Befristete Beschäftigung

Grundsätzlich ist eine Arbeitsaufnahme in den USA – und sei der Zeitraum noch so kurz – nur mit einem Arbeitsvisum möglich.

Um ein Arbeitsvisum zu erhalten, müssen Sie bereits einen Arbeitgeber in den Vereinigten Staaten gefunden haben. Ihr Arbeitgeber muss in den USA eine Petition auf eine Arbeitsgenehmigung für Sie einreichen. Sobald Sie die Bestätigung dieser Genehmigung erhalten, können Sie Ihren Visumantrag stellen.

Die konsularischen Vertretungen der USA in Deutschland vermitteln KEINE Arbeitsstellen. Auch eine Tätigkeit als Praktikant, Au-Pair oder im Rahmen eines Ferienjobs ist nur mit einem Visum möglich.

Hinweis: Wenn Sie im Rahmen Ihres Medizinstudiums eine Famulatur an einem amerikanischen Universitätskrankenhaus absolvieren möchten, dann können Sie ein „B1/B2“-Visum für Besucher beantragen und benötigen KEIN Austauschbesuchervisum. Erkundigen Sie sich bei unserem Visa-Informationsdienst über die Einzelheiten dieser Ausnahme.

Informationen zu Visa bei beruflichen Aufenthalten finden Sie auch auf unseren Webseiten zum Visa Waiver Programm (ESTA) und B1/B2-Visum.

H-1B ist vorgesehen für einen Fachberuf, der die theoretische und praktische Anwendung hochspezialisierter Kenntnisse beinhaltet und den Abschluss einer spezifischen Hochschulausbildung voraussetzt. Für diese Klassifikation ist eine Bescheinigung des Arbeitsministeriums erforderlich. Dieser Visatyp schließt auch Forschungs- und Entwicklungsprojekte auf Regierungsebene sowie kooperative Projekte unter der Leitung des Verteidigungsministeriums ein.

H-2A ist vorgesehen für die zeitlich befristete oder saisonale Arbeit im landwirtschaftlichen Bereich

H-2B ist vorgesehen für zeitlich befristete oder saisonal Beschäftigte bestimmter Nationalitäten („Eligible Countries List„) außerhalb des Landwirtschaftsbereichs. Diese Klassifikation verlangt eine befristete Arbeitserlaubnis, ausgestellt vom Arbeitsministerium.

H-3 ist vorgesehen für Auszubildende im nichtmedizinischen und nichtakademischen Bereich. Diese Klassifikation trifft auch für ein Praktikum im Rahmen der Erziehung behinderter Kinder zu.

L-1 ist vorgesehen für die firmeninterne Versetzung einer Arbeitskraft, die innerhalb der drei vorangegangenen Jahre ein Jahr ständig bei diesem Arbeitgeber im Ausland beschäftigt gewesen sein muss, und die bei einer Filiale, der Muttergesellschaft, einem angeschlossenen Unternehmen oder einer Tochtergesellschaft des selben Arbeitgebers in den USA in einer Managerfunktion, als leitender Angestellter oder spezialisierte Fachkraft tätig wird.

Hinweis: Für L-1 Visa wird eine Gebühr in Höhe von 500 Dollar erhoben für die Verhinderung und Aufdeckung von Fälschungen seitens Personen, die L-1-Visa mithilfe von „Rahmen“-Vorschriften im Ausland beantragen.  Die Gebühr wird am Tag des Gesprächstermins begleichen.  Wir akzeptieren folgende Zahlungsarten: Bar (Euro/US Dollar) oder Kreditkarte (Visa, Mastercard, American Express oder Discovery).

O-1 ist vorgesehen für Personen mit außergewöhnlichen Fähigkeiten auf den Gebieten Wissenschaft, Kunst, Erziehung, Geschäftswesen oder Sport, oder für Personen mit überragenden Leistungen in der Filmindustrie.

O-2 ist vorgesehen für Personen, die den Inhaber eines O-1 Visums begleiten, um ihm bei einer künstlerischen oder sportlichen Darbietung anlässlich einer speziellen Veranstaltung oder Vorführung zu assistieren.

P-1 ist vorgesehen für einen einzelnen Athleten, ein Team von Athleten, oder Mitgliedern einer Gruppe von Unterhaltungskünstlern, die internationale Anerkennung genießen.

