Verstärkte Offensive gegen die IS-Terrormiliz

Kampfjets an Deck der U.S.S. Dwight D. Eisenhower als Teil der Operation Inherent Resolve, des Militäreinsatzes, mit dessen Hilfe die IS-Terrormiliz aus dem Irak und Syrien vertrieben werden soll (Foto: AP Images)

Der Kampf gegen die IS-Terrormiliz wurde in den vergangenen Monaten intensiviert, einhergehend mit humanitärer Hilfe für Betroffene im Kriegsgebiet. Auf ShareAmerica, einer Website des US-Außenministeriums, erschien am 22. August 2017 ein Artikel zum Thema.

Die Vereinigten Staaten führen die Internationale Allianz gegen den Islamischen Staat (Global Coalition to Defeat ISIS) an. Das Bündnis unterstützt mit seinen 73 Mitgliedern Militäroperationen, die von und mit den Partnerstreitkräften im Irak und in Syrien oder mit ihrer Unterstützung durchgeführt werden. In den vergangenen sechs Monaten wurde der Militäreinsatz gegen die IS-Terrormiliz signifikant verstärkt.

In den jüngsten Besprechungen führten US-Außenminister Rex Tillerson und der Sondergesandte des Präsidenten für die Internationale Allianz gegen den Islamischen Staat, Brett McGurk, die Fortschritte auf die verstärkte militärische Offensive unter Präsident Trump und darauf zurück, dass die Zuständigkeit für Entscheidungen während der Kampfhandlungen auf die Kommandeure vor Ort übertragen wurde.

Die IS-Terrormiliz rief im Jahr 2014 das Kalifat aus, übernahm die Kontrolle über große Gebiete im Irak und in Syrien und rekrutierte ausländische Kämpfer. Mit Unterstützung von US-Militärausbildern begannen die irakischen Streitkräfte 2015, die militanten Kämpfer zurückzudrängen. Am 10. Juli 2017 befreiten irakische Sicherheitskräfte die irakische Stadt Mossul.

Die IS-Terrormiliz musste sich aus Gebieten mit einer Fläche von insgesamt 70.000 Quadratkilometern zurückziehen, was etwa 78 Prozent der Gebiete entspricht, die sie einst im Irak eingenommen hatten und 58 Prozent ihrer ehemaligen Gebiete in Syrien. Über 20.000 Quadratkilometer, beinahe 30 Prozent dieser Gesamtfläche, wurden im Rahmen des verstärkten Militäreinsatzes während der vergangenen sechs Monate zurückerobert.

Ein Mann winkt vorbeifahrendem US-Militärfahrzeug (Foto: Rodi Said/Reuters)
Ein Mann winkt in der syrischen Stadt Darbasiya, nahe der türkischen Grenze, einem US-Militärkonvoi zu. (Foto: Rodi Said/Reuters)

Wie McGurk in einem Brief an die Allianz schrieb, gehen militärische Erfolge Hand in Hand mit humanitären Maßnahmen. Mehr als zwei Millionen irakische Zivilisten konnten in ihre Heimat in den befreiten Gebieten zurückkehren – eine beispiellose Rückkehrerquote in Gebiete, die kurz zuvor noch umkämpft waren.

Seit 2014 haben die Vereinigten Staaten dem Irak mehr als 1,4 Milliarden US-Dollar an humanitärer Hilfe zukommen lassen; dazu kamen in den vergangenen zwei Jahren zusätzlich mehr als 265 Millionen US-Dollar Stabilisierungshilfe.

Für die syrische Stadt Rakka haben US-Experten einen Plan entworfen, der am Tag nach der Befreiung die Lieferung humanitärer Hilfsgüter für die 50.000 noch eingeschlossenen Menschen vorsieht. Die schon bereitstehenden Versorgungsgüter umfassen Lebensmittel, Zelte, Unterstände und medizinische Produkte sowie Ausstattung, die der gesamten Bevölkerung zugute kommen.

Darüber hinaus haben die Vereinigten Staaten im Nordosten Syriens ausreichend Lebensmittel für 447.000 und medizinisches Material für die Behandlung von 200.000 Menschen gelagert. Weitere medizinische Versorgungsgüter sind McGurk zufolge bereits auf dem Weg. Wasser, Hygieneartikel sowie Sanitärbedarf sind bereits in ausreichendem Maße vorhanden, um 180.000 Menschen über zwei Monate versorgen zu können.

„All diese Dinge werden bereitgestellt, damit sie am Tag nach dem Sieg über die IS-Terrormiliz zur Verfügung stehen“, so der Sondergesandte.

Mann beobachtet Rauchsäule in einiger Entfernung (Foto: AP Images)
Nach einem Luftschlag der philippinischen Streitkräfte im Kampf gegen islamistische Extremisten in Marawi (Philippinen) steigt eine Rauchsäule auf. (Foto: AP Images)

„Der nächste Schritt im weltweiten Kampf gegen die IS-Terrormiliz ist das Eingeständnis, dass sie ein globales Problem darstellt. Wir erkennen bereits, dass Teile der IS-Terrormiliz auf den Philippinen … Fuß fassen“, sagte Tillerson.

Der US-Außenminister sagte während eines Gipfels der ASEAN-Staaten vom 2. – 8. August in Manila (Philippinen), dass er für die Minister „Schritte, die in der Region unternommen werden sollten“, erläutern wolle. Dazu zählen der Informationsaustausch zur Verfolgung von Terroristen, die Verbesserung der Grenzsicherung, die Unterbindung von Netzwerken zur Terrorfinanzierung sowie die Beseitigung sicherer Rückzugsorte.

Der Kampf ist noch lange nicht beendet und die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten sind entschlossen, die IS-Terrormiliz zu vernichten.

Originaltext: Accelerating the campaign to annihilate ISIS