Präsident Trump fordert Stärkung der Berufsausbildung

Im folgenden ShareAmerica-Beitrag vom 16. Juni 2017 von Christopher Connell nennt US-Präsident Trump das deutsche Ausbildungssystem vorbildlich.

Auf der ganzen Welt beneidet man uns um unser Hochschulsystem, das Studierenden Abschlüsse ermöglicht, die ihnen die Tür zu unzähligen beruflichen Laufbahnen öffnen. Aber ein Hochschulabschluss ist nicht der einzige Weg zu guter Arbeit. Vielmehr bedauern viele Arbeitgeber, nicht genügend qualifizierte Mitarbeiter für gut bezahlte Stellen in der Hochtechnologie zu finden, die keinen Hochschulabschluss erfordern.

Genau an dieser Stelle kommen Ausbildungsplätze ins Spiel. Präsident Trump hat eine neue Kampagne gestartet, die Industrie und Schulen ermutigen soll, mehr Ausbildungsprogramme zu schaffen, in denen die Auszubildenden einen Lohn erhalten, während sie in der Schule und am Arbeitsplatz diese Fertigkeiten lernen.

Bei einem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel im Weißen Haus im März lobte Präsident Trump das deutsche duale Ausbildungssystem, das weithin als das beste der Welt angesehen wird, und nannte es als Grund für die niedrige Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland.

„Das deutsche Berufsausbildungssystem hat sich bei der Ausbildung hochqualifizierter Arbeitnehmer bewährt“, so der Präsident im März. „Deutschland leistet hier Erstaunliches“, sagte Trump, während er führenden deutschen und amerikanischen Wirtschaftsvertretern dankte, die kurz zuvor erfolgreiche Ausbildungsprogramme in den Vereinigten Staaten ins Leben gerufen hatten.

Präsident Trump spricht mit Fabrikarbeitern (Foto: AP Images)
Präsident Trump begleitet von Bildungsministerin Betsy DeVos (2.v.l.) und Arbeitsminister Alexander Acosta (2.v.r.) auf einem Rundgang durch eine Fabrik in Wisconsin. (Foto: AP Images)

„Die Vereinigten Staaten müssen die Fachkräfte, die die großartigsten Maschinen, Gebäude, Produkte, Innovationen und die beste Infrastruktur auf der Welt herstellen und warten, die unsere Lebensqualität verbessern, unsere Sicherheit gewährleisten und in der Lage sind, uns zu erstaunen und zu verwundern, nicht nur ausbilden, sondern auch würdigen“, sagte Präsident Trump am 13. Juni bei einem Rundgang durch eine Muster-Werkhalle des Waukesha County Technical College in Pewaukee (Wisconsin).

Auch andere Länder wie Australien, Österreich, Dänemark, Frankreich, die Schweiz, die Türkei und das Vereinigte Königreich bieten jungen Menschen Ausbildungsplätze, die zu guten Arbeitsplätzen führen. Laut dem Bildungsnewsletter Hechinger-Bericht absolvieren 70 Prozent der Jugendlichen in der Schweiz eine Ausbildung.

Das Global Apprenticeship Network — ein Zusammenschluss, zu dem Unternehmen wie IBM, Microsoft, UBS, Accenture, Telefonica und internationale Organisationen sowie Arbeits- und Unternehmensverbände gehören — verfügt über Zweigstellen in beinahe zwölf Ländern, darunter Argentinien, Kolumbien, Indonesien, Malawi und Tansania.

US-Arbeitsminister Alexander Acosta sagte am 12. Juni vor Journalisten, dass sich die Initiative der Regierung an alle Industriezweige und Berufsgruppen richte und einen Schwerpunkt auf öffentlich-private Partnerschaften zwischen Industrie und Bildungseinrichtungen lege.

Originaltext: President Trump pushes for more apprenticeships