Präsident Obama schafft weltgrößtes Meeresschutzgebiet

WASHINGTON – (AD) – Nachfolgend veröffentlichen wir eine Übersicht des Weißen Hauses vom 26. August 2016 zum Meeresschutzgebiet und Nationaldenkmal Papahānaumokuākea Marine National Monument, das durch die Erweiterung eines bereits bestehenden Schutzgebietes zum größten Meeresschutzgebiet der Welt wurde.

Am Freitag hat Präsident Obama das Schutzgebiet Papahānaumokuākea Marine National Monument vor der Küste Hawaiis erweitert und damit das größte Meeresschutzgebiet der Welt geschaffen. Mit der Erweiterung des bestehenden Schutzgebietes auf mehr als das Vierfache haben die Vereinigten Staaten ihre Führungsrolle im Bereich des Meeresschutzes ausgebaut und unberührte Korallenriffe, Tiefseehabitate und wichtige ökologische Ressourcen in den Gewässern im Nordwesten Hawaiis dauerhaft unter Schutz gestellt.

Dieser historische Schritt wird von einer Reise des Präsidenten nach Hawaii in der kommenden Woche gefolgt. Mittwochabend wird er vor führenden Persönlichkeiten des World Conservation Congress der Internationalen Union zur Bewahrung der Natur und natürlicher Ressourcen (IUCN), der erstmals in den Vereinigten Staaten stattfindet, und der Pacific Islands Conference of Leaders eine Rede halten. Am Donnerstag wird er zum Midway-Atoll reisen, das im Meeresschutzgebiet Papahānaumokuākea liegt, um die Bedeutung der Schaffung dieses Schutzgebietes zu unterstreichen und hervorzuheben, dass der Schutz unserer Landschaften und Gewässer angesichts der Bedrohung durch den Klimawandel wichtiger ist als je zuvor.

Laysanalbatros im Papahānaumokuākea-Schutzgebiet
Laysanalbatros im Papahānaumokuākea-Schutzgebiet

Das Schutzgebiet wurde ursprünglich 2006 von Präsident George W. Bush geschaffen und 2010 von der UNESCO zu einer Welterbestätte erklärt. Zwischenzeitlich haben neuere wissenschaftliche Erkundungen und Forschungen neue Arten und Lebensräume in der Tiefsee aufgespürt und wichtige ökologische Verknüpfungen zwischen dem ursprünglichen Naturschutzgebiet und den umliegenden Gewässern deutlich gemacht. Durch die aktuelle Erweiterung wird das bestehende Nationaldenkmal im Meer um 1.146.797,50 km2 auf eine Gesamtfläche von 1.508.870,10 km2 vergrößert.

Dadurch werden mehr als 7.000 Meerestierarten unter lebenswichtigen Schutz gestellt, darunter Wale und Meeresschildkröten, die als vom Aussterben bedroht gelten, sowie Schwarze Korallen, die älter als 4.500 Jahre werden können und damit die ältesten Meeresbewohner der Welt sind. Darüber hinaus wird die Ausweitung des geschützten Gebietes die Widerstandsfähigkeit der marinen Ökosysteme stärken, die unter der Versauerung und Erwärmung der Meere und anderen Folgen des Klimawandels leiden, den einzigartigen physikalischen und biologischen Ressourcen der Region helfen sich anzupassen und ein natürliches Labor schaffen, in dem Wissenschaftler die Auswirkungen des Klimawandels auf diese fragilen Ökosysteme beobachten und erforschen können.

Das erweiterte Gebiet umfasst auch Ressourcen von großer historischer und kultureller Bedeutung, denn der dazugehörige Archipel und die daran angrenzenden Gewässer werden von den Ureinwohnern Hawaiis als heilige Stätten verehrt. Sie spielen in den Überlieferungen der hawaiianischen Schöpfungs- und Siedlungsgeschichte eine wichtige Rolle und werden für bedeutende Aktivitäten wie traditionelle Langstrecken-Bootsfahrten und Orientierungsübungen genutzt. Außerdem liegen im Meeresschutzgebiet Schiffs- und Flugzeugwracks aus der Schlacht um Midway im Zweiten Weltkrieg, mit der sich der Krieg zugunsten der Alliierten zu wenden begann.

Die kommerzielle Förderung von Ressourcen einschließlich des gewerblichen Fischfangs sowie jeglicher zukünftiger Mineralabbau sind im gesamten bereits zuvor bestehenden Schutzgebiet wie auch im Erweiterungsgebiet untersagt. Nichtgewerbliches Fischen wie Sportfischerei und Fischfang und Entnahme anderer Ressourcen nach hawaiianischem Brauch sind im Erweiterungsgebiet mit einer Genehmigung ebenso gestattet wie wissenschaftliche Forschungen.

In Anerkennung der großen Bedeutung des Papahānaumokuākea-Gebietes für die Ureinwohner und unter Einhaltung der Zusage Präsident Obamas, Ureinwohnern mehr Mitspracherecht bei der Verwaltung der Ressourcen zu geben, kündigten US-Innenministerin Jewell und US-Handelsministerin Pritzker an, dass ihre Ministerien demnächst ein Abkommen mit dem hawaiianischen Ministerium für Naturschätze und dem Büro für hawaiianische Angelegenheiten unterzeichnen werden, das diesen mehr Verantwortung bei der Verwaltung des Papahānaumokuākea-Meeresschutzgebietes überträgt. Darum hatten Senator Brian Schatz und Gouverneur Ige zuvor gebeten.

Mit der Erweiterung des Schutzgebiets hat Präsident Obama einen Vorschlag von Senator Schatz und führenden Vertretern der Ureinwohner Hawaiis umgesetzt, der von hawaiianischen Abgeordneten, kulturellen Vereinigungen, Naturschutzverbänden, Wissenschaftlern und Fischern ebenfalls intensiv mitgestaltet und unterstützt wurde. Dieser Schritt folgt einer langen Tradition des Schutzes hawaiianischer Gewässer und erstklassiger, vorbildlich arbeitender Fischereiunternehmen, zu denen auch eine Langleinen-Flotte gehört, die weltweit führend im nachhaltigen Fischfang ist.

Präsident Obama hat nicht nur mehr Landflächen und Gewässer unter Schutz gestellt als jede andere Regierung vor ihm, er ist auch im Bereich des Meeresschutzes mit gutem Beispiel vorangegangen, indem er illegalen, unregulierten und undokumentierten Fischfang bekämpft und das Verfahren zur Schaffung neuer Meeresschutzgebiete wiederbelebt hat, indem er die National Ocean Policy geschaffen und indem er den Schutz der Meere durch das Fällen wissenschaftlich fundierter Entscheidungen gefördert hat.

Originaltext: Fact Sheet: President Obama to Create the World’s Largest Marine Protected Area