P-2 ist vorgesehen für Künstler und Personen aus der Unterhaltungsbranche, die im Rahmen eines gegenseitigen Austauschprogramms an einer Aufführung mitwirken.

P-3 ist vorgesehen für Künstler oder Entertainer, die ein Programm darbieten, das als kulturell einmalig einzustufen ist.

Q-1 ist vorgesehen für Teilnehmer an einem internationalen kulturellen Austauschprogramm, das eine praktische Ausbildung oder eine Arbeitsaufnahme ermöglicht. Ziel ist, dass die Teilnehmer Informationen über Geschichte, Kultur und Traditionen ihrer Heimatländer vermitteln.

Um als Antragsteller für ein Nichteinwanderungsvisum unter den oben beschriebenen Klassifikationen Berücksichtigung zu finden, muss dem Konsularbeamten das genehmigte Formblatt I-129, „Petition für Arbeitnehmer im Nichteinwanderungsstatus“, von der US-Einwanderungsbehörde (USCIS) oder das Formblatt I-797 („Notice of Action/Approval“) vorliegen. Eine solche Petition muss von dem zukünftigen Arbeitgeber oder Agenten des Antragstellers in den USA eingereicht werden. Das genehmigte Formblatt I-797 bekommt der Antragsteller von seinem Arbeitgeber dann aus den USA zugesandt. Es wird darauf hingewiesen, dass die Genehmigung einer solchen Petition an sich keine Garantie für die Ausstellung eines Visums darstellt, wenn sich herausstellt, dass der Antragsteller gewisse Bestimmungen des Gesetzes über Einwanderung und Staatsbürgerschaft nicht erfüllt.

Zeitliche Limitierung

Für alle oben aufgeführten Klassifikationen werden zeitliche Beschränkungen festgesetzt, innerhalb der die ausländische Arbeitskraft in den Vereinigten Staaten tätig sein darf. In einigen Fällen können diese Fristen von der U.S. Einwanderungsbehörde verlängert werden, damit die Tätigkeit zum Abschluss gebracht werden kann. Danach muss die ausländische Arbeitskraft eine bestimmte festgelegte Zeit im Ausland verbringen, bevor sie als Arbeitnehmer erneut eine befristete Tätigkeit unter einer der aufgeführten Klassifikationen aufnehmen darf. Die US-Einwanderungsbehörde wird den Arbeitgeber, der die Petition einreicht, auf Formblatt I-797 benachrichtigen, wenn eine Petition, die Verlängerung einer Petition oder die Verlängerung einer Aufenthaltsgenehmigung unter einer der obigen Klassifikationen genehmigt wurde. Der ausländische Arbeitnehmer sollte das Formblatt I-797 (Original) zur Beantragung eines neuen Visums oder zur Verlängerung eines Visums während der Gültigkeitsdauer der Petition vorlegen. Die Genehmigung einer unbefristeten Arbeitserlaubnis oder ein beantragtes Einwanderungsvisum für eine Vorzugskategorie darf nicht Grundlage für die Ablehnung eines Nichteinwanderungsvisums für einen Antragsteller der H-1 oder L Klassifikation sein.

Familienmitglieder

Mit Ausnahme der Teilnehmer an internationalen kulturellen Austauschprogrammen (Q-1) können Ehepartner und Kinder den Hauptantragsteller begleiten oder ihm in die USA folgen. Einer Person, die ein Visum als Ehepartner oder Kind eines vorübergehend Beschäftigten erhalten hat, ist die Arbeitsaufnahme in den Vereinigten Staaten nicht gestattet, Ausnahme Ehepartner von L-Visainhabern (firmeninterne Versetzung). Der Hauptantragsteller muss nachweisen können, dass er in der Lage ist, für den Unterhalt seiner Familie aufzukommen

 

Individuelle C1/D Visa werden für Besatzungsmitglieder von internationalen Fluggesellschaften erteilt und auch für Beschäftigte/Personal auf Schiffen/ Kreuzfahrtschiffen.

Es muss festgestellt werden, welche Mitarbeiter auf Schiffen/Kreuzfahrtschiffen ein C1/D Visum bekommen können. Die Tätigkeit eines jeden Mitarbeiters an Bord ist hierfür ausschlaggebend. Das C-1/D Visum ist das meist ausgestellte Visum für Besatzungsmitglieder von Kreuzfahrtschiffen und kann gegebenenfalls Kosmetikerinnen, Unterhaltungskünstler und Badewärter miteinbinden.

