Wirtschaftliche Erholung der Vereinigten Staaten

US-Außenminister Pompeo Foto: US-Außenministerium

Am 18. Juni 2018 hielt US-Außenminister Mike Pompeo im Detroit Economic Club in Detroit (Michigan) eine Rede über die Wirtschaftspolitik der Vereinigten Staaten. Wir veröffentlichen die Rede leicht gekürzt.

Vielen Dank. Ich danke Gerry [Anderson, Vorsitzender des Detroit Economic Club] und dem Detroit Economic Club für die Einladung. Ich freue mich sehr, hier zu sein. […] Dass mein Name hier in einem Atemzug mit den Namen Rusk, Kissinger und Shultz genannt wird, ist seltsam und macht mich demütig, und es treibt mich jeden Tag dazu an, meine Arbeit so zu machen, dass sie unserem Land auf dieselbe Weise gerecht wird wie die Arbeit, die diese Männer geleistet haben.

Als ich ursprünglich zugesagt habe, diese Rede zu halten, war ich noch Direktor des CIA. Da habe ich diese Einladung ursprünglich angenommen. In meiner Rede sollte es also um Spionage und Wirtschaft gehen. Darauf werde ich noch eingehen. Heute habe ich eine etwas andere Rolle, in der ich stärker in der Öffentlichkeit stehe. […]

Präsident Trump versteht vollkommen, dass wir hier zu Hause stark sein müssen, um unsere außenpolitischen Ziele zu erreichen, dass wirtschaftlich erfolgreiche Kommunen wie hier in Detroit massive Multiplikatoren für uns alle auf der Welt sind. Er weiß, dass Stärke im Ausland ohne Stärke im Inland nicht zu erreichen ist. Darum freue ich mich, heute mit Ihnen darüber zu sprechen, was das US-Außenministerium tut, wie wir unseren Teil dazu beitragen, Ihnen allen bei der Schaffung von Wohlstand zu helfen, wie wir amerikanischen Unternehmen und Familien helfen und vor allem, warum das eine Rolle spielt und für meine jetzige Rolle von Bedeutung ist.

Ich weiß, als ich gerade gesagt habe, dass wir Ihnen helfen werden – wenn ein Angehöriger der Regierung sagt, dass er helfen will, erntet er in der Regel ungläubige Blicke. Das verstehe ich. Wie Gerry schon gesagt hat, habe ich den Großteil meines Erwachsenenlebens in der Privatwirtschaft gearbeitet. Ich habe zwei kleine Unternehmen geleitet. Beides waren Produktionsbetriebe. Vorher war ich zweimal Angestellter des Monats bei [dem Speiseeishersteller] Baskin-Robbins. Meine Mutter war sehr stolz. Sonst niemand, aber meine Mutter hielt mich für ziemlich clever.

Die Unternehmen, die wir aufbauten, waren auf starke Vereinigte Staaten und einen weltweiten Kundenstamm angewiesen. Das erste Unternehmen verkaufte Teile an Boeing, Gulfstream, Lockheed, Cessna und Raytheon – alles Flugzeugbauer. Wir haben quasi bei Null angefangen und ein Unternehmen mit einem Jahresumsatz von 100 Millonen US-Dollar daraus gemacht, und diese Firmen verkauften ihre Produkte wiederum in alle Welt.

Die Menschen, mit denen ich bei Thayer Aerospace zusammengearbeitet habe, waren echte Amerikanerinnen und Amerikaner. Viele von ihnen hatten neben ihrer Arbeit an der Dreh- oder Fräsmaschine noch einen zweiten Job auf einer Farm, wo sie Kühe melkten oder auf dem Feld arbeiteten. Dasselbe gilt für die Erdölfirma, die ich geleitet habe. Wir haben mechanische Teile verkauft, Stahlerzeugnisse und Imlochbohrer; Pumpen, Drehkarabiner und so weiter.

Ich erzähle Ihnen heute diese Geschichte, diesen Teil meines Lebens, weil er entscheidend für meine Vorstellung davon ist, wie das US-Außenministerium ein starkes Amerika und eine erfolgreiche Außenpolitik fördern muss. Ich mache das nicht, weil ich Arbeit suche. Ich habe genug zu tun, das versichere ich Ihnen. Aber Sie sollen wissen, dass meiner Meinung nach die wirtschaftlichen Aspekte der Arbeit des Außenministeriums zwar weniger wahrgenommen werden als die übrige Arbeit, aber ebenso wichtig sind.

