Verteidigungsminister Carter in Berlin

US-Verteidigungsminister Ashton Carter besuchte am 22. Juni Berlin. Bei seinem Antrittsbesuch nahm er am Morgen in der historischen Mitte Berlins an einer Führung durch das Denkmal für die ermordeten Juden Europas teil und legte dort einen Kranz nieder. Mit dieser Geste will er im 70. Jahr seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs die sechs Millionen jüdischen Opfer würdigen und sicherstellen, dass die Welt den Schrecken der Todeslager „nie vergessen“ und sich „nie wieder“ des Völkermords mitschuldig machen wird.

Im Anschluss daran gab der Minister eine Rede bei der Atlantik-Brücke im Allianz Forum und hob dort die Bedeutung einer geeinten NATO und starker deutsch-amerikanischer Beziehungen hervor. Er drückte seine Freude über Deutschlands führende Vermittelungsrolle im Russland/Ukraine-Konflikt aus. Carter unterstrich, dass die Tür für Russland offen bleibt und verwies auf Beispiele konstruktiver Zusammenarbeit. Danach wurde er von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen im Verteidigungsministerium mit militärischen Ehren empfangen, wo Minister Carter einen Kranz am Ehrenmal der Bundeswehr niederlegte. Im Anschluss folgte ein bilaterales Treffen mit der deutschen Verteidigungsministerin. Nach diesen Gesprächen reiste der Minister nach Münster weiter, um mit seinen Amtskolleginnen und -kollegen aus Deutschland, den Niederlanden und Norwegen das I. Deutsch-Niederländische Korps zu besuchen, das die Landkomponente der schnellen Eingreiftruppe der NATO bildet.