Welttag der Pressefreiheit

US-Außenminister Michael R. Pompeo (Foto: US-Außenministerium)

Am 3. Mai ist Welttag der Pressefreiheit. US-Außenminister Michael R. Pompeo gab dazu am 2. Mai 2020 eine Erklärung ab, die wir übersetzt haben.

Am Internationalen Tag der Pressefreiheit, der weltweit am 3. Mai begangen wird, heben wir die entscheidende Rolle der unabhängigen Medien dabei hervor, den offenen Gedanken- und Informationsaustausch zu fördern, der für freie, erfolgreiche und sichere demokratische Gesellschaften so entscheidend ist.

In diesem Jahr, in dem die Welt mit der COVID-19-Pandemie konfrontiert ist, ist es von besonderer Bedeutung, dass sowohl Berufs- als auch Bürgerjournalisten die Freiheit haben, über das zu berichten, was sie sehen und hören, und ihre Meinung offen zu äußern. Unsere unabhängigen Medien erleichtern die Verbreitung lebensrettender Informationen, verbringen unzählige Stunden damit, Informationen nachzugehen und ihre Richtigkeit zu überprüfen, und tun ihr Bestes, um mit ihren anspruchsvollen Fragen sowohl die Regierungsvertreter als auch die Experten, auf die sie sich verlassen, zur Verantwortung zu ziehen. Transparenz gewährleistet, dass fundierte Entscheidungen getroffen werden und staatliche Stellen die Verantwortung für ihr Handeln übernehmen.

In einer Zeit wie heute, in der alle öffentlichen Bediensteten die Fähigkeit unabhängiger Medien schützen sollten, ihre unverzichtbare Rolle zu erfüllen, müssen wir erleben, dass einige Regierungen absichtlich falsche Informationen verbreiten, richtige und nützliche Informationen zensieren und die Fähigkeit unabhängiger Journalisten, der Öffentlichkeit zu dienen, aktiv einschränken. Journalisten werden wegen ihrer Berichterstattung verhaftet; Nachrichtenbeiträge und Websites werden blockiert, weil Reporter den Mut hatten, die offiziellen Reaktionen der Regierung auf die COVID-19-Pandemie infrage zu stellen und zu kritisieren. Um sich der Verantwortung zu entziehen, haben Regierungsvertreter die Freizügigkeit von Journalisten eingeschränkt und die Berichterstattung über als regierungskritisch betrachtete Informationen unter Androhung strafrechtlicher Sanktionen unterdrückt. Wir fordern ein sofortiges Ende derartiger Zensur.

Wir sprechen den unabhängigen Medien unsere Anerkennung für ihren Mut und ihre Entschlossenheit aus. Ihre Arbeit ist eine Herausforderung, aber wir profitieren alle davon. Viele Journalisten riskieren bei ihrer Arbeit Leben und Freiheit — nicht nur in Konflikt- und Katastrophengebieten und in den am stärksten von der Pandemie betroffenen Regionen, sondern auch dort, wo ihnen willkürliche Inhaftierung oder Gewalt drohen. Wir rufen alle Regierungen auf, Journalisten freizulassen, die wegen ihrer Arbeit inhaftiert wurden, und diejenigen zur Rechenschaft zu ziehen, die Straftaten gegen sie verüben. Wir danken allen Regierungen, die ihre Bevölkerung würdigen, indem sie die Pressefreiheit und die Sicherheit von Journalisten fördern. Wir applaudieren den Organisationen der Zivilgesellschaft, die sich unermüdlich für Journalisten einsetzen, und wir ermutigen diejenigen im Privatsektor, die großzügige Unterstützung für die Nachhaltigkeit unabhängiger Medien leisten. Und zuletzt rufen wir alle anderen auf, ihrem Beispiel zu folgen.

Originaltext: World Press Freedom Day