Wenn man etwas über das US-Außenministerium hört, dann ist es meist etwas, das wir irgendwo auf der Welt getan haben – in Nordkorea, Iran oder Afrika –, dabei war Wirtschaftsdiplomatie, wenn sie richtig gemacht wurde, schon immer zentraler Bestandteil der Aufgaben des US-Außenministeriums.

Das bedeutet, wir nutzen die Stärke, die wirtschaftliche Macht und den Einfluss der Vereinigten Staaten als politische Instrumente, um Amerika zu helfen, seine Interessen durchzusetzen und unsere Werte überall auf der Welt zu fördern. Wenn wir das richtig machen, führt das wiederum zu Wohlstand im Inland. Wir bauen Beziehungen auf, die Arbeitsplätze schaffen, amerikanische Unternehmen stützen und das Wirtschaftswachstum hier im Inland fördern. Wir tun unser Bestes, um unfaires wirtschaftliches Verhalten offenzulegen und Hindernisse für den Marktzugang abzubauen, damit unsere Unternehmen gerechte Chancen für den Absatz auf Märkten in aller Welt vorfinden, die auf Gegenseitigkeit beruhen.

Das machen wir schon seit Langem. Sie haben bereits drei der großen Namen genannt. 1790 schrieb Außenminister Thomas Jefferson, er halte es für entscheidend, den US-Handel im Mittelmeerraum zu schützen – und stellte fest, dass dieser litt, weil nordafrikanische Piraten unsere Handelsschiffe angriffen. Das Problem ist heute etwas anders gelagert, aber wenn man uns bestiehlt, ist das auch weiterhin eine zentrale Herausforderung für die Vereinigten Staaten.

Heute hat unsere Wirtschaftsabteilung über 200 Mitarbeiter und  1.500 Mitarbeiter arbeiten in unseren Wirtschaftsabteilungen weltweit. Jeder einzelne dieser Mitarbeiter hat die Aufgabe, dafür zu sorgen, dass wir die solideste, dynamischste Volkswirtschaft der Welt bleiben. Wir hoffen, so auch Ihnen helfen zu können. Wenn Sie reisen, laden wir Sie zu uns ein. Wir teilen unsere Einblicke in die Arbeit an anderen Orten mit Ihnen. Wir helfen Ihnen im Umgang mit Rechtsvorschriften. Es gehört tatsächlich zu unseren Aufgaben, amerikanischen Firmen zu der Chance auf weltweiten Erfolg zu verhelfen.

Und wir haben Partner im auswärtigen Handelsdienst des US-Wirtschaftsministeriums, der diese Arbeit auch macht. Ich hoffe, dass Sie von diesen Möglichkeiten profitieren werden, die Sie, die amerikanischen Steuerzahler, ermöglicht haben.

Wir haben heute ein gutes Beispiel hier im Raum. Unsere Botschaft in Nicaragua arbeitet gemeinsam mit dem US-Wirtschaftsministerium mit einem lokalen Partner zusammen, Flex Building Systems […], einem Unternehmen aus Michigan, das Fertigbauteile für den Häuserbau herstellt. Wir sind stolz darauf, mit Flex zusammenzuarbeiten. Das Unternehmen hat nach Naturkatastrophen schnelle und bezahlbare Wohnraumlösungen geschaffen und geholfen, Schulen, Kliniken und Krankenhäuser in abgelegenen Teilen Mittelamerikas, der Karibik und Afrikas zu bauen. Ich freue mich, dass Sie alle heute hier sind. Das ist ein gutes Beispiel dafür, wie dasUS-Außenministerium mit Unternehmern zusammenarbeitet, um erfolgreich Probleme zu lösen und in den Vereinigten Staaten Wohlstand zu schaffen.

Wenn wir es richtig machen, stärkt Wirtschaftsdiplomatie auch unsere nationale Sicherheit. Die Strategie von Präsident Trump besagt, dass wirtschaftliche Sicherheit in der Tat nationale Sicherheit ist. Er bezeichnet diese beiden Dinge als Synonyme. Dafür zu sorgen, dass Sie alle die Chance haben, zu tun, was Sie am besten können, ist entscheidend, um den Wohlstand zu schaffen, der unsere Sicherheit und unsere Freiheiten untermauert.

