park (South Dakota)

Die zerklüftete Landschaft der Badlands erstreckt sich über 90.650 Hektar und zieht mit ihren ungewöhnlichen gestreiften und gemusterten Felsformationen jährlich beinahe eine Million Besucher an. Zu den einheimischen Tierarten zählen Bisons, Präriehunde und Schwarzfußiltisse.

Vor 75 Millionen Jahren waren die Badlands von Wasser bedeckt, wodurch die Landschaft erodierte und sich diese markanten Plateaus und Felsstrukturen bildeten, die Touristen heute so faszinieren. Das Meer hinterließ außerdem eines der weltweit umfassendsten Vorkommen von Knochen- und Muschelfossilien. (Der Badlands National Park liegt nur 120 Autominuten von einer weiteren, Sehenswürdigkeit entfernt, dem Mount Rushmore. Hier wurden die Gesichter von vier Präsidenten — George Washington, Thomas Jefferson, Abraham Lincoln und Theodore Roosevelt — in einem Granitfels verewigt.)

Felsformation an Fluss (Foto: Jacob Boomsma/Alamy)
(Foto: Jacob Boomsma/Alamy)

Dells of the Wisconsin River (Wisconsin)

Die Täler des Wisconsin (Dells of the Wisconsin River), die für ihre Schluchten, Nebenflüsse und Sandsteinfelsen berühmt sind, erstrecken sich über acht Kilometer und sind sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern sehr beliebt. An einigen Punkten erheben sich die durch Wind und Wasser erodierten Felsen bis zu 30 Meter über die Wasseroberfläche.

In der Nähe von Wisconsin Dells befinden sich auch einige Spaß- und Erlebnisbäder, darunter das größte weltweit.

Chimney Rock bei Sonnenuntergang (Foto: Stephen Saks Photography/Alamy)
(Foto: Stephen Saks Photography/Alamy)

Chimney Rock (Nebraska)

Der Chimney Rock erhebt sich beinahe 91 Meter über das Tal des North Platte River. Er ist ein beeindruckendes Wahrzeichen, das für die Pioniere auf dem Oregon Trail von Independence (Missouri) nach Oregon City (Oregon) im 19. Jahrhundert einst zu den berühmtesten Orientierungspunkten zählte. Seit Mitte des 19. Jahrhunderts kamen die Siedler auf ihrer 3.200 Kilometer langen Reise gen Westen an dieser beachtlichen Struktur vorbei. Diese Felsformation signalisierte das Ende des flachen Prärieweges und den Beginn des steileren, bergigeren Terrains von Colorado.

Chimney Rock ist heute als Nationale Historische Stätte ausgewiesen.

Große Felsformationen (Foto: RGB Ventures/SuperStock/Alamy)
(Foto: RGB Ventures/SuperStock/Alamy)

Rock City (Kansas)

Die insgesamt 200 sphärischen Felsbrocken in Rock City bestehen aus Kalkspat und haben einen Durchmesser von drei bis sechs Metern. Diese geologische Anomalie prägt einen Bereich des flachen Prärielandes in Kansas.

Die Besucher klettern gerne auf die Felsbrocken, um für Fotos zu posieren.

Postkarte von Starved Rock State Park und Foto von Wanderweg im Herbst (Foto: Archive PL und Foto: Wildnerdpix/Alamy)
Alte Postkarte (links) und Wanderweg im Nationalpark (rechts) (Foto: Archive PL and © Wildnerdpix/Alamy)

Starved Rock (Illinois)

Starved Rock mit seinen markanten, durch Gletscherschmelzwasser geformten Canyons, bietet eine atemberaubende Landschaft und mehr als 21 Kilometer Wanderwege mit Zugang zu Wasserfällen und natürlichen Quellen.

Zelten, Angeln und Bootstouren gehören zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten im Park. Im Winter, wenn der Park schneebedeckt ist und sich die malerischen Wasserfälle in Eisfälle verwandeln, können die Besucher Schlittschuh laufen oder rodeln.

(Foto: Daniel Borzynski/Alamy)

Brandywine Falls (Ohio)

Umgeben von einer harten Sandsteinschicht fallen die Brandywine Falls in Ohio 26 Meter in die Tiefe und sind Besuchern über einen Plankenweg zugänglich. Die unregelmäßige Schicht aus Berea-Sandstein bedeckt weiche Felsen und Cleveland-Schiefer, die dem Wasserfall das Aussehen eines Brautschleiers verleihen.

Bison im Fluss vor Bergen im Hintergrund (Foto: Danita Delimont/Alamy)
(Foto: Danita Delimont/Alamy)

Theodore Roosevelt National Park (North Dakota)

Der Theodore Roosevelt Nationalpark ist Heimat hunderter Tierarten und ein beliebtes Tourismusziel für die Beobachtung wildlebender Tiere, zum Wandern und zum Reiten.

Die Landschaft verändert sich mit der Jahreszeit – braunes Weideland im Herbst, schneebedeckte Felder im Winter, einheimisches grünes Gras im Frühjahr und Sommer. In den Abendstunden dient der weite, offene Himmel als spektakuläre Kulisse für unzählige Sterne und Meteoritenschauer, die häufig zu sehen sind.

Originaltext: America’s Midwest has vast natural beauty