Die Nationen lernen die Lektion von Freiheit und Demokratie

WASHINGTON – (AD) – Wenn Amerika in diesem Jahr am 27. November Thanksgiving feiert, wachsen seine Kinder, so Präsident Clinton, „frei von den Schatten des Kalten Krieges und der Bedrohung des nuklearen Holocaust auf“.

Nachfolgend veröffentlichen wir den Wortlaut der Proklamation des Präsidenten. 

Ein anderes Jahr unserer amerikanischen Reise ist ins Land gegangen. Der Wechsel der Jahreszeiten bildete einen weiteren Jahreszyklus, und in Amerika ist Erntezeit. Erneut werden Millionen Amerikaner gemeinsam mit ihren Familien und Freunden Gott für die zahlreichen Segnungen danken, die er uns zuteil werden ließ.

An diesem Thanksgiving sind wir wie jeden Tag dankbar für das Geschenk der Freiheit, für die Vision, die die Gründerväter unserer Nation Realität werden ließen und die durch den Mut, die Wachsamkeit und Opferbereitschaft von Generationen von Amerikanern bewahrt wurde. Wir sind dankbar für den Reichtum und die Schönheit dieses großartigen Landes, das über die Jahre hinweg so viele an seinen Küsten willkommen geheißen hat. Wir danken für die Liebe unserer Familien und Freunde. Wir freuen uns, durch die Frucht ehrlicher Arbeit für die Zukunft unserer Kinder sorgen zu können. Und ebenso wie die Pilgerväter, die vor mehr als 300 Jahren Thanksgiving feierten, danken wir Gott, daß er uns sicher an die Schwelle zu einer neuen Welt geführt hat, die voller belebender Herausforderungen und Versprechen steckt.

In dieser neuen Welt wachsen unsere Kinder frei von den Schatten des Kalten Krieges und der Bedrohung des nuklearen Holocaust auf. Einst im Kommunismus gefangene Nationen lernen die Lektion von Freiheit und Demokratie. Die technologische Revolution hat die Menschen einander näher gebracht und beinhaltet die Aussicht auf mehr Wissen und Wohlstand für die ganze Welt.

Mehr als drei Jahrhunderte des Wandels und Wachstums trennen uns von den Pilgervätern und ihren indianischen Freunden, die Thanksgiving gemeinsam das Mahl einnahmen. Aber das Vorbild und die Erfahrung dieser frühen Amerikaner haben für uns heute immer noch große Bedeutung. Sie erinnern uns daran, daß die Liebe Gottes uns stärkt und stützt – als Einzelnen und als Nation. Sie erinnern uns daran, daß jeder einen Beitrag leisten kann und wir alle bereichert werden, wenn wir lernen zu teilen. Sie vermitteln uns eine einfache, aber überzeugende Lektion, die jede Generation von Amerikanern lernen und weitergeben muß: Wir brauchen einander. Ebenso wie die Pilgerväter sollten wir, wenn wir in unserer neuen Welt prosperieren wollen, nicht als isolierte Einzelne vorgehen, sondern als Mitglieder einer Familie, eines Amerikas, indem wir unsere Gaben teilen und niemanden zurücklassen.

Aufgrund dessen erkläre ich, William J. Clinton, Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, kraft der mir durch die Verfassung und die Gesetze der Vereinigten Staaten verliehenen Befugnis, Donnerstag, den 27. November 1997 zum nationalen Feiertag Thanksgiving. Ich fordere alle Bürger der Vereinigten Staaten auf, sich im Geiste des guten Willens und beim Gebet zu Hause, in Gotteshäusern und Gemeindezentren zu versammeln, um Gott ihren tiefempfundenen Dank für die zahlreichen Segnungen des Lebens zum Ausdruck zu bringen und unseren Brüdern und Schwestern in diesem Land, die gemeinsam unsere großartige amerikanische Familie bilden, die Hand der Freundschaft zu reichen.

Unterzeichnet am 21. Tag des November, im Jahre des Herrn 1997 und im 222. Jahr der Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika.

William J. Clinton