Unsere Treue diesem historischen Bündnis gegenüber ist unerschütterlich und unvergänglich

WIEN – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir die unwesentlich gekürzte Rede, die US-Vizepräsident Mike Pence am 5. Juni, dem 70. Jahrestag des Marshallplans, vor dem Atlantic Council in Wien gehalten hat.

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Es ist bemerkenswert: Heute vor siebzig Jahren skizzierte George Marshall seinen bahnbrechenden Plan für eine Partnerschaft der Vereinigten Staaten mit Europa, um die Volkswirtschaften nach der Zerstörung im Zweiten Weltkrieg wiederaufzubauen und die Flamme der Freiheit auf dem Kontinent am Leuchten zu erhalten, auf dem sie erstmalig entfacht worden war.

Der Marshallplan ebnete den Weg für die Sicherheit und den Wohlstand, die Europa auch heute noch kennzeichnen.

Zwei Jahre später wurde auf dieser Grundlage der Nordatlantikpakt gegründet – zur Gewährleistung der kollektiven Verteidigung und dem Schutz all dessen, was wir gemeinsam aufgebaut haben.

Und ich kann Ihnen versichern, dass die Versprechen der Vereinigten Staaten heute, unter Präsident Trump, weiter zu neuen Gipfeln des Wohlstands und der Sicherheit führen und wir die Bande zwischen unserer Nation und den Nationen Europas weiter stärken werden, zum Wohle unserer Völker und für die kommenden Generationen.

Unter den Augen der Weltöffentlichkeit bekräftigte Präsident Trump im April bei seinem Treffen mit Generalsekretär Stoltenberg das Bekenntnis der Vereinigten Staaten zum NATO-Bündnis und den beständigen Werten, die wir voller Stolz teilen.

Täuschen Sie sich nicht:  Unser Engagement ist unerschütterlich.  Wir werden unseren Verpflichtungen gegenüber den Amerikanerinnen und Amerikanern nachkommen und die gemeinsame Verteidigung aller unserer Bündnispartner gewährleisten.

Die Vereinigten Staaten sind heute ebenso entschlossen, an dem Grundsatz festzuhalten, dass ein Angriff auf einen von uns ein Angriff auf uns alle ist, wie sie es bei der Gründung der NATO und in jeder einzelnen Stunde seither waren.

Unsere unerschütterliche Einheit für die Freiheit ist unsere größte Stärke.  Und eine starke NATO ist, insbesondere in diesen schwierigen Zeiten, von entscheidender Bedeutung.

Erst vor wenigen Tagen erinnerte Präsident Trump bei der Einweihung des beeindruckenden Denkmals, das an die Erklärung des Bündnisfalls 2001 erinnert, mit seinen Worten „an den Mut unserer Bevölkerung, die Stärke unserer Entschlossenheit und die Verpflichtungen, die uns verbinden“.  Und der Präsident rief uns außerdem dazu auf, uns gemeinsam den, wie er sagte, „schwerwiegenden Sicherheitsbelangen“ entgegenzustellen, mit denen unser historisches Bündnis konfrontiert ist.

Von den Bestrebungen Russlands, die internationalen Grenzen gewaltsam neu zu ziehen, den Versuchen Irans, den Nahen Osten zu destabilisieren, der globalen Bedrohung durch den Terrorismus, der überall und jederzeit zuschlagen kann, scheint es, dass die Welt heute gefährlicher ist als zu jedem anderen Zeitpunkt seit dem Zusammenbruch des Kommunismus vor einem Vierteljahrhundert.

Das Erstarken neuer und alter Feinde zwingt unser Bündnis, sich weiterzuentwickeln, um sich den Gefahren von heute und morgen zu stellen, insbesondere denen, mit denen ich heute Abend meine Rede begonnen habe, der Gefahr und der Bedrohung durch den Terrorismus.

Ich möchte unmissverständlich sagen:  Es sollte uns alle beunruhigen, dass unsere Bürgerinnen und Bürger von unserem Militär geschützt werden müssen, wenn sie zu einem Konzert gehen, sich einen Marathon ansehen oder ganz einfach am Samstagabend einen Spaziergang machen, denn so sollten freie Menschen nicht leben müssen.

Unser Bündnis unternimmt entscheidende Schritte zum Schutz unserer Bürger und um die Terroristen zu unseren Bedingungen auf ihrem Terrain zur Strecke zu bringen.

Die NATO übernimmt weiterhin eine wichtige Rolle dabei, die Regierung und Bevölkerung Afghanistans so auszustatten, dass sie sich der Gefahr des Terrorismus entgegenstellen können.  Der furchtbare Anschlag mit vielen Opfern in Kabul letzte Woche unterstreicht die Bedeutung unserer Mission zusätzlich.

