2. Transatlantische Schulkonferenz zu Ehren des 100. Geburtstags von Präsident John F. Kennedy

Geschäftsträger a. i. Kent Logsdon (Foto: US-Botschaft Berlin)

Am 17. Oktober 2017 besuchte Kent Logsdon, Geschäftsträger a. i., die 2. Transatlantische Schulkonferenz zu Ehren des 100. Geburtstags von Präsident John F. Kennedy und sprach über die Bedeutung seiner Botschaft insbesondere für die Generation junger Menschen.

Vielen Dank, Britta Weck.

Thomas Liljeberg-Markuse (Managing Director, FEZ-Berlin), Bernd Grospitz, (Assistant Director, FEZ-Berlin), Michael Kunsmann (Program Manager, FEZ-Berlin), ich möchte dem FEZ Berlin für seine Gastfreundschaft danken. Wir haben schon früher zusammengearbeitet. Es ist uns immer eine Freude.

Ich möchte darüber hinaus dem Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg, dem Bildungsministerium Brandenburg und der Senatsverwaltung für Bildung in Berlin für ihr Engagement danken. In Kooperation mit dem FEZ haben Sie diese Konferenz zusammengestellt.

Ich freue mich ganz besonders, meinen jungen Freund Lukas und seine Mitschüler von der Paul-Löbe-Schule und der 3. Gesamtschule Eisenhüttenstadt wiederzusehen. Ich erinnere mich gerne an Ihren Besuch bei uns in der Botschaft im März, als Sie meine Frau Michelle und mich interviewten und die Fotos machten, die Sie alle heute hier sehen können. Wir haben uns beide sehr über Ihre Fragen und Ihr Interesse an den deutsch-amerikanischen Beziehungen gefreut.

Es ist mir eine Ehre und Freude, heute bei Ihnen zu sein und mit meinen Kollegen auf dem Podium den 100. Geburtstag von Präsident John F. Kennedy zu würdigen. Aber, wenn Sie mich fragen, sind die Ehrengäste dieser Konferenz die anwesenden Schülerinnen und Schüler sowie ihre Lehrerinnen und Lehrer. In den Vereinigten Staaten gibt es in diesem Jahr verschiedene Gedenkveranstaltungen und Initiativen, die das Vermächtnis von JFK würdigen. Ziel dieser Veranstaltungen ist es, jüngere Generationen dazu zu inspirieren, die Bedeutung der Werte zu entdecken, die Kennedys Präsidentschaft im Kern ausmachten.

Auch in Deutschland – und insbesondere hier in Berlin – ist das Vermächtnis von Präsident Kennedy von großer Bedeutung. Diese Konferenz zu seinem 100. Geburtstag ist daher etwas ganz Besonderes. Zweifelsohne sind die Erinnerungen an JFK in den Vorstellungen der Menschen in unseren beiden Ländern – vor allem derjenigen, die ein gewisses Alter erreicht haben –, sehr präsent. Ich habe gehört, dass Sie heute Morgen sein Vermächtnis im Kontext der transatlantischen Partnerschaft – damals wie heute – untersucht haben.

Während der turbulenten Sechzigerjahre des 20. Jahrhunderts war die Botschaft von Kennedy insbesondere für die Generation junger Menschen von Bedeutung, die während und in den Jahren nach seiner Präsidentschaft volljährig wurden. Wenn man heute Menschen nach JFK fragt, ist das vorhandene Wissen allerdings begrenzter. Sicherlich kennen Sie einige Sätze aus seiner bekannten Amtsantrittsrede, aus seiner Rede vor dem Rathaus Schöneberg oder sie haben schon von den Peace Corps oder der Kubakrise gehört. Vielleicht kennen Sie auch den Klatsch und Tratsch. Aber für immer mehr Menschen ist die Geschichte von JFK „Vergangenheit“ und nicht eine erlebte „Erfahrung“ der Verheißungen, der Herausforderungen oder der Tragödien jener Zeit.

Meines Erachtens war und ist der wichtigste Aspekt seines Vermächtnisses der Einfluss auf die jungen Menschen. Ich möchte den Zeitzeugen danken, die sich die Zeit genommen haben, um sich mit Ihnen zu treffen und über den Einfluss zu sprechen, den Präsident Kennedy auf sie und ihr Leben hatte.

Im Juni 1963, als Präsident Kennedy Ihre Stadt besuchte, gab es in Berlin buchstäblich Tausende Zeitzeugen. Sein Besuch war von einem einmaligen Gefühl der Hoffnung und Zuversicht geprägt. Ich glaube allerdings, dass Präsident Kennedy auch von den Berlinerinnen und Berlinern inspiriert wurde.

In seinen Reden in Berlin sprach er über die Themen, für die er bekannt war und noch immer ist: wie sich Jung und Alt für ihre Mitbürger einsetzen müssen, und dass jeder von uns Teil von etwas Größerem ist als wir selbst. Präsident Kennedys Ziele waren groß, aber was er von jedem Einzelnen forderte, war oft eher klein. Nicht jeder muss in die Peace Corps eintreten, Astronaut werden oder an den Freedom Rides teilnehmen. Aber die Bürgerinnen und Bürger sollten einen Beitrag leisten, sie sollten darüber nachdenken, wie sie ihre Gemeinschaft verbessern oder das Leben anderer erleichtern konnten. An der Freien Universität fragte er die Studenten, was es bedeute, ein „Weltbürger“ zu sein. Was heißt das heute?

Bestandteil eines jeden Gedenkens ist der Rückblick auf die Geschichte. Aber ich hoffe, dass Sie heute diese Gelegenheit genutzt haben, um die Geschichte zum Leben zu erwecken, um nach vorn zu blicken und die Ideale jener Zeit mit den Chancen und Herausforderungen in Zusammenhang zu bringen, vor denen wir heute stehen.

Vielen Dank, und ich freue mich auf eine lebhafte Diskussion.

Originaltext: Transatlantic Youth Conference Honoring the 100th Birthday of President John F. Kennedy