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Oktober 25, 2022

UN-Schwarzmeerinitiative ermöglicht Verschiffung von ukrainischem Getreide 

 

 

Alt-Text 1: Grafik mit acht Getreidesack-Symbolen, von denen zwei Drittel eine andere Farbe haben, um den Anteil des ukrainischen Getreides darzustellen, der in den globalen Süden geht. (Grafik: Puckung/Shutterstock.com)
(Grafik: US-Außenministerium/M. Gregory)

 

Nicht zuletzt aufgrund des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine herrscht seit Monaten eine Ernährungskrise. Dank der Schwarzmeer-Getreide-Initiative der Vereinten Nationen erreicht immer mehr Getreide die Zielländer. Der Beitrag erschien am 20. Oktober 2022 auf ShareAmerica, einer Website des US-Außenministeriums. 

 

Mehr als acht Millionen Tonnen ukrainisches Getreide und andere Lebensmittel wurden seit August in die ganze Welt verschifft.

 

Die Lieferungen sind das Ergebnis der Schwarzmeer-Getreide-Initiative der Vereinten Nationen, einer von der Türkei und den Vereinten Nationen Ende Juli zwischen der Ukraine und Russland ausgehandelten Vereinbarung zur Wiederaufnahme der ukrainischen Agrarexporte über das Schwarze Meer.

 

Vor der russischen Invasion vom 24. Februar verschiffte die Ukraine monatlich sechs Millionen Tonnen Getreide.

 

Mit amerikanischer Unterstützung hat das UN-Welternährungsprogramm (U.N. World Food Program – WFP) vor Kurzem ukrainischen Weizen an das Horn von Afrika und den Jemen geliefert. Diese Regionen leiden unter schweren Dürreperioden und Konflikten.

 

Zwei Drittel des Weizens, der im Rahmen der Initiative exportiert wird, geht an Entwicklungsländer in Lateinamerika, Asien, Afrika und Ozeanien.

 

Weitere Länder, die mit ukrainischen Lebensmitteln beliefert werden sollen, sind Afghanistan, Bangladesch, Dschibuti, Indien, Libyen und Tunesien.

 

Der von den ukrainischen Häfen ausgehende Seeverkehr nimmt täglich zu. Auf der Website der Schwarzmeer-Getreide-Initiative der Vereinten Nationen werden die Schiffsbewegungen aus der Ukraine regelmäßig aktualisiert. Stand 20. Oktober lagen die Transporte bei acht Millionen Tonnen.

 

Vertreterinnen und Vertreter humanitärer Organisationen warnten, dass sich die weltweite Ernährungskrise aufgrund des Klimawandels, bewaffneter Konflikte und Unterbrechungen von Lieferketten durch COVID-19 verschärft.

 

Die steigenden Getreideexporte der Ukraine geben jedoch Anlass zu Hoffnung. Laut dem Lebensmittelpreisindex der Vereinten Nationen sind die Lebensmittelpreise im September den sechsten Monat in Folge gesunken.

 

„Wir befinden uns mehr oder weniger auf dem Preisniveau der Vorkriegszeit“, erklärte Rebeca Grynspan, Leiterin der UN-Konferenz für Handel und Entwicklung, am 3. Oktober gegenüber der Zeitschrift Barron’s.

 

Originaltext: Tons of Ukrainian grain shipped via U.N. Black Sea initiative