Wirtschaftsdiplomatie stärkt auch Bündnisse in aller Welt. Ich habe das als Leiter meiner beiden kleinen Firmen erlebt. Die Welt weiß, dass die amerikanische Volkswirtschaft die größte, einflussreichste und, ehrlich gesagt, auch die innovativste der Welt ist. Sowohl unsere Partner als auch unsere Gegner beneiden uns darum. Diese wirtschaftliche Macht ist eines der wichtigsten Instrumente, die ich habe, wenn ich um die Welt reise. Sie verleiht uns Glaubwürdigkeit. Ohne sie hätte ich sehr viel weniger Einfluss. Sie erlaubt uns, unsere Verbündeten dazu zu bringen, auf gemeinsame Ziele hinzuarbeiten und unsere Zusagen ihnen gegenüber einzuhalten.

Unser Team in der Regierung Trump bekennt sich zur Wirtschaftsdiplomatie. Ich habe schon oft mit dem Präsidenten darüber gesprochen. Der wichtigste Auftrag, daran erinnert er mich immer wieder, ist es, Arbeitsplätze zu schaffen und hier in den Vereinigten Staaten Wohlstand zu generieren. Aber um das zu tun, müssen wir uns international engagieren. Bevor ich aber darauf zu sprechen komme, möchte ich den Rekord ansprechen, den wir im Inland in rund 17 Monaten erreicht haben: fast drei Millionen Arbeitsplätze, über 300.000 davon in der Produktion – das war mir wichtig und ist wichtig für diese großartige Stadt –, und über 300.000 neue Stellen in der Baubranche; die Arbeitslosigkeit ist so niedrig wie seit April 2000 nicht mehr, und für jede neue Vorschrift haben wir 22 alte abgeschafft. Das hilft Bauern, die Kirschen anbauen, und Autoherstellern hier in Michigan, Energieproduzenten in Kansas und auch allen anderen Arbeitgebern. Und dank der Steuersenkungen haben nun Sie und nicht der Staat 3,2 Billionen US-Dollar mehr in der Tasche. 67 Prozent der Amerikanerinnen und Amerikaner sind der Meinung, dass man zurzeit gut Arbeit findet. Es gibt momentan mehr offen Stellen als Arbeitsuchende. Wir müssen die Zahl der Arbeitsplätze weiter erhöhen und weiter die passende Arbeitnehmerschaft entwickeln.

Von diesem wirtschaftlichen Aufschwung habe ich Sie alle hier in Detroit wie von einer Renaissance, von einer Erneuerung sprechen hören. Sie sollten darauf sehr stolz sein. Unserer Einschätzung nach geschieht das überall in Amerika, und die Daten, die uns vorliegen, stützen diese Beobachtung. Wir halten das für wichtig für Unternehmen und besonders wichtig für die Männer und Frauen, von denen Sie gesprochen haben, die heute noch in Flip-Flops herumlaufen, bald ihren ersten Ferienjob oder ihre erste Stelle nach der Highschool im Handel annehmen oder mit ihrem Collegeabschluss irgendwo hier in Amerika einen Job suchen werden. Wir im Außenministerium haben eine Verpflichtung, Chancen für sie zu schaffen.

Ich habe mir die lange Liste der Errungenschaften des Präsidenten angesehen, denn mit dem, was ich täglich tue, ergänze ich sie. Nichts von alledem waren zentrale Initiativen des US-Außenministeriums. Aber eines weiß ich: Wenn Sie keine Möglichkeit haben, Waren im Ausland zu verkaufen und Teile aus dem Ausland einzukaufen, dann wird sich dieses Wachstum verringern, und das können wir einfach nicht zulassen. Bei 21 Billionen US-Dollar Schulden brauchen wir ein enormes Wirtschaftswachstum, um unsere Lebensweise zu erhalten.

Aber ich muss Ihnen auch sagen – ich habe das erlebt. Ich habe es erlebt. Ich erlebe es in meiner jetzigen Position und ich habe es in meiner früheren Position als Direktor des CIA erlebt. Diese dynamische Natur unserer Volkswirtschaft ist lehrreich. Sie lehrt andere Länder weltweit etwas. Unser Modell hat sich in vielen Teilen der Welt nicht durchgesetzt. Tatsächlich haben einige der heute erfolgreichsten Volkswirtschaften unser Modell nicht angenommen, aber ich bin zuversichtlich, dass sie das noch tun werden. Sie werden es tun, weil Kapitalismus und das dynamische Wesen der Vereinigten Staaten für wirtschaftlichen Erfolg entscheidend sind. Man kann das für eine gewisse Zeit umgehen, aber letztendlich können die Dynamik, Kreativität und Innovation, die daraus entstehen, nur in einem politischen Umfeld wie dem unsrigen entstehen, einem Umfeld der Gerechtigkeit und Chancen, in dem jeder Einzelne erfolgreich sein kann.

