Warum Amerikanern Religionsfreiheit wichtig ist

(Foto: Simon Alvinge/Alamy)

„Die Vereinigten Staaten bleiben der Unterstützung und Förderung der Religionsfreiheit, der ersten amerikanischen Freiheit, weiter verpflichtet“, heißt es in der Nationalen Sicherheitsstrategie, die das Weiße Haus am 18. Dezember 2017 veröffentlichte. Auch in diesem Jahr wird der Präsident den 16. Januar zum Tag der Religionsfreiheit erklären.
Dieser Artikel von Mark Trainer erschien am 15. Dezember 2017 auf ShareAmerica, einer Website des US-Außenministeriums.

Religion ist den Amerikanerinnen und Amerikanern wichtig: Laut Pew Research Center gehören 76 Prozent einer Religionsgemeinschaft an, und in den Vereinigten Staaten gibt es etwa 3.000 Religionsgemeinschaften.

Der zentrale Raum, den Religion im Leben der Amerikanerinnen und Amerikaner einnimmt, und die Vielfalt der ausgeübten Religionen ist der gelebte Beweis für den Stellenwert, der Religionsfreiheit beigemessen wird. Von Anfang an war der Gedanke, man solle bei der Ausübung seiner Religion seinem Gewissen folgen können, Teil der amerikanischen Identität.

Unveräußerliches Recht

James Madison war zum Teil deshalb als „Vater der Verfassung“ bekannt, weil er in seinen frühen Werken zu den Rechten der Einwohner Virginias argumentierte, dass „die Religion jedes Menschen dem Diktat seiner Überzeugung und seines Gewissens überlassen werden muss, um sie diesem gemäß auszuüben. Dieses Recht ist seiner Natur nach ein unveräußerliches Recht.“

Die Religionsfreiheit ist in der Verfassung der Vereinigten Staaten verankert. Der erste Verfassungszusatz besagt, dass „der Kongress kein Gesetz erlassen darf, das die Einführung einer Staatsreligion zum Gegenstand hat, oder die freie Religionsausübung verbietet…“. Diese als Establishment Clause bekannten Worte sind die Grundlage einer andauernden Debatte in den Vereinigten Staaten. Sie verlangen von den Gerichten eine Gratwanderung: Sie dürfen weder eine bestimmte Religion unterstützen noch das Recht auf freie Religionsausübung unterdrücken. Die Gerichte haben gegen deutliche religiöse Bekundungen auf öffentlichem Land entschieden, aber auch zugunsten öffentlicher Mittel zur Unterstützung religiöser Vereine an Universitäten.

Präsident Trump sagte Anfang des Jahres: „Amerika war von Anfang an ein Ort, der den Wert der freien Religionsausübung zu schätzen wusste. Dieses Versprechen sahen die ersten Siedler in unserem weiten Kontinent, und dieses Versprechen haben unsere tapfersten Kämpfer in den Jahrhunderten seither für alle unsere Bürgerinnen und Bürger verteidigt.“

Originaltext: Why religious freedom matters to Americans