Weitere Informationen zu den Änderungen des Programms für visumfreies Reisen

Am 21. Januar 2016 hat das US-Ministerium für innere Sicherheit die Änderungen des Programms für visumfreies Reisen (Visa Waiver Program – VWP) und der elektronischen Reisegenehmigung (Electronic System for Travel Authorization – ESTA) eingeleitet, die das am 18. Dezember 2015 in Kraft getretene Gesetz Visa Waiver Program Improvement and Terrorist Travel Prevention Act of 2015 vorsieht.  Das bedeutet, dass einige Personen, die zuvor im Rahmen des Programms für visumfreies Reisen (VWP) zu touristischen oder geschäftlichen Zwecken in die Vereinigten Staaten einreisen konnten, nun ein B1- oder B2-Visum für die Vereinigten Staaten beantragen müssen.  Zuvor ausgestellte ESTA-Reisegenehmigungen werden in den nächsten Wochen widerrufen. Die betroffenen Personen werden hierüber per E-Mail informiert.  Weitere Informationen über die Änderungen finden Sie hier: http://ustraveldocs.com/de.

Wer sollte ein Visum beantragen?

Wie Sie auf der Website der Botschaft sehen können, betreffen die Änderungen hauptsächlich Bürger von VWP-Ländern, einschließlich Deutschlands, die auch die iranische, irakische, sudanesische oder syrische Staatsangehörigkeit besitzen.

Zudem betreffen die Änderungen auch Bürger von VWP-Ländern, einschließlich Deutschlands, die seit März 2011 in den Irak, den Sudan, nach Iran oder Syrien gereist sind.

Personen, die einer der beiden oben aufgeführten Kategorien angehören und zu touristischen oder geschäftlichen Zwecken in die Vereinigten Staaten einreisen wollen, müssen ein sogenanntes B1 oder B2-Visum beantragen.  Wie oben bereits erwähnt, ist für sie eine ESTA-Genehmigung für eine Reise in die Vereinigten Staaten nicht mehr ausreichend.  Sollte bereits eine ESTA-Reisegenehmigung erteilt worden sein, wird diese widerrufen.

Inhabern einer ESTA-Reisegenehmigung wird empfohlen, den Status ihrer Genehmigung in ihrem ESTA-Benutzerkonto zu überprüfen.

Wie, wo und wann sollten die Betroffenen einen Visumantrag stellen?

Von diesen Änderungen möglicherweise betroffene Personen in Deutschland sollten so bald wie möglich einen Termin bei der nächstgelegenen US-Konsularabteilung – an der US-Botschaft in Berlin oder den US-Konsulaten in Frankfurt oder München – vereinbaren.  Informationen über das Antragsverfahren finden Sie hier: http://ustraveldocs.com/de.

Von den Änderungen betroffene Personen, die in den kommenden Monaten eine Reise in die Vereinigten Staaten planen, sollten erwägen, baldmöglichst ein B1- oder B2-Visum zu beantragen.  Wenn Ihre Reise unmittelbar bevorsteht, reichen Sie zur Beantragung eines dringenden Visagesprächstermins Ihren Visumantrag ein und laden Sie unbedingt auch Ihren ESTA-Widerruf hoch, sofern Sie diesen erhalten haben.

Vorteile eines US-Visums im Vergleich zu ESTA

Es hat es bestimmte Vorteile, für Reisen zu touristischen oder geschäftlichen Zwecken anstelle einer ESTA-Genehmigung mit einem B1- oder B2-Visum in die Vereinigten Staaten zu reisen, unter anderem:

  • Die meisten B1- und B2-Visa haben im Gegensatz zu den nur zwei Jahre gültigen ESTA-Reisegenehmigungen eine Gültigkeitsdauer von zehn Jahren.
  • Geschäftsreisende und Touristen mit B1- oder B2-Visum können sich im Allgemeinen bis zu sechs Monate in den Vereinigten Staaten aufhalten. ESTA erlaubt lediglich einen Aufenthalt von 90 Tagen.  Zudem haben sie die Möglichkeit, ihren Visumstatus in den Vereinigten Staaten zu ändern.

Häufig gestellte Fragen

Sollten Sie weitere Fragen haben, finden Sie unter diesem Link die häufig gestellten Fragen (FAQ) zum Gesetz Visa Waiver Program Improvement and Terrorist Travel Prevention Act of 2015: https://de.usembassy.gov/de/visa/programm-fur-visumfreies-reisen/anderungen-fur-visumfreies-reisen/faq/.

Die US-Vertretungen in Deutschland sind stets bemüht, Reisen in die Vereinigten Staaten zu unterschiedlichen Zwecken zu erleichtern, unabhängig davon, ob sie aus geschäftlichen Gründen, zum Studium, zu touristischen Zwecken oder als Investor einreisen.