Das US Außenministerium ist daran in mehrerer Hinsicht beteiligt, und auf diese Aspekte möchte ich jetzt zu sprechen kommen. Erstens setzten wir uns dafür ein, die amerikanische Souveränität auf der Weltwirtschaftsbühne zu erhalten. Wenn die US-Regierung sich nicht an nachhaltigem internationalem wirtschaftlichem Engagement beteiligt, dann werden wir gegenüber Ländern wie China das Nachsehen haben. Allerdings dürfen wir bei allem Engagement nie unsere wirtschaftliche Souveränität aufgeben. Die Erfahrungen mit dem Brexit, der noch nicht abgeschlossen ist, und die Erfahrungen der Europäischen Union zeigen, dass es schwierig ist, seine wirtschaftliche Unabhängigkeit wiederzuerlangen, wenn man sie einmal aufgegeben hat. Sie zeigen auch, dass eine Wirtschaftspolitik, in der die Macht zentralisiert wird, die Fähigkeit des freien Marktes schmälert, Wohlstand zu schaffen, und den Erfolg von Verbrauchern und Unternehmen gleichermaßen behindert.

Zweitens trägt das US-Außenministerium die Hauptverantwortung dafür, die Märkte offenzuhalten. Wir hatten viele Erfolge beim Abbau von Hindernissen zu verzeichnen, seit wir im Amt sind, aber es bleibt noch viel zu tun.

Südkorea hat beispielsweise seine Zustimmung zu weitaus mehr US-Autoexporten erteilt. Das war für die Big Three hier in Detroit [General Motors, Ford und Fiat Chrysler] schon lange eine Priorität. Außerdem nimmt sich Südkorea auch anderer Belange in den Handelsbeziehungen unserer Länder an. Wir haben Argentinien dazu bewegt, den seit 1992 geschlossenen Schweinefleischmarkt für US-Hersteller wieder zu öffnen. Insgesamt lautet unsere Überzeugung: Wenn es ein amerikanisches Produkt ist, wollen wir Marktzugang dafür, und ich bin überzeugt, wenn wir diesen Zugang haben, werden sich Amerikaner fast immer gegen ihre Konkurrenten durchsetzen können.

Drittens werben wir intensiv für internationale Investitionen hier in den Vereinigten Staaten. Viele von uns sind darauf angewiesen, auch meine kleine Firma. Ein Teil unseres Vorstoßes gegenüber Saudi-Arabien ist, das Land dazu zu bewegen, mehr Geld in den Vereinigten Staaten zu investieren. Während der ersten Reise des Präsidenten hat er Zusagen für neue ausländische Investitionen in Höhe von Milliarden von Dollar hier in den Vereinigten Staaten erhalten. Wenn dieses Geld zu fließen beginnt, wird auch der Privatsektor hier in den Vereinigten Staaten investieren.

Viertens werden wir uns die Fülle an Energieressourcen in den Vereinigten Staaten zunutze machen. Das ist ein außerordentlicher komparativer Vorteil. Es ist sinnvoll, diesen zu nutzen und die reichhaltigen Reserven auszuschöpfen, die wir inzwischen nicht nur entdeckt haben, sondern auch kostengünstig fördern können, sodass wir überall auf der Welt konkurrenzfähig sind. Wir haben das beispielsweise in North Dakota, Ohio und Pennsylvania so gemacht, aber auch an vielen anderen Orten. Die Steigerung unserer Exporte ist in der Tat maßgeblich für unsere Sicherheit. Wenn wir nach Europa exportieren können, drängen wir Russland in die Defensive. Wenn wir nach Asien exportieren können, gilt das Gleiche für China.

Wir haben gesehen, wie Energiediplomatie Unternehmen wie Cheniere zugutekommen kann, das von seinem Hafen in Louisiana aus Erdgas in über 24 Länder exportiert; so wurden fast 1.000 direkte und über 100.000 indirekte Arbeitsplätze geschaffen.

Auf der anderen Seite haben wir auch technische Unterstützung in Ländern geleistet, die lieber amerikanische Energie beziehen als die von anderen, von denen sie abhängig werden könnten und die das auf eine Weise ausnutzen könnten, die nicht im Interesse dieser Länder liegt.

