Pressekonferenz von Außenminister Tillerson

Am 4. Oktober trat US-Außenminister Rex Tillerson im Weißen Haus vor die Presse, um zu Gerüchten um seinen Rücktritt und einigen die US-Außenpolitik betreffenden Fragen Stellung zu nehmen.

Guten Morgen. Ich möchte mich zu verschiedenen Meldungen von heute Morgen äußern. Zunächst möchte ich festhalten, dass ich mich heute ebenso zum Erfolg unseres Präsidenten bekenne wie an jenem Tag, als ich sein Angebot annahm, Außenminister zu werden. Die „America-First“-Politik von Präsident Trump hat Millionen Menschen eine Stimme gegeben, die sich von der Politik im Stich gelassen fühlten und den Eindruck hatten, ihre Interessen seien denen anderer Länder nachgeordnet. Die außenpolitischen Ziele von Präsident Trump sprengen die üblichen Vorstellungen der Menschen davon, was wir mit unserem Land erreichen können. Wir schlagen neue Wege des Regierens ein, die uns zu neuen Erfolgen führen. Es ist jetzt unsere Aufgabe, im Namen der Vereinigten Staaten Ergebnisse zu erzielen, und das tun wir.

Wir haben dafür gesorgt, dass die internationale Gemeinschaft sich geschlossen hinter unsere Kampagne stellt, Nordkorea mit friedlichen Mitteln unter Druck zu setzen; dazu gehörte auch,China zu überzeugen, beispiellosen wirtschaftlichen Druck auf Nordkorea auszuüben. Beim Gipfeltreffen in Riad hat der Präsident mehrheitlich muslimische Länder dazu aufgefordert, im Kampf gegen den Terrorismus neue Verantwortung zu übernehmen. Die NATO-Mitgliedsstaaten tragen jetzt mehr zu unserer gemeinsamen Sicherheit bei. Und unser Vorgehen im südlichen Asien und insbesondere in Afghanistan zielt darauf ab, mithilfe unserer Beziehungen zu Indien und Pakistan den Terrorismus auszumerzen und die afghanische Regierung darin zu unterstützen, die Sicherheit ihrer Bevölkerung zu gewährleisten. Das falsche Kalifat der IS-Terrormiliz im Irak und in Syrien steht dank einer aggressiven neuen Strategie des Präsidenten kurz vor dem völligen Untergang.

Was wir bisher erreicht haben, haben wir als Team erreicht. In ähnlicher Weise hat Finanzminister Mnuchin wirtschaftliche Sanktionen gegen Nordkorea und andere Länder verhängt. Länder müssen sich zunehmend entscheiden, ob sie mit Nordkorea oder mit der Gemeinschaft friedliebender Staaten Geschäfte machen wollen. Botschafterin Haley hat diese Bestrebungen mit dem Erfolg angeführt, dass die Vereinten Nationen die bisher härtesten Sanktionen gegen Nordkorea verhängt haben.

General Mattis und ich tauschen uns praktisch jeden Tag aus und sind uns einig, dass unsere diplomatischen und militärischen Bemühungen in höchstem Maße aufeinander abgestimmt werden müssen. Man kann keinen stärkeren Partner haben als einen Verteidigungsminister, der der Diplomatie einen hohen Stellenwert einräumt, und ich hoffe, dass er in mir den Partner sieht, den er im Außenministerium braucht.

Und das sind nur einige wenige aus einer ganzen Reihe von Partnern und Freunden in der Regierung, die alle für die amerikanische Bevölkerung arbeiten. Es gibt viel zu tun, und wir stehen ganz am Anfang.

Ich möchte auf einige Details eingehen, die heute Morgen fälschlich berichtet wurden. Der Vizepräsident musste mich zu keinem Zeitpunkt überreden, Außenminister zu bleiben, da ich zu keinem Zeitpunkt vorhatte, zurückzutreten. Ich schätze die Freundschaft und den Rat des Vizepräsidenten sehr und bewundere seine Führung innerhalb der Regierung von Präsident Trump, in deren Rahmen er so viele wichtige außen- wie auch innenpolitische Bereiche angeht.

Ich möchte Ihnen sagen, wie ich diesen Präsidenten kennengelernt habe, den ich nicht kannte, bevor ich dieses Amt antrat. Er liebt sein Land. Er stellt Amerika und die Amerikanerinnen und Amerikaner an die erste Stelle. Er ist schlau. Er fordert überall und zu jeder Zeit Ergebnisse. Wer mit ihm zusammenarbeitet, muss Rechenschaft darüber ablegen, ob er oder sie die übertragenen Aufgaben erledigt hat oder nicht. Rechenschaftspflicht ist ein grundlegender Wert, den der Präsident und ich teilen.

Ich bin neu hier in Washington. Aber ich habe bereits festgestellt, dass hier einige versuchen, ihre eigenen Ziele zu fördern und Präsident Trumps Agenda zu unterlaufen, indem sie Unfrieden stiften und andere in Stücke reißen. Ich arbeite nicht so, und ich werde auch nicht so arbeiten. Dasselbe gilt für mein gesamtes Team hier im Außenministerium.

Wenn ich morgens aufwache, gilt mein erster Gedanke der Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger im In- und Ausland. Ich könnte keine größere Verantwortung tragen als für die Sicherheit der Amerikanerinnen und Amerikaner. Die Sicherheit der Vereinigten Staaten muss das vorrangige Ziel unserer amerikanischen Außenpolitik sein. Präsident Trump und seine Regierung werden ihre Arbeit weiterhin als geeintes Team mit einem gemeinsamen Auftrag fortsetzen: Großes für die Vereinigten Staaten von Amerika zu leisten, um Amerika wieder groß zu machen.

Vielen Dank.

Originaltext: Remarks at a Press Availability