Trump und Merkel bekräftigen starke Bande

Präsident Donald Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel bei ihrem zweiten Treffen im Weißen Haus. (Foto: Evan Vucci/AP Images)

Anlässlich des Besuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel in Washington am 27. April 2018 erschien auf ShareAmerica, einer Website des US-Außenministeriums, ein Artikel von Christopher Connell.

Präsident Trump und Bundeskanzlerin Angela Merkel kamen am 27. April 2018 zu einem Treffen im Weißen Haus zusammen. Dort sprachen sie über Handelsdifferenzen und stimmten darin überein, dass Europa mehr für seine eigene Verteidigung aufwenden müsse.

Der Präsident dankte Merkel für die Unterstützung Deutschlands bei den Bemühungen, den größtmöglichen Druck auf Nordkorea auszuüben, damit das Land sein Atomwaffenprogramm beendet, und stimmten darin überein, dass die kommenden Gespräche mit Kim Jong-un zu einer atomwaffenfreien Halbinsel führen würden, von der die gesamte Welt profitierte.

Im Oval Office nannte Trump Merkel eine „sehr außergewöhnliche Frau“ und beglückwünschte sie zu ihrer Wiederwahl und ihrer vierten Amtszeit.

Im Anschluss an ein Arbeitsessen sagte Merkel auf der beinahe 40-minütigen Pressekonferenz: „Die transatlantischen Beziehungen sind für uns von großer, ja, von existenzieller Wichtigkeit.“ Die Bundeskanzlerin sagte, sie sei „erfreut“, dass der gerade bestätigte US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, der an dem Treffen teilnahm, bald in Berlin sein werde.

Sie sagte, die Entscheidung der Vereinigten Staaten, ob Europa ab dem 1. Mai weiterhin von den neuen Zöllen ausgenommen werde oder nicht, läge in der Hand des Präsidenten, aber auch, dass die Handelsgespräche fortgesetzt würden.

Angesichts des Handelsdefizits der Vereinigten Staaten gegenüber Europa in Höhe von 151 Milliarden US-Dollar sagte Trump: „Wir brauchen faire und auf Gegenseitigkeit beruhende Handelsbeziehungen zu unseren Freunden und Partnern.“

Zum Nordatlantikpakt (NATO) sagte Trump, die europäischen Mitglieder der NATO müssten ihren Verpflichtungen nachkommen, mindestens zwei Prozent ihres BIP für die Verteidigung „und hoffentlich noch viel mehr“ aufzuwenden. Trump sagte mit Blick auf die Vereinigten Staaten: „Wir tragen eine viel größere Last als wir sollten.“

Merkel sagte, Deutschland sei der zweitgrößte Beitragszahler in der NATO und werde seine Verteidigungsausgaben 2019 auf 1,3 Prozent des BIP erhöhen. „Wir haben das Ziel noch nicht erreicht …, aber wir nähern uns dem an“, sagte sie.

Originaltext: Trump and Merkel affirm strong ties