Und zuletzt fahren wir einen harten Kurs gegen Praktiken anderer Länder, die den Vereinigten Staaten schaden. Ob es um die Bedrohung unserer technologischen Führungsposition durch den Diebstahl geistigen Eigentums oder um erzwungene Technologietransfers geht, wir achten streng darauf, amerikanisches Eigentum zu schützen. Heute weiß jeder, dass China der Hauptverantwortliche ist. Es ist Diebstahl in beispiellosem Ausmaß. Ich habe mich Donnerstagabend mit Präsident Xi getroffen. Ich habe ihn daran erinnert, dass dies kein fairer Wettbewerb ist.

Chinesische Akteure betreiben außerdem weiter Cyberaktivitäten, sie holen sich die Technologie also nicht nur durch erzwungenen Transfer, sondern stehlen sie über Verträge, stehlen also ganz unverhohlen. Jeder von uns trägt enorme Verantwortung dafür, dagegen vorzugehen.

Auch chinesische Investitionen sind weltweit willkommen, aber wir müssen gewährleisten, dass sie nicht unter Bedingungen getätigt werden, die China zu Vorteilen auf unseren Märkten oder in unserem Handelsverkehr verhelfen. Sofern sie sich verhalten, wie amerikanische Firmen sich nie verhalten würden, also Investitionen nutzen, um politischen Einfluss oder politische Kontrolle über rivalisierende Länder auszuüben, hat die amerikanische Diplomatie die Pflicht, ihr Bestes zu geben, um dem entgegenzuwirken.

Sie haben das an einigen Entscheidungen gesehen, die Präsident Trump in Bezug auf Zölle getroffen hat. Zu lange schon lassen die Vereinigten Staaten eine Verzerrung der freien Handelsrahmenbedingungen zu, zugunsten anderer Länder, nicht der Vereinigten Staaten. Denken Sie daran, dass unsere Diplomatie amerikanische Arbeitnehmer und amerikanische Unternehmen an erste Stelle stellt.

Das betrifft nicht nur China. Präsident Trump hat klar und deutlich gesagt, dass auch die asymmetrischen Handelsbeziehungen zu den G7 grundlegend überdacht werden müssen. Sie müssen ihre Handelsschranken senken, sie müssen unser Gemüse, unser Rindfleisch, unser Obst, unsere maschinellen Erzeugnisse akzeptieren. Hier geht es um nichttarifäre Handelshemmnisse, die es nicht geben sollte, wenn wir freien und fairen Handel erreichen wollen.

Dieser Gedanke der Fairness ist ein einfaches moralisches Prinzip. Wie man beim G7-Gipfel hören konnte, hat Präsident Trump deutlich gemacht, dass wir gerne bereit wären, auf kein Produkt Zölle zu erheben. Gerne schaffen wir alle Subventionen ab. Wir wären begeistert, wenn sämtliche nichttarifären Handelshemmnisse abgeschafft würden. Wenn das alle Länder tun, werden wir es auch tun, und ich bin zuversichtlich, dass die Wirtschaft der Vereinigten Staaten dann wachsen wird.

Der gleiche Gedanke gilt, wenn es um die Sicherheit unseres Landes geht. Der Präsident spricht viel über eine Lastenteilung in der nationalen Sicherheit. Wir haben das bei Nordkorea gesehen, und wir haben gesehen, wie unsere Bündnispartner reagiert haben. Was Präsident Trump vorige Woche in Singapur getan hat, wären ohne echte Wirtschaftsdiplomatie nicht möglich gewesen. Präsident Trump hat alle Länder der Welt dazu bewegt, Druck auf Nordkorea auszuüben, und zwar so, dass es über seine eigene Sicherheit nachdenkt und sein Atomwaffensystem nun nicht mehr als Sicherheitsmaßnahme sieht, sondern als Gefahr für seine Führungsrolle und sein Regime. Hier hat die Wirtschaftsdiplomatie gesiegt.

Es gibt aber noch viel zu tun, und ich werde mich in den kommenden Tagen und Wochen daran machen. Aber jetzt haben wir die Bedingungen geschaffen, unter denen auch die Bevölkerung Nordkoreas wirtschaftliche Erfolge erzielen kann. Wie der Präsident sagte, muss eine bessere Zukunft für Nordkorea nicht auf Kosten anderer gehen, sondern kommt uns allen zugute.

