Warum der 12. September eine so große Bedeutung hat

(Foto: Matt Flynn/9/11 Memorial Museum/Geschenk von Wilson Kimeli Naiyomah und dem Volk der Massai in Kenia)

 

US-GESELLSCHAFT

 

Warum der 12. September eine so große Bedeutung hat
Von Lauren Monsen

 

Der Tag der Anschläge vom 11. September 2001 jährt sich dieses Jahr zum 19. Mal. Dieser Artikel, der am 9. September 2020 auf ShareAmerica veröffentlicht wurde, beschreibt die weltweiten Reaktionen auf die Anschläge. Er erschien ursprünglich am 11. September 2017.

Im September 2001, nachdem Terroristen einen Anschlag auf das World Trade Center in New York verübt hatten, wollten die Massai in Kenia den Amerikanerinnen und Amerikanern 14 Rinder schicken.

Wilson Kimeli Naiyomah, von dem die Idee stammt, erklärte: „Um ein trauriges Herz zu trösten, muss man etwas verschenken, das einem selbst sehr am Herzen liegt.“

Die Rinder, die den Massai heilig und ein Symbol des Lebens sind, wurden im Geiste angenommen. US-Regierungsvertreter einigten sich im Namen der Amerikanerinnen und Amerikaner mit den Massai, dass die Rinder den Vereinigten Staaten „gehören“ würden, sie aber in Kenia verbleiben und sich die Herdenbesitzer der Massai dort um sie kümmern würden, um offenkundige logistische Schwierigkeiten zu vermeiden.

Dies ist nur ein Beispiel von vielen, das zeigt, wie großzügig die Menschen überall auf der Welt auf das Trauma einer ganzen Nation reagierten. Diese großzügigen Reaktionen sind ein Schwerpunkt im National September 11 Memorial & Museum in New York.

Diese Geste der Massai „spiegelt Empfindungen wider, die es nach dem 11. September weltweit gab“, so Noah Rauch, Direktor des Museums, das auch ein Gemälde der Rinder zeigt.  Zu den Ausstellungsstücken gehören auch Quilts und Wandgemälde aus Frankreich, Deutschland, Japan und mehreren anderen Ländern.

Internationale Sicht

Unter den beinahe 3.000 Menschen, die während der Anschläge am 11. September in New York, Virginia und Pennsylvania starben, waren 372 ausländische Staatsbürger aus mehr als 90 Ländern.

Laut Rauch sollen die Besucher das Museum „mit einem tiefen Verständnis für die Geschehnisse des 11. September verlassen. Ebenso wichtig ist aber auch die Wertschätzung dafür, wie auf die Anschläge reagiert wurde“.

„Ob es die Ersthelfer waren, die in die Zwillingstürme stürmten, oder Bauarbeiter, die ihre Gesundheit riskierten, um bei Rettungs- und Bergungsmaßnahmen oder Aufräumarbeiten zu helfen oder auch die Menschen aus aller Welt, die nach den Anschlägen ihre Hilfe anboten – ihr Handeln setzt dem Schrecken dieses Tages grundsätzlich etwas entgegen“, sagte Rauch.

Der 12. September 2001, der Tag nach den Anschlägen, markiert den Beginn einer weltweiten Welle der Anteilnahme.  Diese Anteilnahme hat vielen Amerikanerinnen und Amerikanern bei ihrem Heilungsprozess geholfen.

Die Anteilnahme ganz normaler Menschen nach dem 11. September „erinnert uns daran, dass wir im Angesicht des Unkontrollierbaren die Kontrolle über unsere eigenen Reaktion darauf haben“, so Rauch.

Das National September 11 Memorial & Museum bietet jedes Jahr am und um den Jahrestag des 11. September ein kostenloses interaktives Programm an, das die Teilnehmer so mit den Mitarbeitern des Museums und den Gastrednern verbindet, dass sie mehr über die Anschläge und die Bedeutung des Gedenkens erfahren.

Originaltext: Why September 12 matters so much