Trockendock
Besatzungsmitglieder, die ein Schiff am Trockendock warten, benötigen ein adäquates Arbeitsvisum. Falls diese Arbeiten vertraglich festgehalten sind, könnten diese sich für ein B-1 Visum qualifizieren.

Private Yacht
Um auf einer Privat Yacht zu arbeiten und für länger als 29 Tage in U.S. Gewässern zu segeln/kreuzen, benötigt man ein B-1 Visum.

Urlaub
Wenn man nach einem Arbeitsaufenthalt in den U.S. A. Urlaub verbringen möchte, muss der Aufenthaltsstatus auf ein B-2 Besuchervisum beantragt und geändert werden.

Wenn man in die USA mit einem Kreuzfahrtschiff, das dem Visa Waiver Program angeschlossen ist, einreist, kann man die visafreie Einreise in die U.S.A nutzen. Sie sollten sich vor ihrer Abreise bei der Reederei des Kreuzfahrtschiffes erkundigen.

Familienmitglieder von Besatzungsmitgliedern
Familienmitglieder von Besatzungsmitgliedern, (D) Visainhaber, die den Ausländer in die U.S.A. begleiten, können sich für ein B-2 Visum qualifizieren.

Hinweis: die Visafreie Einreise mit dem Visa Waiver Programm ist nur denen gestattet, die mit einem Schiff, das dem VWP angeschlossen ist, einreisen. Viele Reedereien sind nicht dem VWP angeschlossen.

Vertreter/innen ausländischer Medien, die dienstlich in die Vereinigten Staaten reisen, können sich für ein I-Visum qualifizieren. Darunter können Mitglieder der Print- und audiovisuellen Medien fallen, deren Aktivitäten für die Funktion des ausländischen Mediums essentiell sind, wie Reporter/innen, Film-Crews, Redakteure/innen und Personen ähnlicher Berufsfelder. Bitte beachten Sie, dass nur jene Personen für dieses Visum in Frage kommen, die tatsächlich am Erfassen von Nachrichten beteiligt sind (Lektoren/innen, Bibliothekare/innen oder die für den Entwurf der szenarischen Ausstattung zuständigen Mitarbeiter/innen fallen nicht in diese Kategorie.)

Freischaffende Journalisten/innen und Mitglieder unabhängiger Produktionsfirmen können ebenso für ein I-Visum in Betracht kommen, wenn sie bei einer Medienorganisation unter Vertrag stehen.

Personen, die an der Produktion und Verbreitung von Filmen arbeiten, erfüllen nur dann die Kriterien für ein I-Visum, wenn das gefilmte Material zur Verbreitung von Informationen oder Nachrichten dient und die Hauptfinanzierungsquelle sowie der wichtigste Verbreitungsort außerhalb der USA liegen. Alles publizierte Material muss dokumentarischer Natur sein.

Einzelpersonen oder Firmen, die beauftragt sind, an Filmprojekten mit kommerziellem Wert oder Projekten der Unterhaltungsindustrie zu arbeiten, benötigen ein entsprechendes Arbeitsvisum (O, P oder H), was eine Arbeitserlaubnis des U.S. Citizenship and Immigration Services (USCIS) vor dem Visumantrag miteinschließt.

I-Visa sind auch für ausländische Journalisten/innen vorgesehen, die für einen Zweig, ein Büro oder eine Tochter eines amerikanischen Netzes, einer Zeitung oder anderen Medienstelle arbeiten, wenn der/die Journalist/in in die Vereinigten Staaten reist, um über Ereignisse in den USA ausschließlich für ein Publikum oder eine Leserschaft im Ausland zu berichten. Journalisten/innen, die amerikanische Journalisten/innen ersetzen oder verstärken, die über Ereignisse in den USA für ein amerikanisches Publikum berichten, benötigen ein Arbeitsvisum.

Erforderliche Dokumente
Für die Bearbeitung eines Antrags auf ein I-Visum reichen Sie bitte ein: eine Kopie Ihres Presseausweises, sowie einen Brief Ihres/Ihrer Herausgebers/in oder Chefredakteurs/in, in dem Zweck und Dauer Ihres geplanten Aufenthalts in den USA festgehalten ist. Freischaffende Journalisten/innen und Mitglieder unabhängiger Produktionsfirmen müssen auch eine Kopie ihres Vertrages mit einer Medienorganisation beilegen.