Regierung Trump genehmigt neue Pipeline

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir einen Artikel von AP über die Keystone-Pipeline, der am 24. März 2017 auf ShareAmerica, einer Website des US-Außenministeriums, erschien.

Keystone XL Pipeline. (Foto: AP Images)
Die geplante Pipeline Keystone XL wird täglich etwa 800.000 Barrel Öl transportieren. (Foto: AP Images)

Am 24. März hat die Regierung Trump die Pipeline Keystone XL genehmigt, die Öl von den kanadischen Raffinerien entlang der texanischen Golfküste transportieren soll.

Die Entscheidung beendet die jahrelange Debatte der Beteiligten über das Schicksal der acht Milliarden US-Dollar teuren Pipeline. Sie stellt eine der umfangreichsten Maßnahmen dar, die die Regierung Trump bisher ergriffen hat.

„Es wird eine fantastische Pipeline sein“, so Präsident Trump, sie wird „die großartigste uns bekannte Technologie“ nutzen. „Darauf sind wir, offen gesagt, sehr stolz.“ Trump sagte, dass die Pipeline Tausende amerikanische Arbeitsplätze schaffen werde.

Das US-Außenministerium, das für die Prüfung des Projektes verantwortlich war, da die Pipeline Ländergrenzen überquert, hat entschieden, dass der Bau im nationalen Interesse der Vereinigten Staaten liegt. Zu dieser Schlussfolgerung sei man nach Prüfung der umweltpolitischen, wirtschaftlichen und diplomatischen Faktoren gekommen, so das Ministerium.

TransCanada, das in Calgary ansässige Unternehmen, das 2008 zum ersten Mal um Genehmigung durch den Präsidenten ersuchte, nannte die Entscheidung einen „entscheidenden Meilenstein“.

Der CEO von TransCanada, Russ Girling, nannte die Pipeline „die sicherste und verlässlichste Methode, um unsere Produkte auf den Markt zu bringen“.

Planungsgemäß soll die 2.735 km lange Pipeline Öl aus den Teersand-Abbaugebieten in Alberta (Kanada) zu den Raffinerien entlang der texanischen Golfküste transportieren. Sie wird durch Montana, South Dakota, Nebraska, Kansas und Oklahoma verlaufen.

Teile von Keystone wurden bereits gebaut.

Weitere Genehmigungen erforderlich

Trotz der Genehmigung durch den Präsidenten steht die Pipeline noch immer vor Hindernissen – insbesondere, was den Verlauf anbelangt, gegen den in den Bundesstaaten gerichtlich vorgegangen wird. Amerikanische Ureinwohner und Landbesitzer haben sich Umweltschutzgruppen im Kampf gegen die Pipeline angeschlossen.

TransCanada teilte mit, dass das Unternehmen weiterhin mit „Anwohnern in Nebraska, Montana und South Dakota sprechen werde, um die erforderlichen Genehmigungen und Zulassungen einzuholen, die für die Umsetzung des Projektes erforderlich sind“.

Die Präsidialgenehmigung wurde von Thomas Shannon, einem hochrangigen Berufsdiplomaten im US-Außenministerium, unterzeichnet und nicht von US-Außenminister Rex Tillerson. Aufgrund seiner früheren Tätigkeit als CEO beim Ölkonzern Exxon Mobil lehnte der Minister dies wegen Befangenheit ab.

Der kanadische Minister für Rohstoffe, Jim Carr, sagte, die kanadische Regierung sei über die Entscheidung erfreut. 97 Prozent der kanadischen Ölexporte gehen in die Vereinigten Staaten.

„Nichts ist für die US-Volkswirtschaft wichtiger als der Zugang zu einer sicheren und verlässlichen Energiequelle. Diese Quelle ist Kanada“, sagte Carr.

Originaltext: Trump administration approves new pipeline