Ich weiß, dass der Präsident und auch unsere Regierung es in Anbetracht seiner Erklärung in Brüssel, dass „die NATO der Zukunft einen deutlichen Schwerpunkt auf Terrorismus“ legen muss, ermutigend finden, dass die NATO ein vollständiges Mitglied der internationalen Allianz zur Bekämpfung der IS-Terrormiliz werden und eine größere Rolle in unserem gemeinsamen Kampf gegen den Terrorismus übernehmen wird.

Aber um die terroristische Bedrohung – und jede andere bekannte oder unbekannte Herausforderung für unser Bündnis – am effektivsten zu bekämpfen, müssen wir alle ausnahmslos bereit sein, unseren Beitrag zu leisten.

Es ist ermutigend, dass sich unsere NATO-Bündnispartner in Brüssel dazu verpflichtet haben, nationale Pläne zur Erfüllung ihrer Zusagen aus Wales zu erarbeiten, zwei Prozent ihres BIP für die Verteidigung auszugeben.

Wir sind den Ländern dankbar, die bereits konkrete Schritte unternommen haben, um ihr Engagement für unsere gemeinsame Sicherheit zu erhöhen.  Aber wir haben noch einen weiten Weg vor uns.  Und wie der Präsident in Brüssel sagte, sollten zwei Prozent in dieser Zeit zunehmender Herausforderungen und unvorhersehbarer Gefahren als das „absolute Minimum“ gelten.

Sie können darauf vertrauen, dass Präsident Donald Trump weiter mit Generalsekretär Stoltenberg und allen NATO-Bündnispartnern zusammenarbeiten wird um zu gewährleisten, dass unser Bündnis über die Ressourcen und Fähigkeiten verfügt, die es braucht, um unser hehres Ziel weit in das 21. Jahrhundert hinein zu verfolgen.

Und wenn wir in die Zukunft schauen, dürfen wir nicht nur nach innen blicken.  Die „offene Tür“ der NATO muss immer für die Nationen – wie unseren neuesten Bündnispartner Montenegro – offen bleiben, die die gleichen Werte vertreten wie wir, die einen Beitrag zu dem erfolgreichsten Bündnis der Geschichte leisten wollen und die für unsere Länder und die Welt eine bessere Zukunft in Sicherheit und Wohlstand anstreben. Die Tür muss offen bleiben.

Richtig ist, dass die NATO heute ebenso wichtig ist wie bei ihrer Gründung vor siebzig Jahren.  Die gleichen zeitlosen Ideale verbinden uns: Freiheit, Demokratie, Gerechtigkeit und Rechtsstaatlichkeit.

Wir haben eine gemeinsame Vergangenheit, in der wir gemeinsam Opfer gebracht und Verpflichtungen eingegangen sind, und nach allem, was wir durchlebt haben, haben wir auch eine gemeinsame Zukunft

Sie können darauf vertrauen, dass die Vereinigten Staaten heute, morgen und an jedem folgenden Tag der stärkste Verbündete Europas sind und auch immer sein werden

Unsere Treue diesem historischen Bündnis gegenüber ist unerschütterlich und unvergänglich.  Gemeinsam werden wir uns auf den Weg in diese glorreiche Zukunft machen, die freiheitsliebende Menschen erwartet.

Eines meiner Lieblingszitate von Winston Churchill ist in die Wand in der Vorhalle der National Cathedral eingraviert.  Seine Worte, die er in einer Zeit großer Herausforderungen in der Geschichte seines Landes sprach, lauten folgendermaßen:  Premierminister Churchill sagte: „Dessen Seele muss blind sein, der nicht erkennt, dass hier unten auf ein großes Ziel und einen Plan hingearbeitet wird, bei dem wir die Ehre haben, treue Diener zu sein.

Ich wünsche uns allen in diesem historischen Bündnis, allen hier vertretenen freiheitsliebenden Nationen den gleichen Glauben, dass wir die gleichen treuen Diener der Freiheit sind und wir uns der Bewahrung dieses Bündnisses und all dem, für das es steht, neu verschreiben

Vielen Dank für die Ehre, heute zu Ihnen sprechen zu dürfen.  Ich danke dem Atlantic Council für seine Arbeit.  Möge Gott die NATO und alle unsere Bündnispartner segnen, und möge Gott die Vereinigten Staaten von Amerika segnen.

Originaltext: Remarks by the Vice President to the Atlantic Council