Wir haben eine lange Geschichte dieses Erfolgs zu verzeichnen. Wir vergessen Dinge wie den Marshallplan. Wir haben Europa vor langer Zeit 110 Milliarden US-Dollar gegeben. Wir haben damit unsere europäischen Partner unterstützt, als sie Hilfe brauchten. Aber seither sind 70 Jahre vergangen, und wir müssen jede einzelne dieser Beziehungen jetzt neu bewerten, damit wir in den kommenden Jahren weiter großartigen Handel mit Kanada und mit Europa betreiben können.

Einige dieser Zölle wurden ja bereits kritisiert. Sie sollten sich allerdings fragen: Hätte China den Vereinigten Staaten erlaubt, was China mit den Vereinigten Staaten gemacht hat?

Nehmen Sie die chinesische Stahl- und Aluminiumindustrie. China produziert weit mehr Stahl und Aluminium, als es für die inländische Nachfrage benötigt. Die Chinesen wollen diese Produktion nicht einstellen, also exportieren sie die Erzeugnisse. Die Überschüsse landen hier in den Vereinigten Staaten, zu Preisen, mit denen die amerikanischen Unternehmen nicht mithalten können.

Das ist das Einmaleins der Raubtierwirtschaft, und viele andere Länder haben das erkannt. Präsident Trump hat sich jetzt daran gemacht, dieses Verhältnis wieder auszugleichen.

Die chinesische Führung hat in den vergangenen Wochen vorgegeben, für Offenheit und Globalisierung zu sein, aber das ist ein Witz. Das ist eindeutig das rücksichtsloseste Wirtschaftsregime, das heute gegen den Rest der Welt vorgeht. Dieses Problem anzugehen ist lange überfällig.

Der Präsident beschäftigt sich eingehend mit NAFTA und Mexiko. Ich bin zuversichtlich, dass wir Abkommen aushandeln werden, die gut für Mexiko, gut für Kanada und gut für die wunderbaren amerikanischen Arbeitnehmer sein werden. In den 24 Jahren seit der Einführung von NAFTA hat sich viel geändert, und wir wollen zu einem Ergebnis kommen, das die Situation neu austariert. Wir werden faire Rahmenbedingungen für die amerikanische Autoindustrie und andere Branchen schaffen, indem wir hier Anreize für die Herstellung schaffen, nicht andernorts.

Das ist etwas, das für viele von Ihnen hier in Michigan offensichtlich von Belang ist, da hier 23 Prozent der Automobilproduktion angesiedelt sind. Unsere NAFTA-Unterhändler arbeiten eng mit ihren Kollegen in Kanada und Mexiko zusammen, und ich bin sehr zuversichtlich, dass wir in den kommenden Wochen Abkommen verkünden können, die die Welt als wesentlich besser für die Weltwirtschaft ansehen wird. Ich bin von Natur aus Optimist. Das verlangt schon meine Arbeit. Ich weiß, dass das für Sie ebenso gilt.

Diese Region, die im Zweiten Weltkrieg das Waffenlager der Demokratie war, hat schwierige Zeiten durchgemacht und hat auch noch ein gutes Stück Weg vor sich. Aber wir sehen bereits neues Wachstum, wir sehen es in allen großen amerikanischen Städten. Wir glauben an Sie und an die Regierung Trump. Wir sind zuversichtlich, dass die Menschen hier in Detroit Erfolg haben werden, wenn wir Ihnen helfen können, Zugang zu Märkten zu erlangen, und den Handel für sie ausbalancieren.

Lassen Sie mich abschließend Folgendes sagen: Es gibt für jedes kleine Unternehmen in den Vereinigten Staaten eine Chance. Es gibt die Chance, Zugang zu einem Ort zu erhalten, an dem Sie noch nie waren, den Sie noch nie gesehen haben, den Sie nicht kennen. Ich bin überzeugt, wenn wir im US-Außenministerium unsere Arbeit gut machen, dann werden Sie das auch können. Und Sie werden es so tun, dass Sie, Ihr Unternehmen und Ihre Familie davon profitieren. Und das ist großartig.

Aber am wichtigsten ist, dass Sie es für Ihr Umfeld und Ihre Gemeinde tun. Und genau das spornt uns im US-Außenministerium jeden Tag dazu an, unser Wirtschaftsteam dazu anzuhalten, die amerikanische Diplomatie an jeden Ort der Welt zu bringen, und so kann die amerikanische Wirtschaft weiter die Strahlkraft entwickeln, die sie in all den Jahren weltweit hatte.

Vielen Dank. Vielen Dank für die Einladung in den Detroit Economic Club. […] Vielen Dank. Danke.

Originaltext: Remarks on America’s Economic Revival