Mahogany Jones: Ihre Musik verbindet

Foto: Mahogany Jones

WASHINGTON – (AD) – Im Rahmen des American Music Abroad Program besuchte die Rapperin Mahogany Jones Pakistan und Madagaskar. Das Programm zielt darauf ab, unterschiedliche Kulturen mit der Kraft der Musik zu verbinden. Nachfolgend veröffentlichen wir einen Artikel von Lenore T. Adkins, der am 9. März auf ShareAmerica, einer Website des US-Außenministeriums, veröffentlicht wurde.

Rapperin Mahogany Jones erinnert sich, dass ihr kürzlich während einer Reise nach Pakistan die Tränen über das Gesicht liefen, als sie einem beeindruckenden Lied auf Urdu zuhörte. Jones (38) versteht die Sprache zwar nicht, aber die Musik hat sie ergriffen. Als sie die Band nach dem Lied fragte, erfuhr sie, dass darin eine verlorene Liebe betrauert wurde.

„Ich verstand zwar den Text nicht, aber das, was sie da machten, war so gefühlvoll“, sagte Jones. „Das rief dann die entsprechende Reaktion hervor.“

Mahogany Jones mit erhobener Faust und Mikrophon, mit drei weiteren Musikern auf der Bühne (Foto: Mahogany Jones)
Mahogany Jones bei einem Auftritt in Madagaskar. (Foto: Mahogany Jones)

Im Rahmen des Programms American Music Abroad Program des US-Außenministeriums besuchte Jones im vergangenen Herbst Pakistan und Madagaskar. Das Programm zielt darauf ab, unterschiedliche Kulturen durch die Kraft der Musik zu verbinden. Die Künstlerin gab in beiden Ländern Konzerte und veranstaltete Workshops, in denen sie einheimischen Musikern die Welt des Hip-Hop näherbrachte und ihnen die Möglichkeit eröffnete, die eigene Musik mit Hip-Hop zu verschmelzen. Für Jones ist Hip-Hop die Kultur der Außenseiter. Sie entstand in den Siebzigerjahren des 20. Jahrhunderts unter Schwarzen und Latinos in der verarmten Gegend der South Bronx von New York City.

Mahogany Jones, sitzend auf einer Bank (Foto: Mahogany Jones)
Mahogany Jones zählt Common, Lauryn Hill und M.C. Lyte zu Künstlern, die sie beeinflussen. (Foto: Mahogany Jones)

 

„Diese Musik ist die Stimme derer, die an den Rand der Gesellschaft gedrängt wurden. Ich denke, wenn es eine Gruppe gibt, die wieder und wieder marginalisiert wird, dann sind es dunkelhäutige Frauen“, sagte Jones, die in einem Vorort von New York aufwuchs. Heute lebt sie in Detroit, wo sie sich in Schulen und gemeinnützigen Einrichtungen engagiert, die mit Hilfe von Musik, Lyrik und Kunst junge Menschen auf das Leben vorbereiten wollen.

In ihrer Kindheit erlebte sie häusliche Gewalt – eine Geschichte, die sie bei einem lokalen Radiosender in Madagaskar erzählte. Nach der Sendung kam ein männlicher Mitarbeiter auf sie zu und war voller Anerkennung für ihren Mut, denn er sei selbst unter ähnlichen Umständen aufgewachsen. Jones bezeichnete dieses Gespräch als eines der emotionalsten ihrer Reise.

In Pakistan zeigten ihr einheimische Musiker, wie sie ihre Instrumente spielten, darunter auch eine Gitarre, die als Rubab bezeichnet wird, und verschiedene Arten von Trommeln. In einem der Workshops brachten ihr einige Sufi ihre Gebetslieder bei.

Bei einem Workshop in Pakistan über geschlechtsspezifische Gewalt in Pakistan sang Jones ihr Lied Hail to the Queen, in dem Männer aufgefordert werden, Frauen als Frauen zu respektieren.

Einen der prägendsten Momente erlebte die Rapperin in Islamabad, als sie erfuhr, dass der berühmte Musiker und Theologe Junaid Jamsheed bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen war. Jones und ihre Band traten ihm zu Ehren zusammen mit jungen pakistanischen Musikern auf und spielten eine Fusion-Version von Dil Dil Pakistan, der inoffiziellen Hymne des Landes.

„Musik ist eine universelle Sprache, weil sie die Sprache der Liebe ist, die Türen öffnet“, sagte Jones. „Ich bin auch hier, um von euch zu lernen.“

Originaltext: Rapper Mahogany Jones connects the world with her lyrics